Die Erde geht uns Alle an

Mir ist bewusst, dass solche Beiträge dieser Art nicht gern gelesen oder geliked werden, weil man sich entweder nicht tadeln lassen möchte, evtl. das Gefühl hat, dass wäre nun der 1000`ste Beitrag, der wieder mal den Finger hochhält oder einer einem missionieren möchte.

 

Auch weiß ich, dass meine Beiträge gerne gelesen werden, wenn es um Tiere, Hunde oder aus meinem Erlebten geht. Doch jeder der meine Beiträge liest, weiß auch, dass ich gnadenlos direkt und ehrlich bin.

 

Doch, es gibt nicht nur Feenstaub und Licht und Liebe, so darf ruhig eben auch mal "erinnert" oder aufmerksam gemacht werden.

Und ja, es ist schöner, etwas zu teilen oder zu schreiben, wo einem das Herz aufgeht und man schmunzeln kann. Doch bin ich der Meinung, dass man auch mal auf die Schattenseiten aufmerksam machen darf und dies ruhig nicht nur von einer Seite geschehen soll.

 

Ich missioniere weder, noch verderbe ich jemanden seine Freude an etwas, noch halte ich den Finger hoch oder bewerte jemanden nach etwas. Ich selbst bin mir auch bewusst, dass ich hier und da noch einiges verbessern kann und zur Veränderung beitragen kann. Jeder soll und darf das tun, was er meint, dass es für ihn stimmig ist und es ihm damit gut geht.

 

Selbst ich, lese keine Beiträge von misshandelten Tieren, teile und like sie nicht, weil ich selbst dort keine Energie reinstecken möchte. Doch was ich lese, sind Beiträge, wo es um unsere Erde geht. Um den Klimawandel, was passiert, wenn man es nicht mehr rechtzeitig schafft, das Ruder umzulenken. Auch bin ich kein Freund davon, mir Dokumentationen anzuschauen, eine Träne zu verdrücken und im nächsten Atemzug so zu tun, als würde es mich nicht betreffen. Ich gehe auf keine Demos, halte kein Schild hoch und lebe aber dann genau das Gegenteil. Wir (mein Mann und ich) versuchen im Stillen und leise unser Leben bewusster zu leben.

 

Obst und Gemüse kaufen wir regional. Fleisch gibt es so gut wie gar nicht, unser Grill verrostet eher und wenn es das gibt, dann von Biohöfen regional. Regional bedeutet, jeder achtet auf Nachhaltigkeit wo selbst die Futtermittel regional bezogen werden. Wir lesen uns die Zutatenliste durch, verzichten auf Palmöl und weitgehend auf Soja. Wir essen gerne Eier, aber dann eben von einem Bio-Hof, wo das Ei 45 Cent kostet. Wir versuchen im Haushalt auf Ökologische Mittel umzusteigen soweit es geht.

 

Nein, wir klöppeln unsere Taschentücher nicht selbst. Auch bestellen wir online was, wenn es das vor Ort nicht gibt. Sicherlich fahren wir auch Auto. Auch achten wir auf saubere Kleidung und benutzen Kosmetik. Wir laufen nicht in Leinentücher und Ökolatschen rum und achten auf ein gepflegtes Äußeres und schauen, was man braucht, damit es einem gut geht. Wir essen gerne und mit Genuss. Aber, wir versuchen Stück für Stück nach Veränderung zu suchen, Dinge zu ersetzen, mit denen man gut Leben kann, selbst kein Nachteil davon hat und eben noch etwas Gutes für die Erde tut.

Wir schimpfen auf die Politik, zeigen mit den Fingern auf die Menschen, wo wir der Meinung sind, die können doch eher was verändern. Jeder Steuererhöhung, die auf Fleisch oder Güter aus dem Ausland erhoben werden soll, wird motzend argumentiert. Gesetze, die mich persönlich nicht treffen, werden gut geheißen…trifft mich ja nicht. Wir schimpfen auf die „Reichen“, weil wir neidisch sind, nicht selbst so einen Reichtum zu besitzen, obwohl wir es nicht anders machen würden, wären wir in deren Lage. In der Politik wird jeder, der annähernd versucht, etwas Positives umzusetzen, oder ein Gesetz erstellt, was gegen den Klima Wandel wäre, nach einer gewissen Zeit degradiert und das Gesetz wieder erlassen. Zumindest ist das in vielen anderen Ländern so. 

 

Wenn man Berichte über den Klimawandel liest über deren Politiker berichtet wird, dann kommt es mir oft so vor, wie „Gollum“ aus der Herr der Ringe, der seinen Schatz in den Händen hält aus Habgier und Eigennutz, ohne sich bewusst zu werden, welche Macht er in den Händen hält.

 

Seinen eigenen Arsch so hoch zu halten, wie es nur geht, ohne dabei Rücksicht zu nehmen, dass die Güter der Erde ausgebeutet werden.

 

Wie oft höre ich den Satz „Ein Einzelner kann nichts verändern“, doch….die Nachfrage bestimmt das Angebot, jeder Einzelne kann im Kleinen was verändern und zusammen kann das Kleine etwas Großes bewirken. Achtsamer, bewusster, respektvoller und mit Demut mit der Erde und den Lebewesen, die darauf existieren, da würde man schon viel erreichen.

 

Ernährung ist eine Frage der Intelligenz, ist meine Meinung…vieles tut dem Körper nachweislich nicht gut, Krankheiten sind mittlerweile durch falsche Ernährung selbst erschaffen.

 

Mir persönlich kommen die Tränen, wenn ich lese oder sehe, welche Arten der Erde mittlerweile ausgestorben sind, oder vom Aussterben bedroht sind. Es zerreißt mir förmlich das Herz, wenn Lebewesen zu Forschungszwecken missbraucht werde und ich frage mich bewusst, was ich noch tun kann, um wenigstens ein Umdenken anzustreben oder eine Veränderung hervorrufen kann. Schaue ich mir Dokumentationen an, wo Affen zu Forschungszwecken benutzt werden und sich gemeinsam an den Händen halten, um sich Trost zu spenden, sitze ich Tränenüberströmt davor und brauche ewig, um mich wieder zu fangen. Mich schüttelt es regelrecht und ich könnte erbrechen, wie erbärmlich die Menschen sind, die Gutmütigkeit mancher Lebewesen so auszunutzen.

 

Mag sein…wer keine Kinder hat und mittlerweile im mittleren Alter, wird dieses Ausmaß nicht mehr erleben, vielleicht nur kleine Züge dessen, kaum Einschränkungen. Aber hier geht es schon lange nicht mehr nur um mich allein.

 

Und wenn ich nur einen Einzigen mit meinem Beitrag erreiche, der damit bis zum Ende gelesen hat, der nun versucht bewusster zu Leben und der dann wieder einen anderen damit erreicht, dann ist dies schon ein Erfolg für mich.

 

Wir sind so klein, im Gegensatz und zum Vergleich zu der Erde und ihren Lebewesen, die darauf leben, doch sie sind uns unterlegen und wir können so viel bezwecken mit einem Umdenken und Handeln unsererseits.

 

Danke fürs Lesen ❤️

 

*darf gerne geteilt werden*