Wenn Tiere im Verbund sich untereinander helfen

Vor einem Jahr rief mich eine junge Frau an, sie war sehr verzweifelt. Ihre Stute ließ plötzlich keinen mehr an sich ran. Webte mit dem Kopf in ihrem Stall, buckelte und war grundsätzlich in der Hand des Menschen nicht mehr sicher zu bändigen. Die junge Frau teilte mir mit, dass Sunny, so hieß die Stute, nur noch die Frist von einer Woche gesetzt bekam. Dann müsse sie Sunny gehen lassen. Es wäre Tierquälerei, ein Tier, was solche Qualen in der Vergangenheit erlebt hat, noch weiter leben zu lassen. Siemeinte zu mir „ich habe zwar keinen Schimmer wie sie arbeiten, aber sie wurden mir empfohlen und ich sehe es als letzte Chance, denn es hat einen Grund, warum ich zu ihnen geführt wurde“

 

Nun, ich kann keine Versprechen geben, auch weiß ich ja nie, welche Aufgabe für den Mensch und das Tier dahintersteckt. Wenn es heißt, dass die Heilung das Wechseln der Ebenen ist, dann bin auch ich machtlos. Aber, daran wollten wir erst mal nicht glauben. Ich versuchte in dieser Woche mir sachte einen Zugang zu der Stute zu erschaffen, ein wenig zögerlich und misstrauisch mir gegenüber war sie, weil es ja schon andere Menschen gab, die sie verletzt haben. Mithilfe meiner Spirits und meiner einfühlenden Art, durfte ich das ein oder andere Thema mit ihr bearbeiten.

 

Interessant war, dass man immer nach meiner Arbeit spürte wie sie sanfter wurde. Uns war allen bewusst, dies ist nur ein kleiner Schritt auf diesem Weg, der noch vor uns liegt. Manchmal willigte die Stute ein, mich beider Arbeit zu begleiten, manchmal benötigte sie Zeit um das umzusetzen. Die Gespräche danach waren sehr berührend, weil sie mir aus ihrer Sicht erzählt hat, wie sie alles wahrnahm.

 

Was wir nicht wussten, war, dass die Stute zu ihrer eigenen Geschichte, auch noch einige Themen für ihre Menschen mit sich trug. Nachdem wir also einen großen Schritt vorwärts gingen, gingen wir auch oft 5 wieder zurück. Immer wieder erzählte sie mir, sie könne nicht anders, Schmerzen im Unterleib, ein ziehen, was Koliken hervorruft und zu starken Explosionen ihrerseits führt. Selbst ich hatte oft Zweifel, weil ihre Begleiter davon zu überzeugen, dass ihr Leben lebenswert ist, wenn man so gefangen in den emotionalen und körperlichen Schmerzen ist, dazu noch eine Lebensgefahr für ihre Menschen, weil die Ausbrüche so heftig waren, dass sie kopflos um sich trat, das war oft schwer für mich.

 

Ich handelte mit ihr einen Deal aus, der mit ihrer Begleiterin abgesprochen war…“zeig uns, dass Du Leben willst, wenn Du 5Sek. am Strick zu halten bist, bevor man Dich auf die Wiese bringt“. Die Trainerin selbst spürte, dass wir Stück für Stückweiterkamen, ebenso grübelten wir alle gemeinsam, wenn es mal Rückschläge gab. Dann wieder diese Koliken und diese starken Schmerzen, was dann ein Besuch in der Klinik unumgänglich gemacht hat…nur, wie mit einem Pferd, was fremden Menschen misstraut und schon alleine beim Anblick des Hängers in Panik gerät, davon zu schweigen, wie sie sich in der Klinik verhält. Es war für alle sehr gefährlich, selbst das Zureden meinerseits half in solchen Momenten nicht.

 

Als sie dann endlich in der Klinik war, nahm man sie dort nicht wirklich ernst, erzählte von einem verrückten Pferd, was besser heute als morgen erlöst werden sollte. Alles nur, weil sie sich kaum anfassen ließ und selbst mit Sedierung um sich trat. Alle wieder ratlos, eine Stute, die Schmerzen hat, aber eigentlich (lt. der Klinik) kerngesund ist. Wie oft wir alle über das Erlösen sprachen und es immer diese Deadline gab, keine Ahnung…aber es war sehr oft. Dank der Trainerin wurden die Begleiter auf eine einfühlsame Tierärztin aufmerksam. Ich bat Sunny darum mit den Worten: „, wenn Du Leben willst, dann zeige bei dieser Untersuchung, dass Du es zulässt“. Ich begleitete sie energetisch und spürte ein sanftes entgegenkommen.

 

Tatsächlich, bei der Untersuchung war Sunny so ruhig und sanft wie schon lange nicht mehr. Dann der riesen Schreck für uns, Sunny ist kerngesund, nichts zu finden. Auch hier, der Hinweis der Tierärztin, wenn auch liebevoll, ob es nicht besser sei ein Pferd, was so geschunden sei lieber zu erlösen, wenn man gesundheitlich nichts findet. Aber, dennoch meinte sie, es gibt noch ein Wert, den sie untersuchen lassen möchte und möchte diesen Befund abwarten. Das Schlimme war, wir hatten ein rennen mit der Zeit, denn alle 6-8 Wochen kamen die Koliken und sie wurden von Mal zu Mal schlimmer und heftiger, die nächste Kolik war uns klar,werden wir Sunny verlieren, zumal uns bewusst war, im Notfall bekommen sie wir ja nicht mal in den Hänger.

 

Dann kam der Befund, ein Hormonwert, heftig erhöht, der für Probleme in gynäkologischen Bereich spricht. Nun war klar, Sunny muss in die Klinik. Sunny zeigte, dass sie Leben wollte, so war klar, hatten wir nur noch die Chance mit der Klinik. Anfang Juni trafen wir uns alle persönlich, die Trainerin, ihre Menschen und ich, beratschlagten uns und uns war bewusst, bis zur nächsten Kolik dürfen wir nicht warten. Aber wie Sunny in den Hänger bekommen? Bei dem Treffen beratschlagten wir uns, ich überlegte was ich noch tun kann, um Sunny davon zu überzeugen, dass dies ihre letzte Rettung ist und es dort Menschen gibt, die ihr nur Gutes wollen, dass nach allem, was sie erfahren und erlebt hat. In den Gesprächen war es ihr bewusst und sie verstand meine Worte, meine schamanische Heilreisen brach sie zwischendrin ab und bat mich allein weiter zu gehen. Die letzte Reise, vor der Klinik mit dem Hänger, konnten wir zu 50% abschließen, aber reicht das aus, um die Angst vor dem Hänger und der Klinik beiseite zuschieben?

 

Dann kam einer ihrer menschlichen Begleiterin, die Idee, warum ich Freddy nicht dazu hole, so eine Art Telco…nur eben energetisch. Freddy, der 26-jährigeWallach der Familie, der von klein auf bei seiner Familie war, nie schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ein stolzer Kerl, der bereits in jungen Jahren die Familie mit seiner eigensinnigen Art in die Prüfung genommen hat. Michael ritt auf vielen Turnieren mit ihm, zu Anfangs erntete er oft Spott in der Art „Du ziehst nie mit diesem Pferd einen Frack an“. Nur, weil die Familie nie aufgab und mit dem arbeitete, was Freddy ihnen schenkte, lief er mit 13-Jahren bis zur Inter 1, eine Dressurprüfung, die nur wenige Pferde erreichen. Danach bot man viel Geld für ihn, doch das stand nie im Vordergrund, weil sie ihn einfachliebten, so wie er war und nie an ihm gezweifelt haben. Wer, wenn nicht Freddy, kann also für Sunny der beste Helfer in ihren derzeit gefangen Emotionen sein. Freddy der selbstbewusste Kerl, der auf vielen Turnieren war und die Hänger Fahrten ohne Probleme meisterte. Auch könnte er mit seinen 26 Jahren dem „jungen Mädchen“ sicherlich ein wenig Sicherheit vermitteln.

 

Da ich so etwas noch nie gemacht habe, aber meine Tiere mich lernen ließen „es gibt nichts, was es nicht gibt“, sagte ich natürlich ja und meinte ebenso, wir können es versuchen. Im Endeffekt haben wir nichts mehr zu verlieren, entweder verlieren wir Sunny an der nächsten Kolik oder eben wir geben alles und nutzen unsere letzte Chance. Nach meiner Heimreise machte ich mich sofort dran, schließlich war der Hänger 1 ½ Wochen später bestellt und für die Fahrt in die Klink gebucht. Die Klinik wurde nun überzeugt, auch in Rücksprache mit der Tierärztin, speziell diesen einen Eingriff bei Sunny zu machen. Da ich Freddy bei meinem Besuch persönlich kennenlernen durfte und das Vergnügen hatte, mit ihm zu kuscheln, viel mir der Zugang auf mentale Ebene überhaupt nicht schwer.

 

Wenige Tage vor dem besagten Tag besuchte ich Freddy und hab mich somit mit ihm mentalverbunden, holte ihn in seinem Stall ab und brachte ihn zu Sunny. Was ich dort erlebte, bereicherte mich nicht nur in meinem Wissen, sondern erfüllte so unendlich mein Herz, dass ich in Tränen diese Arbeit geschehen ließ. Ich war nur Mittler, alles andere erledigte Freddy. Er stand mit gesenktem Kopf vor ihr, sie vor ihm und lauschte ihm, eine Sprache, die ich nicht verstand, sondern nur mit dem Herzen fühlte. Dann bat er mich, meine linke Hand auf sein Herz zu legen und meine rechte Hand auf Sunnys Herz, ich solle einfach geschehen lassen. Mir schossen viele Worte durch den Kopf, Situationen und Geschichten, Bilder und viele Emotionen. Es schien, als würde der „ältere Herr“ dem „jungen Mädchen“ sein Leben erzählen, sie daran teilhaben lassen, wie seine und eben ja auch ihre Menschen, ihn immer trug, liebevoll in diesem Leben führten und er nie im Stich gelassen wurde. Selbst diese unendliche Liebe, die von ihm ausging, als würde er versuchen, Sunnys Herz zu heilen. Nach 20 min sagte er zu mir, nun ist gut, Du darfst mich wieder nachhause bringen.

 

Abgemacht war, ihn am nächsten Tag abzuholen und eben mental in den Hänger zu stellen, so dass er Sunny vormacht, wie man in den Hänger reingeht. Wir waren alle aufgeregt, denn schließlich steht und fällt es mit Sunnys Mitarbeit. 2 Stunden davor, versprach sie mir, ihr Bestes zu geben, auch wenn sie ein wenig Angst hat, vor dem was nun geschieht.

 

Was dann geschah, ließ uns alle staunen…ich wartete 390 km weiter weg auf die Nachricht und fieberte mit, als dann die Nachricht kam „Sunny ging ohne Probleme in den Hänger, sei verladen und auf dem Weg in die Klinik“, musste ich erstmal vor Erleichterung weinen.

 

Auch in der Klinik, ganz sanft und anders als sonst, dort ließ sie die Untersuchungen an sich machen und die Ärzte meinten „wie, das ist die verrückte und explosive Stute, das ist doch ein ganz normales Pferd“ Tag der OP verlief gut, sie fühlte sich schwach und müde an, aber auch laut der Ärzte wohlauf. Man entschied sich, erst den einen Eingriff zu machen und eine Woche später den anderen. Sie fühlte sich allein und da ich keine 24 Std mental bei ihr sein konnte, übernahm Freddy gerne diese Aufgabe. Mental brachte ich beide immer in mein Heilhaus, ein Heilbereich in der nicht alltäglichen Wirklichkeit, was bei meiner schamanischen Arbeit sehr wirkungsvoll ist.

 

Freddy stützte sie, begleitete sie und unterstützte sie mental. Laut seiner Aussage braucht er von mir keine Hilfe, er würde das gut wegstecken. Ich bestand aber darauf, auch ihn ein wenig Heilung zukommen zu lassen, somit willigte er ein. Nach einigen Tagen bat mich Sunny, sie bräuchte den älteren Herrn nicht mehr, er wäre ja ganz nett, aber langsam schafft sie das selbst. Auch ich bräuchte nun nicht ständig nach ihr schauen, es würde sie langsam nerven und es wäre außerdem nur die Rede von einer OP gewesen, jetzt Tage später die 2´te und noch einen längeren Aufenthalt in der Klinik, was ihr gar nicht geschmeckt hat. Ich dachte mir nur „nun, sie ist über dem Berg, auch kenne ich sie als manchmal trotzige Sunny und ließ sie einfach ein wenig gehen.

 

Als dann der Anruf ihrer menschlichen Begleiterin kam, dass Sunny gerade in ihrer Box steht und mit dem Kopf webt und wohl einen heftigen Schub hat, stieg in uns allen die Panik hoch. Sunny hatte auf das alles kein Bock mehr, sie war es leid, ständig leiden zu müssen, ständig diese Schmerzen, diese Kompromisse und wollte gehen. Ihre Menschen nahm sie in ihrer Gegenwart kaum wahr, als ich sie mental besucht habe, stand sie bereits am Übergang und wollte aus diesem Leben gehen. Die Ärzte waren ratlos und sagten selbst „das ist der Beweis, dass ein Pferd eine Psyche hat“, denn körperlich sei alles in Ordnung, aber ihre emotionalen Schmerzen seien wohl so stark, dass sie daran zugrunde geht. Auch baten sie um Einwilligung, wenn ein erneuter Schub wäre, ob sie Sunny erlösen sollten.

 

Ich spürte Sunnys Wut gegen alle um sie herum gegen das, was sie erlebt hat und man ihr angetan hat. Wieder einmal dachte sie, es sei nur ein leeres Versprechen gewesen und eigentlich sollten die Schmerzen nach dieser OP doch endlich weg sein und nicht weiterhin andauern. Ich konnte Sunny überreden, geduldig zu sein, sie bitten zu bleiben. Sie fiel in ein tiefes Loch, war für mich schlecht erreichbar und ihre Menschen nahm sie zwar wahr, aber ignorierte sie zum größten Teil.

 

Nun erzählte ich Sunny einfach etwas, so wie die vielen Male vorher, wenn sie mal nicht zuhören wollte und mit dem Kopf zur Wand stand. Auch, dass uns ihr Schmerz durchaus bewusst sei, aber sie geliebt wird und wir sie einfach darum bitten durchzuhalten. Irgendwann willigte sie ein, dass der ältere Herr wiederkommen dürfte und versprach mir so gut es geht durchzuhalten und entschuldigte sich für diese Wut und für dieses kopflose Verhalten, sie es aber einfach satt hatte und dachte, damit hätte sie nun endlich Ruhe. Fast 2 Wochen später dann, die 2´te OP, auch dieses Mal verheilte alles schnell und sie durfte gut eine Woche später nachhause. Jeden Tag ließ ich sie auf der schamanischen Ebene behandeln und nach 3 Wochen durfte langsam die Arbeit mit ihr und ihren Menschen beginnen.

 

Mittlerweile meistert sie Dinge, die vorher unmöglich waren, zeigt sich offener und freundlicher im Verhalten, dass es selbst anderen auffällt. Schmerzschübe, hatte sie seitdem auch keine mehr und sie lässt plötzlich so viel mehr zu.

 

Nun, warum möchte ich dich daran teilhaben lassen. Weil ein Umdenken stattfinden darf. Wie oft verurteilen Menschen eine Handlung ihres Tieres, unterstellen ihm Boshaftigkeit, Dummheit oder Wiederwillen. Sicherlich haben unsere Tiere auch ihren eigenen Stolz und sind vielleicht nicht immer bereit, eine Handlung, die von uns erwünscht ist auszuführen. Wenn ich das bei meinen eigenen Tieren beobachte, dann spüre ich eben, dass man einen anderen Weg finden darf.

 

Egal, welche Art des Tieres. Es ist eben nicht jedes Pferd, Hund, Katze, Hase wie das andere und das ist es doch, was sein eigenes Tier ausmacht. Statt darauf einzuprügeln und seinen eigenen Willen durchzusetzen, nur um das Ego zu befriedigen, dass ich den Willen gebrochen habe, sollte man eher Stolz sein, einen anderen Weg mit seinem Tier gehen zu dürfen, dadurch seine eigene Welt zu erweitern und somit selbst dazu lernen zu dürfen. Aber, was geschieht oft, wenn ein Tier nicht so will und es augenscheinlich gesund ist? Da sind die emotionalen Misshandlungen oder die Unterstellungen oft das kleinste Übel.

 

In den Gesprächen mit Sunny erfahre ich immer, dass sie es nicht böse meint, ihre Menschen liebt und durchaus sicher ist, dass sie ihr nie etwas Böses tun. Auf meine Fragen, warum dann dies oder jenes geschehen ist, antwortete sie:

 

„Auch, wenn ich von meinen Menschen bedingungslos geliebt werde, so ist meine Seele doch geprägt mit den Bildern der Vergangenheit. Oft reicht eine bestimmte Tonlage oder eine Handlung aus, dass plötzlich schmerzliche Bilder hochkommen. Es ist wie ein Schalter, der plötzlich umgelegt wird, ein Sog in dem ich mich befinde und plötzlich komme ich dann wieder auf dem Boden an und sehe in die verzweifelten Gesichter meiner Menschen, spüre eine unendliche Trauer und meine eigene Wut, die ich gegen mich richte, dass ich es wieder mal nicht geschafft habe, der Vergangenheit zu trotzen. Dankbar darf ich sein, dass meine Menschen hinterfragen und nicht wahllos auf mich einprügeln, sondern versuchen mich zu verstehen. Das größte Geschenk, was jeder Mensch seinem Tier machen kann, ist Liebe, Einfühlungsvermögen und die Eigenarten so zu nehmen, wie sie eben sind. Ich weiß nie, ob ich je alles vergessen und ihre Wünsche erfüllen kann, aber solange ich meine Menschen begleite, werde ich mein Bestes in Liebe geben und schenke ihnen mein Herz“

 

Das Bewusstsein zu öffnen, um wissen zu wollen, welche Geschichte dahintersteckt, bedarf oft Mut, weil sich dadurch auch eine ganz neue Welt öffnen kann. Wenn ihre menschliche Begleiterin, ihre beste Freundin, nicht so hartnäckig gewesen wäre und immer wieder betont hätte „ich bin nicht zu Dir gekommen, um Sunny jetzt gehen zu lassen, da muss noch was sein, was wir übersehen haben“. Die Eltern, die das junge Mädchen in allen Bereichen unterstützt haben, sich bewusst waren, alles tun zu wollen, um dieses Pferd zu retten. Die Trainerin, die sich immer bewusst war, dass Sunnys Weg hier nicht enden darf und eben ich, die bereit war zu lernen, sich dem wieder mal zu öffnen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Sich auf Dinge einzulassen, die einem vorher unbekannt waren und eben auch mal die Hilfe der anderen Tiere, die im Verbund leben anzunehmen. Manchmal ist es wichtig, ein wenig tiefer zu schauen, geduldig zu sein und wirklich zu vertrauen. Weder ihre Menschen noch ich, wussten wohin uns die Reise führt, ich hatte zu jederzeit das vollste Vertrauen in alles, was in meiner Macht stand zu tun. Dazu kam, dass ich in die Lehre gehen durfte, von dem wundervollen selbstlosen Freddy.

 

Irgendwie war allen bewusst, dass es Freddys letzte Aufgabe sein wird, er Sunny noch ein wenig anweist, unterstützt und wenn diese wundervolle Aufgabe gemeistert ist, Sunny nun alleine bestehen kann, dann wird er gehen. Leider war es jetzt wirklich so und Freddy verabschiedete sich aus diesem Leben, der Grund, warum es mir wichtig war, sein Wirken und Sunny Geschichte nun endlich nieder zu schreiben.

 

Danke Freddy, dass Du mich in die Lehre genommen hast und mir gezeigt hast, dass noch viel mehr möglich ist, wenn ich vertraue und einfach zulasse. Du hast Sunny gezeigt, was es heißt zu vertrauen und ihr einen Einblick gegeben, dass es Menschen gibt, die bedingungslos lieben. Ich verneige mich, vor Deiner selbstlosen Handlung und Deiner weisen Seele. So wünsche ich Dir eine gute Reise…unsere Begegnung werde ich nie vergessen

 

Danke Sunny, für Dein Vertrauen, Deinen Mut der Vergangenheit in die Augen zu schauen und Deinen starken Willen bei Deinen Menschen zu leben.

 

Danke Laura, für deine unendliche Liebe, Deine Freundin nicht aufgeben zu wollen und Deine Hartnäckigkeit.

 

Danke Kirsten und Michael für Eure Liebe Sunny und Euren Tieren gegenüber und für das Vertrauen, in meine Arbeit.

 

Danke Silke, der Trainerin, dass es so einen Menschen mit so einem großen Herz gibt, der andere an die Hand nimmt und ihnen zeigt, dass jede Seele einzigartig ist und es so viele Wege gibt, die man zusammen meistern darf.

 

Am Anfang meiner Arbeit, weiß ich nie wie das Ende ist. Doch verurteile dein Tier nicht, sondern lerne an den Erfahrungen, die ihr miteinander macht um zu wachsen, egal welches Ende eure gemeinsame Geschichte haben wird. Ich selbst habe in diesem Jahr nicht nur wahnsinnig viel lernen dürfen, sondern dazu noch liebevolle Menschen kennengelernt. Ohne Sunny, hätte es nie diesen Besuch gegeben, eine Begegnung mit all diesen Menschen auf Herzensebene. Wir wissen nicht, was ihre Menschen mit Sunny noch erreichen werden. Dennoch sind sie zuversichtlich, weil Sunny jeden Tag neue Dinge dazu lernt, neue Dinge zulässt und weniger Angst zeigt, bei Dingen, die vorher unmöglich waren. Laura vertraut Sunny, kann sie auch wieder allein führen und arbeiten. Sie sehen es als Geschenk, dass was Sunny ihnen heute gibt, damit arbeiten sie, ohne es auszunutzen oder einen Druck dahinter auf Sunny auszuüben und genau darum geht es doch…

 

„Wenn du die Seele deines Tieres in vollem Glanz erleben möchtest, dann begegne ihm in Liebe und auf Augenhöhe. Ich hatte das Glück, das mein Leben von Anfang bis zum Ende behütet war, so ist mir durchaus bewusst, dass dies ein großes Geschenk meiner Menschen an mich gewesen ist. Ich durfte durch sie Lehrmeister und Lehrling sein, nur so konnten wir uns mit gegenseitigem Respekt auf das gemeinsame Spiel des Lebens einlassen“

 

*Freddy

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