Misstrauen...oder Vertrauen

Ich bin von Haus aus ein Mensch, der nicht sofort glaubt, was man ihm erzählt. Ich wäge ab, hinterfrage und fühle mich rein.

 

Damals, ja…da war meine Intuition sicherlich auch schon vorhanden, ein Blick, ein Gefühl und mir wurde ganz flau im Magen in der Gegenwart mancher Menschen.

 

So konnte ich auch den ein oder anderen Chef durchschauen, wenn er mit seinen „Motivationskursen“ versuchte mich vom Gegenteil zu überzeugen oder der Kollege, der pünktlich das Hüsteln anfing, wenn sein Urlaub aufgebraucht war und er sich so noch ein paar Bonus-Tage auf Kosten des Krankenscheins machen wollte. Doch man kommt dem ja oft nicht aus und ist im Umgang mit anderen Menschen, dem ausgesetzt…hat keinen anderen Entscheidungsweg, außer das Beste daraus zu machen.

 

Auch erwähnte ich ja, dass mein Weg bis heute von vielen Dingen geprägt war, bezüglich Therapeuten und Coaches. Manche konnten das echt gut, das Blaue vom Himmel holen, ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken, was ich leider oft erst später bemerkt habe.

 

Selbst heute noch, wer meine Gunst erhalten möchte, muss mir nicht viel bieten…lediglich ehrlich, authentisch, achtsam und respektvoll sollte er sein.

 

Wenn ich dann parallelen zu meinen Hunden sehe, sehe ich, dass sie ähnlich sind und nicht jedem Vertrauen oder sich öffnen können. Somit lasse ich sehr wenige Menschen in mein Energiefeld und in das meiner Hundekinder, ob Heilpraktiker oder energetisch arbeitenden Menschen, das sind gerade mal weniger als eine Handvoll, denen wir uns anvertrauen.

Gebe ich meine Tiere in die Hand energetisch arbeitender Menschen, gebe ich auch Informationen von mir preis. Jeder „Energiearbeiter“ der eine wirkliche Wahrnehmung hat, wird bei meinen Tieren, immer ein Stückchen meine Emotionen spüren. So ist es nicht unüblich, dass ich schwer schlucke und mit den Tränen kämpfe, wenn meine Hunde bei unserer wundervollen Osteopathin in Behandlung sind und sie berichtet, was sie bei ihnen spürt und das, obwohl sie aktuell nicht auf dem neuesten Stand meiner eigenen Emotionen ist.

 

Rufen mich Menschen an, um meine Hilfe in Anspruch zu nehmen, bekomme ich sofort ein Bild vor Augen. Erst gestern rief mich eine Klientin wegen ihrem Hund an, ich bekam plötzlich das Bild, von einer kleinen Fee, die mit jedem Windhauch auf den Rücken geschmissen wird und mit den Energien gar nicht klar kommt, als ich der Dame am Telefon davon berichtet habe, sagte sie „ja, genau das ist mein Hund, sie schaut auch aus wie eine kleine Fee, so klein und zierlich und zerbrechlich“. Wohlgemerkt, ich habe im Vorfeld kein Bild des Tieres erhalten. Sondern allein das, was sich während unserem Gespräch zeigte.

 

Mein Hundebub war damals in der Tierkommunikationsausbildung ein Übungstier. Auf die Frage ob er denn einen Freund hat, erzählte er von einem kleinen schwarzen Vogel. Meine Kollegin zweifelte ordentlich an sich, bis ich darauf kam, dass jeden Abend eine Amsel auf unserer Terrasse im Unterteller badet und selbst, wenn wir draußen saßen und Esteban in seiner Schlafkudde bei uns lag. Sie hüpfte freundlich an ihm vorbei und badete ausgiebig, um sich dann direkt am Pflanzengitter neben uns das Gefieder zu putzen. Ja, er sah die kleine Amsel als seinen Freund an.

 

Von einer Kollegin ließ ich ihn damals fragen, ob er einen Hundekumpel haben mag. Er schickte ihr das Bild, wie an genervt er ist und meinte zu ihr „am Ende habe ich den am Hals und ich habe ja schließlich genug zu tun“. Das war 1 ½ Jahre, bevor er sein Hundemädchen bekam.

 

Damals war das für mich abgeschlossen und als er plötzlich bei zwei energetisch arbeitenden Menschen damit anfing, dachte ich erst „nun, irgendeiner erzählt jetzt hier Mist oder blieb nicht neutral“.

 

Dazu möchte ich erwähnen, dass ich normal meine Tiere selbst befrage, aber bei gewissen Entscheidungen, ist es eben immer schön, nochmal eine Bestätigung zu erhalten, weil ich nicht weiß, ob ich bei meinen eigenen Tieren nicht befangen bin. Aber es geht jedem ähnlich, weshalb man aus seinem Netzwerk immer mal jemanden um Hilfe bittet, wenn es um die eigenen Themen geht.

 

Nun gut, was sich dann herausgestellt hat, die Frage wurde 1 ½ Jahre vorher gestellt, in dieser Zwischenzeit, darf man auch schon mal seine Meinung wieder ändern. Zum anderen, wir ließen ihn fragen, ob er einen „Hundekumpel“ haben möchte. Also ging ich mit ihm ins Gespräch und meinte, dass kein zweiter Hundebub mehr rein käme, weil ich Angst habe, wenn wieder das „Weltherrschaftsgerangel“ los gehen würde. Dann sagte er „ich weiß nicht wieso Du immer auf Bub kommst, ich will ein Mädchen“.

 

So, nun war es raus…zum einen, fand er das die Jahre vorher ganz schön, mal mit uns allein zu sein. Weil er es ja schließlich so nie wirklich hatte und nach vier Jahren, hatte er es eben satt und wollte „sein Mädchen“. Keiner von den drei, die mit ihm kommunizierten hatten also unrecht oder sind nicht neutral geblieben, sondern wir stellten zum einen die falsche Frage und zum anderen wusste er, dass ich normal kein Mädchen hätte haben wollen.

 

Ich persönlich finde das sehr kraftraubend, wenn Klienten mir einerseits vertrauen und andererseits, alles in Frage stellen. Auch bin ich nicht die Richtige, für jedermann. Nicht jeder mag meine ehrliche Art, weil ich nichts verblümt mitteile. Das ist auch gut so, man soll sich schon sympathisch sein, gegenseitig…sonst wird das nix. Gerade aber im energetisch arbeitenden Bereich, ist Vertrauen die Basis, meine Wahrheit ist auch nicht die Wahrheit aller….letztlich, was wissen wir, was die wirkliche Wahrheit ist. Haben wir schon mal einen getroffen, der aus dem Jenseits wieder zurückkam und dann eben, jede Empfindung ist anders. Wenn mein verstorbener Baxter mir erzählt, dass wir dort eine andere Form des Seins haben, die Welt nicht der unserer Vorstellungen entspricht und aber der andere Hund erzählt, dass er es so empfindet, wie grüngoldene Wiesen und einem Sternenregen, dann ist es seine Empfindung.

 

Stelle fünf Menschen auf den gleichen Platz, frage zwei Stunden später und bitte darum, sie mögen Dir den Platz erklären, alle fünf werden sicherlich andere Details erwähnen, während der eine von dem Eichelhäher begeistert war, wird der andere das Rascheln der Weide fasziniert haben und der dritte wiederum war fasziniert von dem saftigen Grün der Wiese. Dann kommt aber noch die Sympathie hinzu…oh ja, auch unsere Tiere empfinden Sympathie. Was ich zum Beispiel meiner Freundin Susanne erzähle, würde ich nie Barbara erzählen und umgekehrt (Namen sind übrigens frei erfunden). Weil die eine vielleicht mit dem Thema überfordert wäre und die andere dafür aber offen, dies eben ohne Abwertung.

 

Beauftrage fünf Tierkommunikatorinnen mit Deinem Tier zu sprechen und du wirst fünf unterschiedliche Gespräche und Wahrnehmungen bekommen, weil auch Tiere nicht jedem das Gleiche erzählen und was ganz wichtig ist und eigentlich im Vordergrund allem steht…meine Sicht der Dinge, die ich mit meinem Tier erlebt habe, muss nicht mit der Sicht des Tieres übereinstimmen. Während ich meine Beziehung zu meinen Tieren als äußerst liebevoll sehe, kann es gut sein, dass meine Tiere sagen, ich wäre zwar sehr liebevoll, aber würde wohl auch so ziemlich klammern. Redet aber die Kollegin mit meinen Tieren, die die Beziehung zur ihren Tieren ähnlich hält, wird sie dieses "klammern" vielleicht gar nicht wahr nehmen, während es die andere Kollegin förmlich erdrückt.

 

Es ist immer von mehreren Seiten zu betrachten…meine Empfindung und meine Wahrnehmung, ist trotz der gleichen Ausbildung meiner Kolleginnen nicht exakt die Gleiche. Wir unterscheiden uns alle, weil jeder anders in die Tiefe geht und eben einen anderen Bereich abdeckt.

 

Der Erfolg der Arbeit des Therapeuten ist ja dann auch noch an gewisse Dinge geknüpft, erwarte ich, dass sich alles ohne mein Zutun auflöst und der Therapeut allein für sich im stillen Kämmerlein mein Tier von Blockaden befreit, obwohl es eindeutig die Emotionen des menschlichen Begleiters sind, der aber an sich nichts verändern möchte, wird die Arbeit am Tier erfolglos bleiben. Was dann natürlich wieder auf den Therapeuten zurückfällt, der ja schließlich falsch lag oder keine Ahnung hat…

 

Ebenso bin ich nicht Gott und nicht für Jedermann, der, der auch das überbringen darf, was er in dem Moment vielleicht wissen oder hören sollte. So findet man für sich den, der mit seinem Feingefühl und seiner Art für ihn der Richtige ist. Einer der Drumherum redet, ist bei mir persönlich bei meinen eigenen Dingen nicht passend, ich brauch da schon eher jemand, der dann auch mal präzise auf den Punkt kommt und mich mit den Dingen konfrontiert...auf Deutsch gesagt: Exakt so klar in seiner Aussage, wie ich es eben bei meinen Klienten bin

 

Gehe ich zum Heilpraktiker und er gibt mir Tipps, wie ich meine körperlichen Probleme lösen kann, aber weiterhin auf der Couch sitzen bleibe und den Hintern nicht hochbekomme, wird auch er erfolglos sein…in meinen Augen, weil er mir ja nicht geholfen hat, statt mein eigenes zutun eben zu sehen.

 

Bei einer Klientin zeigte ein Hund schwere Symptome, ich nahm den Hund aber durchaus als gesund wahr und bat sie, sich mal durchchecken zu lassen. Sie sagte, bei ihr wäre alles Bestens und ich müsste mich getäuscht haben. Sie bat eine zweite Tierkommunikatorin nach ihrem Tier zu schauen und erhielt ausschließlich Antworten, was ihr Tier betraf. Zwei Wochen später schrieb sie mich an, um mir zu berichten, dass sie einen leichten Schlaganfall erlitten hat und sich an meine Worte erinnert hat. Meine Tiere bringen sicherlich ihr Eigenes mit, sobald es mich aber trifft und mich selbst ins Wanken bringt, hat genau die Emotion, die damit getriggert wurde, mit mir zu tun… weshalb ich zu 99,9% nicht nur an den Themen meiner Tiere arbeite, sondern sofort bei mir schaue, warum dies ausgelöst wurde.

 

Natürlich möchte ich damit nicht sagen, grenzenlos jedem und allem zu Vertrauen, sondern eben schon auf sein Bauchgefühl hören und eben offen sein, für andere Sichtweisen und mal die Perspektive wechseln. Bei jeder Arbeit an sich oder seinem Tier, sollte man sich oder sein Tier natürlich auch wiederfinden und ein gutes Gefühl bei der Zusammenarbeit für sich empfinden.

 

Ich könnte das Thema noch unendlich ausschweifen, aber im Kern ist Vertrauen die Basis jeder Zusammenarbeit… in diesem Sinne