Wunder

Wenn Menschen wegen ihrer Tiere zu mir kommen, weiß ich im Vorfeld nie, was ich wirklich erreichen kann. Nicht selten, ist die Bereitschaft des menschlichen Begleiters, auf alles was da kommen möge, sehr ausschlaggebend. Na, und natürlich, dass das Tier bereit ist, diesen Weg mitzugehen. Ebenso darf Heilung nur so weit geschehen, wie die Erfahrung, die dahintersteht oder was es dabei zu lernen gibt.

 

Nicht selten zeigen Tiere mit ihren Krankheiten was bei uns ggf. im Argen ist, möchten uns „anschubsen“ oder wollen uns auf etwas hinweisen. Für uns Leiden und sich Opfern, nein….das tun unsere Tiere nicht. So nehme ich es zumindest nicht wahr.

Ja, sie ähneln sich (Mensch und Tier), auch gibt es viele Parallelen und nicht selten, zeigt das Tier, wenn etwas bei seinem Menschen nicht stimmt. So habe ich oft auch die Menschen bei mir in der Behandlung, damit das Tier nicht mehr spiegeln muss und der Mensch selbst ins Tun kommt.

 

Manchmal sind auch mir die Hände gebunden und ich komme nicht auf den Lösungsweg, oder ich kann die Erfahrung, die das Tier und der Mensch dadurch machen muss, nicht verändern…oder gar nichtig machen. Alles im Leben dient dazu, zu lernen und im Zusammenleben mit unseren Tieren, werden wir eben oft intensiv ran genommen.

 

Mein alter Hundebub hat von klein auf Probleme mit den Augen. Stets trockene Augen gehabt und leicht gerötete Augenlider. Ich kann mich erinnern, selbst als junger Hund waren wir ständig an den Augen dran. Mal Homöopathie und mal auch mal eine Salbe mit Antibiotika, weil die Entzündung zu heftig war. Auch war es schon immer ein Thema bei ihm, dass er zu wenig Tränenflüssigkeit produziert hat, aber nie so schlimm, dass man täglich konsequent eingreifen musste, sondern nur immer phasenweise. Da er auch noch mit vielen Allergien zu kämpfen hat, war es immer in der Zeit, wenn die Allergie am höchsten war. Jegliche Bioresonanzen haben auch nie dauerhaft geholfen.

 

Vor 2 Jahren wurde es so heftig, dass seine Augen förmlich eiterten und man gezwungen war, die Augen feucht zu halten und regelmäßig zu tropfen. Da ich nicht mehr weiter wusste und ehrlich gesagt, einfach mal etwas abgeben wollte und mich zu nah an meinem eigenen Hund gefühlt habe, bin ich in die Tierklinik. Dort war ersichtlich, dass der Hund ein Problem mit den Augen hat, doch sie waren erstaunt, dass er überhaupt noch sehen kann. Auf dem einen Auge produzierten die Tränendrüsen nur zu 10% und auf dem anderen noch zu 50%. Unserer ständige Befeuchtung der Augen war es zumindest zu verdanken, dass wir die Augen dadurch die ganzen Jahre erhalten haben. Dann stellten sie die Diagnose „Keratokonjunktivitis sicca“, eine Erkrankung der Binde- und Hornhaut, die durch das langsame oder plötzliche Versiegen der Tränenproduktion entsteht. schulmedizinisch gibt es einige Lösungsansätze, bzw. zweierlei Medikamente, die aus der Humanmedizin stammen. Also war der Vorschlag, mit einem Präparat zu starten und aufgrund dessen, dass es auf einer Basis von Maiskeimöl ist und er diese nicht vertragen hat, wurde für ihn extra die Tropfen auf einer Basis von Mandelöl hergestellt.

 

Leider wurden seine Augen schlimmer und gereizter, zudem brannten sie förmlich, weshalb er selbst immer ständig gerieben hat. Gut, dann kurze Zeit später, das anderer Präparat. Wo man direkt zuschauen konnte, wie das Präparat die normale Funktion herstellte, kein brennen, kein reiben und eine endlich wieder erhöhte Produktion der Tränenflüssigkeit. Zu dem Zeitpunkt schlich sich nur eine Nebenwirkung des Mittels mit ein, was mir noch nicht bewusst war. Nach kurzer Zeit bekam er Sodbrennen, schmatzte und hatte vermehrt Durchfall. Nach 3 Monaten also wurde die Salbe wieder abgesetzt. Magen-Darm Probleme hörten auf und die Augen wurden wieder schlimmer, gefühlt sogar heftiger als zuvor. Die Tierklinik ratlos und mit dem Hinweise, mir wohl in diesem Fall nicht mehr helfen zu können.

So tropften wir stündlich Hylo-Gel, um die Augen zu befeuchten, wozu seine eigenen Tränendrüsen nicht mehr in der Lage waren. Für viele im Bekanntenkreis war es denkbar unmöglich, dass wir dies dauerhaft bewältigen können, weil stündlich die Augentropfen, bedarf es die Bereitschaft von meinem Mann und mir, dafür zu sorgen, dies nicht zu vergessen.

 

Die Alternative, wenn wir es nicht gemacht hätten, wäre die Erblindung, die ich so nicht hinnehmen wollte….vor allem nicht, wenn es durch meine Nachlässigkeit und mangelnder Bereitschaft unsererseits entsteht. So wurden die Augen morgens und abends gespült und stündlich getropft. Lediglich ab 22:30, bis morgens um 5:30 machten wir in der Nacht eine Pause um morgens als erstes nach dem Aufstehen, die Augen sofort zu befeuchten.

 

Zu dem Zeitpunkt, wo wir die Salben und Tropfen der Klinik abgesetzt haben, konnte er sein linkes Augen kaum noch öffnen und man sah deutlich, dass es Probleme gemacht hat. Mein Mann und ich, waren uns fast sicher, bei diesem Augen, was nur noch zu 10% Tränenflüssigkeit produziert, den Kampf verloren zu haben und er irgendwann dieses Auge verlieren wird.

 

Im Sommer entschied ich mich, ein Homöopathisches Mittel gegen seine Allergien zu geben und mit einem Nahrungszusatz anzufangen, außerdem leitete ich die Blockade aus. Zusätzlich bereiste ich es schamanisch und gefühlt tropften wir zwar immer, wenn wir dran dachten, aber die Augen wurden irgendwie besser, so dass ich sie nicht mal mehr reinigen musste. Im Urlaub vergaß ich den Zusatz, weil er alle war und ich nicht nachbestellt habe, mir war aber nicht bewusst, dass dieser Zusatz irgendwie ausschlaggebend war. Es wurde zusehends schlechter und die Augen fingen wieder zu schleimen an, obwohl nicht mehr ganz so stark wie es mal am Anfang war. Zuhause bekam er dann wieder den Zusatz ins Futter und die Augen hörten das schleimen auf.

 

Mittlerweile ist seit meiner Behandlung ½ Jahr vergangen, er wird nicht mehr stündlich getropft und bekommt lediglich noch den Zusatz ins Futter, wenn auch nur noch minimal dosiert. Vor 2 Wochen war ich in der Klinik und ließ das Auge untersuchen, das eine was bei 50% war, ist nun bei 95% Tränenflüssigkeit und das andere was bei 10% war, ist nun bei 80%. Selbst in der Klinik war man sprachlos, weil es dafür ja eigentlich keine Heilung gibt…also, auf anderem Wege außer die Schulmedizin.

 

Das ist das, was ich meine…manchmal sind Wunder möglich, manchmal darf man daran glauben.

 

Meine Tiere kommen oft mit vielen Dingen daher, Dinge, wo es schulmedizinisch viel zu kompliziert wird und manchmal nicht heilbar. Im Außen bin ich bereits oft kritisiert worden, weil man doch so viel gar nicht seinem Tier geben kann und ja, manchmal fehlt auch die Bereitschaft. Dabei haben wir nie aufgegeben und immer das Beste für alle gemacht und vor allem, das dass Leben für meine Hundekinder lebenswert ist.

 

Ich habe nie gesagt, dass es immer einfach und unkompliziert ist, den Kampf verlieren, kann man dabei auch. Obwohl ich aufgegeben habe zu kämpfen, sondern versuche es eher anzunehmen, denn da mache ich mehr „Raum“ frei, energetisch gesehen, als wenn ich den Kampf ansagen. Ich bereise die Ursache, will den Grund wissen und lasse es nicht einfach so stehen. Welcher „Lerneffekt“ dahinter steht, das weiß ich oft erst im Nachhinein.

 

Mit so vielen Dingen kamen sie schon an, wo Tierärzte ratlos waren, oder nicht weiter wussten, aber so vieles, durfte gehen und wurde sanft aufgelöst, energetisch oder homöopathisch. So vieles haben wir bereits gemeinsam bewältigt.

 

Ja, meine Hundekinder fordern mich, mich für neue Dinge und neue Erfahrungen zu öffnen…aber eins haben sie mich immer gelehrt, dass es Wunder geben darf und es nichts gibt, was es nicht gibt. Sie lieben uns unendlich, so wie wir sie….und dafür danke ich ihnen unendlich, dass sie sich mir anvertrauen.

 

Manchmal ist es die Erfahrung, das dazu lernen an neuem Wissen oder eben auch, die Bedingungslose Liebe…eine Ebene tiefer, meine Hundekinder sanft zu tragen, ohne selbst zu fordern🦋❤️

 

©️ Text und Bild privat