Geschenke der anderen Art

Wenn ich schamanisch reise, dann erhalte ich Geschenke auf dieser Ebene… je nachdem mit welchem Grund oder mit welcher Frage ich reise. Man zeigt mir auf dieser Ebene ein Gegenstand, wenn ich möchte, darf ich ihn mir auf realer Ebene in die Wirklichkeit umsetzen.

 

Interessant ist, wie ich zu meinen Geschenken kam. Manchmal "verkopfe" ich, versuche krampfhaft genau das in der realen Wirklichkeit zu suchen, so wie ich es im Geiste vor mir liegen hatte. Wenn ich es nicht finde, gebe ich enttäuscht auf und denke mir „wie kann man mir etwas zeigen, was sich nicht finden lässt“

 

Mit der Zeit habe ich gelernt zu warten…es wird sich finden lassen oder eines Tages zu mir finden. Manche sind auch schon in meinem Besitz, was aber für mich zwar nicht in Vergessenheit geriet, aber doch in den Hintergrund rückte. Oft findet man auch jemand, der irgendwas speziell nach den eigenen Wünschen herstellt und ich lasse es mir anfertigen.

 

Manche Dinge lassen sich einfach umsetzen, manche weniger. So war es z.B. dass ich vor ca. ½ Jahr eine Flöte auf meinen Reisen bekam. Ich dachte mir noch „Super, wo soll ich jetzt eine Flöte finden, die einfach zu mir passt“. Die Flöte, die sie mir zeigten, war keine übliche Flöte. Eine die aus einem anderen und hellen Holz geschnitzt war, auf den ersten Blick unscheinbar, aber dennoch kraftvoll und besonders. Sie sollte auch speziell für mich sein und keine „Allerweltsflöte“

 

So nahm ich es einfach hin. Ich nahm die Flöte in der Anderswelt in Gewahrsam, bedankte mich fein und damit hatte es sich.

Die Gaben, die man auf den Reisen erhält, sollen symbolisch einen daran erinnern, was man auf dieser Reise geheilt hat, einem die Kraft geben, dass Gelöste dann auch umzusetzen.

 

Vor Beltane sah ich auf FB auf einer Seite ein Gewinnspiel, die Betreiberin der Seite bedankte sich für die Likes und bat, jeden zu schreiben, was er denn mit der Energie, aus dem Holz die Flöte geschnitzt wurde, verbindet.

 

Der Holunder hat für mich selbst eine sehr starke Energie, fordernd und dennoch liebevoll zugleich, sehr bestimmend und tiefgründig. Ich selbst liebe die Beeren und den Geruch der Blüten. Der Holunder ist der Baum der großen Göttin, die die Seelen der Toten hütet. Ihre Energie unwahrscheinlich stark und dennoch umsorgend und liebevoll. Einen Holunderstrauch beschneidet man nicht einfach, ihn fragt man vorher. So handhabe ich es auch, wenn ich um die Blüten und die Beeren bitte.

 

Ich versuchte mein Glück, obwohl ich so gut wie nie bei irgendwelchen Gewinnspielen mitmache. Weil ich mir denke, es gibt immer jemanden der es vielleicht mehr verdient hat als ich. Hier fühlte ich mich aber gerufen. Nun, ich versprach sie auf Reisen mitzunehmen, sie ein Teil meiner Arbeit werden zu lassen. Ich vergaß es aber auch wieder, mit dem Gedanken „ich gewinne eh nicht“, obwohl irgendwie es mich nicht losließ und ich mir dachte „oder doch“

 

Dann einige Tage später, der Tag der Verlosung, ich habe es an dem Tag komplett vergessen, schaute 10Min später erst auf FB um bei dem Beitrag zu lesen „Herzlichen Glückwunsch, Nadia Neumann“. Mein Gedanke war „Oh herzlichen Glückwunsch der Gewinnerin“ bis ich realisierte, dass ich Nadia Neumann bin. Das Los hat entschieden…oder sollte ich eher sagen, die Göttin der Holle… Ich hatte echt Pippi in den Augen und war sichtlich berührt, dass ich meinen Dank gar nicht richtig in Worte fassen konnte..

 

Der Weg zu mir, ließ mich mal wieder Geduld lernen. Obwohl ein Postweg von Ihrem Geburtsort bis zu mir wirklich nur 24 Std dauert, maximal 48 Std, ließ sie einige Tage auf sich warten und nahm sich die Zeit, in Hamburg auf dem Verteilerort ein Päuschen zu gönnen. Auf die Frage, wo sie bleibt „Geduld meine Liebe, es geht nicht immer nach deinem Kopf“ Ich dachte schon „Oha“…

 

Nun, einige Tage später trudelte sie ein. Ich packte sie aus, spürte ein Tränchen im Auge und packte sie wieder ein. So mächtig war ihre Energie, so berührt und so freudig, dennoch achtsam wollte ich sein. Wo ich doch gerade keine Zeit habe, sie zu bereisen, zu fragen was sie sich wünscht und wie sie heißt. Wollte nicht achtlos sein und sie dann irgendwo hinlegen, ohne sie liebevoll willkommen zu heißen.

 

Ein einem ruhigen Tag, der sich in meinem Herzen stimmig anfühlte, reiste ich mit ihr und ließ mich vollkommen drauf ein. Geführt würde ich in ein Kornfeld, ich spürte, wie der Wind durchhauchte. Man bat mich, mich hinzusetzen und zu warten. Ich spürte eine Art Windhose, wo sich daraus eine Gestalt formte. Eine Frau, mit weiblichen Rundungen, gehüllt in ein blaues sanftes Kleid und langen blonden Haaren, geflochten zu einem Zopf. Ich war überwältigt von ihrer Energie, sie begrüßte mich als Hüterin, war dankbar, dass ich ihre Tochter in den Händen hielt und übermittelte mir eine private Botschaft, die schon sehr direkt und eindringlich war. Es ging unter anderem um das „Ja“ zu mir. Außerdem verriet sie mir den Namen ihrer Tochter „Sasa“ soll sie heißen und mich führen und auf Reisen begleiten.

 

Nun liegt meine „Sasa“ liebevoll umhüllt, bei den anderen Geschenken…die auf verschiedene Art und Weise zu mir fanden.

 

Was das witzige ist, ich hatte es vergessen, dass ich mir dieses Geschenk noch in die Realität umsetzen darf. Erst die Tage las ich in meinem Buch, wo alle Reisen notiert sind, dass ich auf dieser Reise eine Flöte als Geschenk erhalten habe.

 

Danke an Patricia von www.flötenwesen.de, als Geburtenhelfer und für das überbringen meiner wundervollen „Sasa“ 🙏