Vertrauen...welchen Wert lebst du

 das stille Abkommen....

 

Wie ist das für Dich, wem oder was, vertraust Du Dich mit Deinen Problemen an?

 

Wo weißt Du, dass Du Dich zu 100% „nackig“ machen kannst, ohne letztlich das „Gespräch“ zu sein?

 

Ich möchte bei mir beginnen?

 

Mit 14 Jahren wurde ich ja aus meinem kompletten Umfeld in ein ganz anderes gesteckt, von da ab, veränderte sich meine Welt, etwas in mir starb, da ich nicht mehr das bekam, was mir vertraut war. Vorher hatte ich Freunde und Sandkastenfreundinnen. Wir hockten zusammen, machten Blödsinn und erzählten uns das, was uns beschäftigt …Schule, Jungskram, Ungerechtigkeiten unserer Eltern, so wie wir es wahrnahmen. Dann bei mir der Cut…zack neues Umfeld. Keine Annahme, weil einfach schlechte Kombination für die falsche Umgebung. Kein Rückhalt, der in diesem Moment so wichtig gewesen wäre.

 

Letztlich kamen zu meinen eigenen familiären Mustern, noch die Muster im Außen dazu. Dann nähert man sich an, findet wen, tastet sich ran und traut sich mal zu trauen. Am nächsten Tag dann, kommt man in die Schule und alle tuscheln und einer erhebt sich, kommt zu Dir und haut Dir das auf den Tisch, was Du im Vertrauen einer anderen Person gesagt hast…ja, Teeniekram könnte man jetzt hier sagen oder einer dieser amerikanischen Collegefilme, wo das hässliche Entlein am Ende zum Schulballstar wird. Was wäre ich dankbar gewesen, wenn es letztlich nur ein Film gewesen wäre.

 

Irgendwie zog sich das so weiter…man vertraut was Stilles, Geheimes an, egal ob in der Familie, Kollegen, „Freunden“, zack….bringt es jemand anderes, der darin gar nicht vertraut war, auf den Tisch. Für mich jedes Mal ein Schlag unter die Gürtellinie.

 

Mit 24 Jahren bin ich damals zu einer Kinesiologin gekommen, um meine „kindlichen traumatischen Konflikte“ aufzuarbeiten, weil mir bewusst war, nur so kann ich gestärkt raus gehen, wenn ich die alten Verletzungen und Glaubenssätze hinter mir lassen kann. Später erfuhr ich, dass meine Themen, die ich allein mit ihr bearbeitet habe, weitergetragen wurden…zu Kollegen, Familie und zu meinem Mann. Alles wurde brühwarm erzählt und belächelt. Zack…wieder ein wenig die Illusion genommen, wenn schon bei angeblichen „seriösen Therapeuten“ dieser Ethikcode missachtet wird. 

Ich habe in meiner Praxis Ehepaare, Geschwister, Familien, Unternehmer, Kollegen, Freunde, Bekannte und Bewohner aus dem Dorf. Für mich war es höchste Priorität, verschwiegen zu sein. Ich kann doch nicht zu dem einen sagen „ach ja, das hat Dein Kollege mir schon erzählt, war ja klar, mit dem Konflikt, den er hat, konnte er das nur so aufnehmen“. Auch, wenn Schwestern bereit sind, sich bei mir zu öffnen, dann kann ich doch die Schwestern nicht gegeneinander austragen? Jeder hat für sich in dem Moment seine eigene Realität aus einem anderen Bewusstsein, hier gilt es „neutral“ zu sein, zwischen den Zeilen zu lesen und jeden dort abzuholen, wo er gerade steht. Sicherlich entsteht bei mir dann ein ganzes Bild, wenn ich eine komplette Familie im Mentoring habe, dennoch…ich hab nicht das Recht zu manipulieren, suggerieren oder den anderen in die Pfanne zu hauen.

 

Das eine bringt mein Job im therapeutischen Bereich mit, das andere, ist mein ganz eigener Wert.

 

Wenn ich mit meiner Freundin, die eine Straße weiter wohnt, Gassi gehe und sie mir was anvertraut, kann ich es nicht zwei Straßen weiter oder gar beim nächsten Gartenzaun Tratsch zum Thema machen. Das nennt man Respekt. Respekt und Verschwiegenheit, der in vielen Beziehungen des Miteinanders verloren gegangen ist und diese Werte, die seltener geworden sind.

 

Ich höre und erfahre viel, doch es bleibt stehts bei mir…verschlossen, wie in einem Tresor. Das ist ebenso meine Erwartung, an die Menschen, denen ich mich anvertraue…wurscht, ob Familie oder Freunde.

 

So ist es auch leider in vielen Familien, wenn man sich anvertraut mit einem großen Problem, damit meine ich jetzt nicht, dass man sich gestern ein paar Schuhe gekauft hat und ich mich für die falsche Farbe entschieden habe, sondern eine „intime Offenbarung“ dann hat es nicht weitergetragen zu werden, aber ebenso sollte dies SelbstVerständlich sein, dass ich mich öffnen darf, verletzbar zeigen darf, ohne auf die Schlachtbank geführt zu werden.

 

Da bröckelt was….da geht was kaputt, was man nie mehr wirklich herstellen kann. Wenn dies kontinuierlich uns stetig passiert, wird der Mensch dies nicht mehr gut machen können.

 

Ich kann das einfach nicht verstehen, ob im therapeutischen Sinne, im Freundes-, Bekanntenkreis oder in der Familie, wie man den anderen mit seinen Verletzungen einfach so in die Pfanne hauen kann, ohne je ein schlechtes Gewissen zu haben, den anderen reingesaut zu haben….das da, diese Werte einfach nicht existieren, ist für mich absolut unverständlich. Auch finde ich es absolut traurig, wenn jedes Mal das Gegenüber dazu sagen muss "das bleibt aber bitte unter uns"...um so schlimmer, wenn es dann doch beim nächsten Kaffetratsch oder in der WahtsApp Gruppe raus gehauen wird.

 

Es ist wie bei einem Hund, verprügele ich jeden Tag meinen Hund, wird er zwar bei mir bleiben, aber mit gewisser Vorsicht Abstand von mir nehmen, weil ich jedes Mal ein Stück des Vertrauen, was er in mich setzt, vernichte. Ich kann ihm jeden Tag mit guten Worten und tollen Leckerlies zeigen, dass ich es nicht so meinte und er mir vertrauen kann….doch skeptisch bleibt er weiterhin, wenn ich sein Vertrauen missbrauche….ich darf es mit Taten beweisen, mit meinem ganzen Sein/Leben ausstrahlen, bei meinem Wort bleiben …stets und immer….

Mein Tier wird alt, was nun...

Da ich in letzter Zeit vermehrt immer mal Anfragen bezüglich älterer Tiere gehabt habe, möchte ich dazu ein paar Gedanken los werden.

 

Ich weiß, dass die Sorge groß ist, wenn man plötzlich mitbekommt, dass sein Tier altert. Sich mehrere Wehwehchen häufen und man ggfls. auch bemerkt, dass sie sich im Verhalten ändern. Ging und geht mir nicht anders und ich sitz oft da und beobachte mit Argus-Augen. Ja, eine Tierkommunikation ist da auch hilfreich, selbst nur, um zu erfahren wie es meinem Tier geht.

 

So kann ich es aus meiner Erfahrung berichten und auch aus dem, was ich als „Normal“ empfinde. Vor nicht ganz einem Jahr war mein Hundesenior schon 12,5 Jahre alt, die Gassi-Runden wurden zunehmendes kleiner, manchmal an den WE ging er noch die 3km Runde gemächlich mit, das entschied er dann oft selbst, weil er eben gerne mit seinem Hundemädchen dabei sein wollte. Oft war es so, dass man Mann und ich gemeinsam los gingen, sich aber dann die Wege trennten. Ich die Größere mit dem Jungspund und er die Kleinere mit dem Senior. Ist mein Mann beruflich unterwegs, laufe ich 2 getrennte Runden. Beim Hundeopi spürte man deutlich, er entschied die Runden nach seinem Gusto, so machte er auf seiner Spielwiese halt, um verstecken mit seinem Spielzeug zu spielen und mit sich selbst „Mullefatz“ zu machen. Was heißt, er hüpfte im Kreis und feuerte sich selbst mit seiner Kordel an (den Ball haben wir mit zunehmenden Alter bereits entfernt).

 

Plötzlich von jetzt auf nu wurde die Arthrose schlimmer, von einem Tag auf den anderen lief er schwerer und die Schmerzschübe wurden öfters. Wobei ich erwähnen möchte, dass wir bereits in jungen Jahren mit dem „Ballhetzen“, übermäßiges Treppensteigen, Stopp an Go Spiele usw. aufgehört haben bzw. dies sehr eingeschränkt, bis gar nicht gemacht haben. Ebenfalls bekam er von jung an Physio, Chiropraktik und hochwertige Zusätze (Gelenksunterstützend und gegen die Arthrose) ins Futter. Im Alter von 6 Jahren stellte man bereits Spondylose im LWS und HWS, Bandscheibenvorfall im TH und Arthrose in der Schulter, Ellenbogen und den Knien fest und eine viel zu kleine Patella für das Gelenk. All das, obwohl wir ihn nie diverse Spielchen haben machen lassen, aber aufgrund seines Körperbaus, war das ebenso. Bis vor ca. einem Jahr, kamen wir so gut wie ohne dauerhafte Schmerzmittel zurecht, weil wir wirklich alles ausgeschöpft haben, um ihn so gut es geht, fit zu halten. Quasi von einem Tag auf den anderen, konnte man ihm ansehen, dass der Körper nachlässt und all das, was er so liebte, wie das Rennen über die Wiese und sich im Kreis drehen, nicht mehr möglich ist…ohne dann gleich erst 5 Tage Pause zu machen, damit er sich erholt.

 

Jetzt ist er 13,5 Jahre alt, bekam lediglich im Sommer eine Schmerzmittelkur gespritzt, erhält CBD Öl und ein Zusatz. Wir gehen 2x die Wochen zum Physio-Schwimmen, ich massiere ihn jeden Abend und dehne die Gelenke, unsere Böden sind mit rutschfesten Decken ausgelegt, er trägt an den hinteren Pfoten Söckchen (die wir gefühlt alle 15min hoch ziehen) und das Gassi, da beobachten wir ihn gut, er läuft 1,5 -2,5 km am TAG in Etappen. Wir haben uns sogar einen Wagen gekauft, damit er an Stellen kommt, wo er allein nicht mehr hinkommt…jeden Tag das gleiche sehen und schnüffeln, ist ja schließlich langweilig.

 

Kommen dann Anfragen, wo beklagt wird, dass der Hund 15 Jahre, plötzlich nicht mehr mit wandern gehen kann und das die Familie nun sehr einschränkt, weil sie das eben gerne 4x im Jahr gemacht haben oder der Hund, der sonst immer am Tag seine 10km neben dem Rad mit fuhr und dies eben im zunehmenden Alter nicht mehr kann…tja….dann frag ich gern, wie das mit der 94-jährigen Mutti ist, ob die nun am Tag noch ihre 10km läuft oder auch ihre Tätigkeiten nun eingeschränkt sind.

 

Ich weiß, mit einem alten Tier, ändern sich die Gewohnheiten…aber, haben sie es nicht verdient, dass man ihnen gerecht wird? Ich unterscheide schon, wenn mein Opi alle Std. denkt, nun essen zu wollen, dass ich ihn auch mal auf sein Platz verweise oder dieses Betteln ignoriere. Ich kann schon unterscheiden, was Sturheit und das Ausnützen der Vorzüge sind oder was wirklich dem Alter zu gesprochen wird.

 

Mich persönlich macht es traurig, wenn ich dann höre „der muss das ab und muss eben noch am Tag seine 5km laufen“, bei meinem Opi könnte ich dann einen Haken dran machen, weil er das körperlich gar nicht mehr schafft. Nur weil es Tiere sind, haben sie doch kein anderes Verhalten, wie es ein älterer Mensch auch hat.

Was verändert sich also, wenn sie älter werden?

  • der Schlafrhythmus kann durchaus anders sein. Es gibt Tage, da schläft unser Opi bis der Wecker klingelt und an manchen Tagen, ist er um 3Uhr in der früh ausgeschlafen und hofft darauf, endlich jemand wach zu bekommen, damit das Essen fertig wird

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    sie laufen gemächlicher, sparen sich ihre Kraft ein (während das Pöbeln mit anderen Hunden noch durchaus gerne gehen würde oder das Spielen gern noch gefordert wird)

  • sie werden sturer und eigensinniger, zeigen klar, was sie wollen und was nicht…oder ignorieren es einfach

  • haben vermehrt Hunger, weil sie einfach vergessen haben, dass es bereits Essen gab und, schaffen nicht mehr so große Portionen auf einmal, weshalb wir das Essen aufteilen

  • der Magen macht Probleme und sie kämpfen mit Sodbrennen, weshalb wir auch hier Vorsorgen. Ggfls. darf das Futter altersgerecht angepasst werden.

  • hören nicht mehr so gut…oder hören nur noch das, was sie hören wollen. Manchmal schrei ich mir ein Wolf, um ihn zum Gassi zu rufen und er sitzt in der Küche und hört nicht. Öffne ich aber still und leise 30km entfernt das Honigglas, sitzt er direkt hinter mir ….

  • laufen schwerer, staksiger und steifer. Brauchen, bis sie sich einlaufen und benötigen ggfls. Unterstützung. Decken oder ABS Söckchen (während wir beides haben). Rampen fürs Auto, Wagen, unterstützendes Geschirr, um hoch zu helfen.

  • bei nasskaltem Wetter verschlimmert sich das Gangbild, frag mal einen Rheuma oder Arthrose Geplagten, wie der über die Nebel Zeit schimpft. Weshalb wir hier ein Fleece-Mantel anziehen. Jaaaa, auch große Hunde können so etwas durchaus tragen.

  • wollen dennoch spielen und geistig ausgelastet werden, gerade dann, wenn sie geistig noch fit sind und voll da. Unser Opi fordert sein abendliches Spielen und geistiges Training ein.

  • haben manchmal seltsame Verhaltensweisen. Unser Opi buddelt dann wie bekloppt in seinen Kudden rum oder dreht die Spielzeugbox auf links, um dann 10 min später geschafft auf der Seite zu liegen

  • benötigen Hilfe aufgrund gewisser körperlicher Einschränkungen. Unser Opi bekommt die hinteren Pfoten nicht mehr so gut hoch, um sich selbst zu kratzen, da wird eben einmal durchgekrault und unterstützt, wenn man es sieht.

  • brauchen Gelenkunterstützende Bewegung, um nicht vollkommen einzurosten. Physio, Unterwasserlaufband, kontrolliertes Schwimmen, Gassi-Gänge in Etappen

  • sie sind anhänglicher und wollen nicht mehr so oft allein sein. Mein Opi sucht plötzlich das Herrchen oder mich, weil er nicht mitbekommen hat, dass wir nur eine Tür weiter sind. Ebenso kuschelt er viel mehr als früher und lässt sich einmal am Tag so richtig durchknautschen, wobei er als junger Hund er „klein Grumpy“ war

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir jung waren und unseren ersten Hund hatten, haben wir uns über „Manteltragende Hunde“ lustig gemacht, auch das Kutschieren im Wagen. Schließlich haben wir einen kernigen Hund…tja….so schnell ändert sich die Ansicht….aber auch kernige Hunde, können bei gesundheitlichen Einschränkungen durchaus Probleme haben. Klar, wenn kleinere Hunde nur noch getragen werden oder in Handtaschen geführt werden und man den Anschein hat, dass sie keine Beine haben, ist das ein anderes Extrem und hat nichts mit gesundheitlichen Einschränkungen oder normaler Hundehaltung zu tun. Ich kann das bei unseren Touren gut beobachten, da wird man belächelt und Aussagen kommen „hat der Hund keine Beine, weil er gefahren wird“ oder „hat der kein Fell, weil er ein Mantel trägt“. Während Menschen, die ihre Tiere lieben, es nicht anders machen und es bei uns nachvollziehen können, was wir für den Opi machen. Unsere 3,5-järhige Hündin, trägt bei kaltem Wetter übrigens auch einen Mantel, um ihre Niere zu schützen, lediglich die Ausnahme, dass sie nicht im Wagen spazieren gefahren wird.

 

Das darf doch jeder für sich selbst entscheiden, ich bin kein Freund von „verpimpeln“, wenn ich aber meinem Hundeopa damit das Leben erleichtere, dann tue ich das gerne. Ja, auch weiß ich, dass ein Wolf das nicht bräuchte, aber…ich lebe ja schließlich auch nicht mehr in der Höhle und bedecke mich mit einem Bärenfell, wenn´s kalt ist. Die gezüchteten Hunde sind mittlerweile sehr weit weg, vom Ursprung. Unsere Rasse stammt aus der Schweiz und wird auf der Alm zum Hüten der Kühe genommen. Also, durchaus eine kernige Rasse. Früher war es wahrscheinlich auch so, dass die Hunde nicht alt wurden, wenn ihnen was gesundheitlich gefehlt hat. Aufzucht und Leben bei den Menschen hat sich verändert. Zumal ich weder auf einer Alm lebe noch eine Kuhherde besitze, um seinen Genen gerecht zu werden und sie dennoch in ihrem Leben ganz glücklich sind, mit den menschlichen Anforderungen.

 

Unsere Hunde sind Familienmitglieder, da wird eben auch auf die Bedürfnisse geachtet und mir liegt es fern, mein Opi einschläfern zu lassen, nur weil er uns mehr einspannt, unsere Lebensgewohnheiten sich dadurch ändern oder sein gesundheitlicher Zustand, für uns ein „Umstand“ ist. Ich kann es eher nicht nachvollziehen, wenn ich erfahre, wie meinen seinen Hundesenior zu Grunde richtet, nur weil ich der Meinung bin, er müsste noch all das mitmachen, wie es immer war. Gott sein Dank, sehen es die Menschen, in meinem direkten Umkreis ähnlich und handhaben es mit ihren Tieren nicht anders.

 

Eine mitdenkende und gesunde Weise, im Umgang mit seinem (alternden) Tier, das würde mir am Herzen liegen. Wenn das auch nun sehr Hundebezogen geschrieben ist, so passt das wohl auch auf andere Tierarten ganz gut. Sicherlich fährt man eine Katze nicht im Wagen spazieren oder häkelt ihr ein Mäntelchen, aber ich geh mal davon aus, dass hier jeder Tierhalter die Anregung verstanden hat

Man darf eben gut beobachten, wie es seinem Tier geht. Leid, empfinden wir Menschen, weil wir es nicht sehen können und nur, weil es schwerer aufsteht oder nicht mehr alles machen kann, leidet ein Tier nicht. Unser Opi ist sehr glücklich in seinem Leben, weil´s wir passend machen.

 

Schließlich hetze ich die 94-jährige Mutti oder den Opi auch nicht mehr durch die Straßen, also…sollte man normal nicht tun, wenn man sie noch gerne bei sich hat.

Kann jeder schamanisch Reisen?

Das war kürzlich eine Frage, die an mich gestellt wurde.

 

Ja, kann man, lediglich offen dafür sollte man sein, dass es Dinge gibt, die sich nicht beschreiben lassen.

 

Nun, bevor wir „Reisen“, bespreche ich alles in einem Vorgespräch, egal ob telefonisch oder vor Ort in der Praxis. Ich erkläre Schritt für Schritt. Letztlich, was ich nicht erklären kann, was wir in der Reise sehen oder was nicht, weil hier werden wir geführt zu dem jeweiligen Thema, was wir zu Beginn in das Feld gegeben haben.

 

Zum einen habe ich Klienten, die können sich tatsächlich nicht darauf einlassen, visuell wahrzunehmen und benötigen meine Erklärung. Oft kann es auch sein, dass das Unterbewusstsein dicht macht, aus Angst, etwas zu sehen, was man nicht sehen möchte. Da gehe ich eben vorweg und beschreibe alles, was ich sehe, bzw. durch was ich geführt werde. Kommen wir auf den Anteil, der sich in einer Situation abgespalten hat, erkläre ich die Situation, die sich mir zeigt. Spätestens da fühlt sich der Klient emotional hingezogen, entweder erinnert er sich, an genau die Situation, wie ich sie beschreibe oder es trifft ihn emotional sehr, das Tränen fließen oder es körperlich spürbar ist. Selbst den Glaubenssatz, den wir bei dem Anteil finden, berichten mir die Klienten oft, dass sie genau das empfinden und es nur nicht in Worte fassen konnten. Ich selbst wiederhole nur das bereits Wahrgenommene, lasse den Klienten selbst vervollständigen, ihn reinfühlen ob es sich stimmig anfühlt und man sich genau damit identifizieren kann.

 

Dann habe ich Menschen, die berichten mir, dass sie so etwas noch nie gemacht haben und erleben auf der anderen Seite plötzlich Bilder und finden sich in Situationen oder begegnen Menschen aus vergangen Situationen, wo sie sich sehr verletzt gefühlt haben. Da gehe ich dann tiefer rein, frage nach, was empfunden wurde und ob diese Emotionen noch präsent sind. Die Reisen förmlich allein und ich leite nur mit meinen Spirits an, ggf. mal hier und da hinzuschauen.

 

Andere wiederum nehmen nichts dergleichen wahr, lassen mich komplett vorausgehen und nur berichten. Erst, wenn die Emotionen kommen und ich beschreibe, wie sich der Anteil gerade fühlt, dann spüre ich, wie es den Mensch plötzlich berührt und diese Emotionen von früher noch 1:1 heute fühlbar sind. Manchmal finde ich den Anteil auch allein und verlassen in einem dunklen Wald wieder, was nicht heißt, dass man damals verlassen allein im Wald ausgesetzt wurde und sich da der Anteil abgespalten hat, es kann auch darum gehen, wie sich der Anteil in diesem Moment emotional gefühlt hat.

 

Die Bilder können auch zu Beginn der Reise etwas vernebelt sein und sich dann im Laufe nach und nach deutlicher zeigen, dass sich der Schleier lichtet.

Was oft alle berichteten, dass sie deutlich vorher eine Energie spüren konnten, bevor ich was ausspreche. So ist es nicht selten, dass man bereits die Kraft, eines Krafttieres spürte, bevor man es sah. Einer meiner Spirits ist eine Bärin, sie kümmert sich um die verletzten Kinderanteile, diese geborgene mütterliche Energie ist plötzlich deutlich spürbar, bevor ich es ausspreche. Aber auch die Energien anderer Dinge, wie ein Fluss, ein Wasserfall oder ein loderndes Feuer, deutlich wahrnehmbar sind.

 

Sicherlich erscheint mir schon beim Besprechen im Vorfeld, ein klares Bild, ich bekomme von meinen Spirits schon die „Geschichte“ gezeigt, bevor wir überhaupt gestartet sind. Doch das behalte ich erstmal für mich, solange ich nicht weiß, was Mensch selbst wahrnimmt oder in welche Richtung es ihn zieht, weil ich nicht manipulieren möchte, sondern selbst entscheiden lassen möchte, was die Seele frei gibt, erst dann schreite ich ein, wenn ich spüre, dass aus Angst „dicht“ gemacht wurde.

 

Menschen, die das noch nie gemacht haben, sind danach fasziniert, ob es an der Energie lag, die spürbar war oder eben an den Bildern, die man sah oder dass ich ein momentanes Bild genau beschreiben kann, die sich mit der Wahrnehmung des Klienten zeitgleich deckt. Wir reisen in dem Moment in derselben Welt, dafür gibt es keine Erklärung.

 

Jeder Mensch hat eine andere Art der Wahrnehmung, aber diese zu erklären, würde hier den Rahmen sprengen.

 

Aber wirklich jeder, der sich darauf eingelassen hat, konnte in irgendeiner Weise etwas spüren. Es muss nicht immer das visuelle Sehen sein, es kann ein Erspüren sein, ein Erinnern an Vergangenes oder eben was gerade in den Sinn kommt. Für eine schamanische Reise gibt es keine Vorgabe, sondern eben nur, sich darauf einzulassen, den Kopf bzw. die Gedanken mal ausgeschaltet lassen und zu Vertrauen auf das was kommt…und, ein wenig Mut, sich dem zu stellen, was einem so lange verletzt hat.

 

Text Privat

Bild von Winterseitler auf Pixabay

Der betagte Hund

Damals, als wir den ersten Hundebuben ins Haus holten vor 17 Jahren, da machte ich mir immer Gedanken. Gedanken, wie schnell die Zeit vergeht, wie es sein wird, ihn als Hundeopa zu haben und und und....

 

Seine Pläne waren anders als unsere, weil er bereits mit 9 Jahren seine Reise antrat und die Ebene wechselte. Irgendwie spürte ich es, von Anfang an, mit dem was er mit sich brachte…in meinem Innersten spürte ich, dass die Zeit, die wir haben, nicht so lange sein wird, wie wir es uns wünschen würden und er nie Hundeopa sein möchte.

 

Der zweite Hundebub hingegen, ein ziemlich aufgeweckter und frecher Bub, dem in jungen Jahren so gut wie nichts fehlte. Erst, als sein Hundekumpel starb, da machte er uns Sorgen und bekam die ein oder anderen Wehwehchen und brachte so mache gesundheitliche Herausforderungen mit.

 

Wenn ich ihn nun anschaue, mit seinen bald 13 Jahren, dann wird mein Herz schwach. Er spürt dies immer, wenn ich mit ihm kuschele, weil ich es genieße oder, wenn mit ihm kuschele und den Gedanken habe „bitte bleib noch ganz lang bei mir“, sobald er den Gedanken wahr nimmt, steht er auf und geht. Ihn nervt es, wenn ich diese andere Energie mitbringe….melancholisch werde.

 

Doch, ich sehe auch, was er an Zeit benötigt…die Aufmerksamkeit ihm gegenüber mehr wird.

 

Abgesehen davon, dass er viele Allergien hat, hier was anderes zu Essen braucht und bekocht wird von uns. Gerade weil er nicht alles verträgt, aber sich durchaus auch mal freut, wenn er Leckerchen haben darf und das Frauchen nun eben erfinderisch werden darf. Auch die Essenszeiten, dass er das Essen auf 3x braucht und eine Kleinigkeit vor dem Schlafen gehen, damit der Magen nicht übersäuert. Seine natürlichen Zusätze, die er braucht, das sich selbst das Herrchen einen freien Tag nehmen darf und sich eine große Liste notieren darf, um nichts zu vergessen, wenn ich mal außer Haus bin. Auch mein Tag, um 5 Uhr startet, wenn das Herrchen außer Haus ist und ich beide Hundekinder habe, wo eben 2 Gassi-Runden eingerichtet werden dürfen, einmal für den Jungspund und natürlich die seniorengerechte Runde. Die Blase nicht mehr solange einhalten kann, wie bei einem jungen Hund und er einfach öfters raus muss. An der Couch und am Bett, kleine Aufstiegs Hilfen sind, damit er uneingeschränkt überall hoch kommt. Das Ferienhaus „Treppengerecht“ ausgesucht werden darf, die Fahrtzeit mit Essens und Pippi-Pausen berechnet werden sollte und der Kofferraum mehr Hundesachen mit in den Urlaub transportiert, als für Herrchen und Frauchen.

 

Selbst ein Tagesausflug, einer Auswanderung gleicht. Ich sehe, wie er meine Zeit braucht, weil er eine Augenkrankheit hat und ich täglich die Augen spülen darf und eben stündlich tropfen darf, damit die Augen nicht austrocknen und er dadurch erblinden könnte. Dazu kommt, er liebt es nach seiner Art zu spielen und fordert es ein. Ich gehe regelmäßig mit ihm zur Physio, zum Chiropraktiker und mache viele Übungen täglich selbst, abgesehen von den abendlichen kurzen Massagen, um seine verhärteten Muskeln zu lockern, die er bezüglich der Fehlbelastung hat. Wenn sein Magen selten, aber hin und wieder nachts Probleme macht und er die Nacht durch die Wohnung wandert und einfach nur meine Hilfe braucht, damit ich ihm die Schmerzen nehmen kann. Noch so vieles mehr…ja, das ist alles Zeit, die ich/wir für ihn geben.

 

Dann sehe ich aber auch immer noch den kleinen Bub, der seinen Unsinn macht. Eigenarten entwickelt hat, die ihn noch liebenswerter machen, als er es eh schon war. Vieles bestimmt er selbst und wenn er meint, den Weg rechts entlang gehen zu wollen, dann tut er das. Egal ob wir bereits ausnahmsweise am Tag genügend gespielt oder trainiert haben, da wir dies eigentlich immer nach dem Abendessen tun, wird das auch nochmals eingefordert. Wie er *grinsend* über die Wiese rennt und sich des Lebens freut. Ich schaue in seine Augen und spüre die Dankbarkeit und die Liebe, mir/uns gegenüber…sehe, dass wir Eins sind und uns auch ohne Worte verstehen und ich spüre, wie was gemacht oder verändert werden darf, damit es ihm gut geht.

Wenn ich dann auf Menschen treffe, die das Abtun in der Art „Du bist schon so alt und willst immer noch spielen“ dann frag ich mich, wie deren alte Hunde dann irgendwann ihr Leben verbringen werden.

 

Ja, er ist schon so alt und möchte immer noch spielen. Die Kondition lässt nach, auch spielt er vielleicht nicht mehr so lange wie ein junger Hund, ohne danach tief und fest zu schlafen, um sich zu erholen, aber…er spielt und das für sein Leben gern. Sicherlich Senioren-gerecht, was heißt, es werden keine Bälle geworfen oder eben darauf geachtet, dass der Boden unter seinen Pfoten nicht wegrutscht. Aufgrund seiner Arthrose und Spondylose, werden auch eher Spielchen gemacht, die sein Körper nicht noch mehr schädigen, sondern ihn eben Kopf mäßig auslasten und dennoch Spaß machen. Mein Hundesenior, liebt es auf Trab gehalten zu werden, ob es beim Spielen mit uns, mit seinem Hundemädchen oder beim einüben kleiner Tricks ist und er liebt es, wenn er bei und mit uns sein kann.

 

Menschen die zu mir kommen und mir über ihren Senior berichten und mich dann erstaunt fragen, warum der Hund plötzlich so große Probleme mit dem Essen hat, stelle ich gerne die Gegenfrage ob die Oma im Haus auch noch die gleichen Portionen wegputzt, wie als junge Frau…oder auch ihre Essgewohnheiten anders wurden und sie eben mehrfach am Tag, kleine Portionen isst, weil der Magen das nicht mehr hergibt.

 

Auch menschliche Senioren, wollen bis zu einem bestimmten Alter fit gehalten werden und lieben es, solange wie es nur geht, eigenständig bleiben zu dürfen. Selbst geistig wertvolle Gespräche sind ihnen wichtig oder manche Senioren fangen das Basteln wieder an, um sich selbst beschäftigen zu können und selbst, wenn sie mal nicht mehr können, dann wollen sie auch nicht ins Nebenzimmer geschoben werden, sondern brauchen Beistand, Gesellschaft und Unterhaltung….und nein, der Vergleich zum Menschen, ist meiner Meinung nach nicht weit hergeholt, sondern passend!

 

Dann sehe ich die, die ihren Hundesenior die Bälle werfen und sich wundern, dass er humpelnd zurückrennt…“aber, es macht ihm doch so viel Spaß“ und sich dann wundern, wenn die Schäden irreparabel sind oder der Hund starke Schmerzmittel benötigt, die dann wiederum auf den Magen gehen.

 

Ein Hund denkt nicht darüber nach, was passieren kann, wenn er dies oder jenes tut. Auch wägt er nicht ab, ob er lieber 3x am Tag kleinere Mahlzeiten fressen sollte, damit der Magen nicht überfordert ist. Sehe ich meinen Hundeopa, der würde 24Std rund um die Uhr futtern, ebenso auch humpelnd dem Ball hinterher hechten, selbst dann, wenn er Morgen nicht mehr aufstehen könnte.

Einfach sich mal ein paar Gedanken machen, auf sein Gespür achten, wie das vielleicht bei der Oma oder dem Opa noch war. Gegebenenfalls kann man sich auch Hilfe holen, Tierärzte, Tierheilpraktiker, Hundetrainer, Tierphysiotherapeuten oder Tierkommunikatoren können da ebenfalls zur Seite stehen und wertvolle Tipps geben, auf was man nun beim älteren Hund/Tier achten sollte, damit man noch lange Freude an ihm hat. Der Hundesenior muss auch keine 13km mehr am Tag mit Joggen gehen, nur weil er das immer so gemacht hat. Wenn man achtsam ist und ein wenig Feingefühl hat, spürt man „normalerweise“ am ehesten, was sein Tier braucht.

 

Mir persönlich tut es weh, wenn der menschliche Begleiter genervt davon ist, wenn sein "betagtes" Tier, nicht mehr in den Alltag passt. Dabei sollte es, als Geschenk angesehen werden, das man sein Tier noch bei sich haben darf.

 

Ich für meinen Teil, hab in jungen Jahren bei ihm vielleicht auch nicht alles richtig gemacht, aufgrund seines Körperbaus, viel zu viel Ball spielen lassen. Dennoch haben wir versucht, die letzten 10 Jahre auf sehr Vieles zu achten, nicht umsonst ist er geistig und körperlich (ohne Medikamente und nur mit natürlichen Zusätzen) noch so fit, wie er es jetzt ist und hat diese unermüdliche Freude am Leben.

 

Hunde brauchen ihre Zeit, egal ob jung oder alt, viel Zeit, wenn sie was haben oder nicht mehr einfach im Alltag mitlaufen können, sondern der Alltag ein wenig angepasst werden darf…aber die Zeit, die man ihnen schenkt ist es meiner Meinung nach mehr als Wert, denn das, was sie einem dafür zurückgeben, ist für mich persönlich unbezahlbar…deshalb bin ich es gerne, die Hundemama und gebe dafür gerne was von meiner Zeit ab, weil mich meine Hundekinder glücklich machen und mir ihr Vertrauen schenken und mich dafür lieben, so wie ich sie lieben darf.

 

Ich bin dankbar, das erleben zu dürfen und für meinen kleinen Monchichi Hundeopa da sein zu dürfen ❤️

 

 

*©️ auf Text und Bild, darf gerne geteilt werden*

...er möchte nur mal "Hallo" sagen

…oder Mensch lernt nie dazu

 

Stell dir vor, du gehst mit deinem Hund spazieren. Hund freut sich auf sein tägliches Ritual, Mensch ist froh, dass Hund mittlerweile nach der Pubertät die Kommandos beherrscht, ohne das man völlig ergraut ist und das Spazieren gehen, zu einem entspannten Miteinander geworden ist. Dein Hund läuft Fuß, vertraut dir und weiß, dass du ihn beschützen wirst…bis plötzlich ein anderer Hund in Kälbchen Größe auf euch zu rennt und dessen menschlicher Begleiter nur hinterherschreit „der möchte nur Hallo sagen“. Abrufen ist anscheinend nicht möglich, weil der Hund entweder nicht hört oder von seinem menschlichen Begleiter ja das OK dazu bekommen hat „Hallo“ sagen zu dürfen.😏

 

In meinem Fall habe ich dann eine Hündin, dessen Nackenhaare sich runter bis zum Rutenansatz aufstellen, die Augen ganz groß werden und der Blick gewechselt wird, zwischen mir und in die Richtung des heranstürmenden Hundes. Deutlich nehme ich auch wahr, dass sie mich fragend anschaut in der Art „Du klärst das jetzt…oder“

 

Was mache ich in dem Fall? Ich stelle mich vor meinem Hund auf und versuche dem anderen mit der Körperhaltung zu sagen, dass er nicht vorbeikommt. Was sich relativ schwierig stellt, wenn der Hund aber dennoch versucht in einem Bogen zu meinem Hund zu kommen. Was passieren kann, dass man sich dann noch mit den anderen Hundebesitzer in die Haare kriegt, weil man ggf. seinen Hund abgewehrt hat.

 

Kurz um, um zu meinem Hund Vertrauen zu schaffen, bringe ich ihm doch bei, egal was passiert, ich beschütze Dich. Also, so sollte es zumindest in einer gut funktionierenden „Partnerschaft“ ablaufen, gegenseitiges Vertrauen.

 

Es könnte dann auch super entspannt sein, wenn Hundebesitzer untereinander die Regeln akzeptieren. Ich für meinen Teil, habe meiner Hündin beigebracht, rechts wie links auf Fußhöhe zu laufen. Sie läuft entspannt bei mir, ohne Leine, weil ich ihr ohne Leine das Gefühl gebe, jeder Konfrontation aus dem Weg gehen zu können. Dies funktioniert auch bei Mensch oder Hundebegegnungen zu 100%. Sie ist so eher der introvertierte Hund, sie hat lediglich so 4 Freunde und 2 oder 3, die gibt es, aber von denen werden keine Kenntnis genommen, auf alle anderen, hat sie schlichtweg kein Bock. Zudem ich ihr oft einfach genug bin und sie braucht nicht mehr zum Glücklichsein. Leider hat sie aus den oben erklärten Beispielen, so in der Art, schon oft eine drauf bekommen. Weil die anderen ihre Unsicherheit spürten und sie dann erst recht interessant wurde.

 

Dann gibt es die Hundebesitzer, die der Meinung sind, dass Hunde unter sich immer „Hallo“ sagen müssen und wollen. Wobei ich der Meinung bin, dass es unter den Tieren, auch die Introvertierten und Extrovertierten gibt.

Stell dir nun mal folgendes vor…. Du freust dich auf dein täglichen Spaziergang, es ist wie ein Ritual für dich, um den Kopf frei zu bekommen, den Gedanken freien Lauf lassen zu dürfen. Ggf. kommt dir auch mal wer entgegen, wo man mit einem freundlichen Nicken kurz „Hallo“ sagt, aber auf seiner Seite bleibt und seinen Weg zügig weiter geht. Vielleicht gibt es auch Menschen, in deinem Umfeld, mit denen du einfach nicht ins Gespräch kommen möchtest, weil die Gespräche so anstrengend sind und du dann nicht mehr auskommst. Plötzlich kommt aber ein völlig fremder Mensch mit wedelnden Armen und lautem Getöse auf dich zu gerannt, mit der Absicht, dich nun einfach mal feste Umarmen zu wollen…also, vergleichsweise vielleicht zum Popo schnüffeln bei den Hunden…ich für meinen Fall weiß, ich würde weniger freundlich reagieren, wenn mir plötzlich jemand so entgegen kommt. Wäre ich der Mutige, würde ich wahrscheinlich auf Konfrontation gehen, der eher Eingeschüchterte, würde ich wohl Panikartig um mich schauen und das Weite suchen.

 

Sicherlich können auch mal Fehler passieren, ich bin selbst Hundemama von zwei komplett unterschiedlichen Hundecharakteren. Während der Hundeopa immer noch der Meinung ist, voll mit Testosteron zu sein und liebend gern zeigt, dass er die männliche Variante ist. Obwohl er hier deutlich ein Schaumschläger ist, weil er, wenn es wirklich drauf ankommt, sich stets duckt und kein Beißer ist. Auch in der Pubertät, wenn die Hunde sich stark finden und austesten und ebenfalls nicht hören, ja…das passiert, dann entschuldigt man sich, geht zu seinem Hund hin, leint ihn an und lernt daraus fürs nächste Mal.

Doch solange der Abruf bei meinen nicht gesessen hat, haben meine auch nicht alles tun und lassen dürfen, nur weil sie eben noch nicht hören. Das nennt man Rücksicht.

 

Ich sehe es einfach bei meinen, ein Hundesenior packt das emotional und körperlich nicht mehr, wenn ein Jungspund, der gerade in Saft und Kraft steht und vollgetankt mit Hormonen ist, auf ihn zu gerannt kommt und nun erstmal denkt, den Opa zu dominieren zu wollen. Während mein Hundmädchen seit der 3´ten Läufigkeit keinen mehr an ihr Hinterteil lässt, ist ja auch ihr eigenes Recht, ihre Intimzone zu wahren.

 

Dreist finde ich dann die, die mir an den Kopf schmeißen, dass ich dann eben woanders Gassi gehen soll. Ja, was soll ich denn machen…soll ich vielleicht die Nachtzeit wählen, weil ich hier Gewissheit habe, dass ich keine Begegnungen habe? Ich denke immer, ich habe für meinen Teil dazu beigetragen, das Miteinander freundlicher erscheinen zu lassen, wenn ich meinen Hund entweder im Fuß vorbeiführe oder eben an der Leine und nur in den Freilauf schicke, wenn es beide so wollen.

 

Auch Sätze wie „das müssen die Hunde untereinander lernen“…ist meiner Meinung nach ein völliger Quatsch. Wenn Hund kein Kontakt wünscht, aufgrund negativer Erfahrungen oder weil sein Charakter das so hergibt, dann muss er dazu nicht gezwungen werden. Zudem, was passiert, wenn es dann knallt…muss das sein, dass ich meinen Hund in der Klinik zusammenflicken lassen muss, nur weil einer der Meinung war „das musste er eben lernen“?

 

Egal aus welchen Gründen auch immer, das ein Hundebesitzer nicht möchte, entweder ist der Hund alt und gebrechlich, nicht sozialverträglich, hat schlechte Erfahrungen gemacht oder einfach keine Lust darauf. Ich habe es zu akzeptieren und vor allem, zu respektieren. Letztendlich ist doch nix dabei, vorher einfach mal zu fragen, ob das Gegenüber das Gleiche wünscht, bevor man seinen Hund laufen lässt.

 

Ich habe einige Hundekontakte, denen es ähnlich geht und viele meiden tatsächlich mittlerweile Strecken, die hoch frequentiert sind, nur um ihren Hund zu beschützen, oder weil sie einfach kein Bock auf ständigen Ärger mit anderen Hundebesitzern haben.

Die Welt kann nicht aus denen bestehen, die sie im Alleingang erobern wollen, sondern aus einem Miteinander in gegenseitiger Rücksichtnahme.

 

*Text Privat, darf gerne geteilt werden*

*Bild von Katrin B. von Pixabay*

Allein zu sein, bedeutet nicht einsam zu sein

Diese Definition durfte ich vor langer Zeit nach einigen Tiefschlägen für mich selbst auch erkennen.

 

Seit ich denken kann, war ich auf der Suche nach echter und wahrer Freundschaft. Das, was andere hatten, diese tiefe Verbundenheit, da schaute ich in der Kindheit doch öfters mit neidischem Blick auf andere. Ich kann mich erinnern, in der Grundschule hatte ich sie, 2 Mädels, wo wir dummes Zeug redeten, Blödsinn machten und träumten. Als wir auf die weiterführenden Schulen gingen, trennten sich unsere Wege…fürs Gymnasium war ich nicht schlau…oder eher gesagt, ehrgeizig genug.

 

Ja, immer mal kamen Menschen in mein Leben, meist diese, zu denen ich hinaufblickte. Sie waren immer mehr Wert und ich sah mich nicht gleichwertig an. Ich wollte immer die Coolen haben, die Unnahbaren, weil die, die regieren die Welt…dachte ich. Ich schaute zu denen hoch, die dem Anschein nach wussten, was abgeht. Fand mich im laufe der Zeit in Cliquen wieder, die rauchten, blödes Zeug redeten und einfach cool waren, als ich nicht mitmachte…weder beim Rauchen noch beim Saufen oder gar Drogen konsumieren, war ich relativ schnell wieder draußen.

 

Als Freundin wollten mich viele an ihrer Seite haben, irgendwie habe ich so etwas vertrauensvolles, an mir gehabt… Einer, der man sein Herz ausschüttet und weiß, dies stets verwahrt, wie auf einer gut gesicherten Bank, zu haben. Andersrum funktionierte das nie, schüttete ich mal mein Herz aus oder berichtete mal von meinem Liebeskummer, dauerte dies oftmals nicht lange, bis es plötzlich alle wussten. Irgendwie schien es mir, dass man dachte, endlich eine Schwäche von der unnahbaren Nadia gefunden zu haben. Das sitzt tief und ist enttäuschend. So geht man seinen Weg, mit Menschen an der Seite, wo oberflächliches „Blabla“ stattfindet, immer mit dem Hintergedanken „erzähl bloß nichts von dir, wo man dich mit verletzen kann“.

 

Ich wurde älter, man lernt Menschen in seinem Job kennen und auch hier, wird um die Gunst gekämpft. Ich, skeptisch wie ich war, ging meist auf Abstand. Kämpfte derjenige lang genug, um meine Gunst, war ich stets aufrichtig und offen und immer da. Dann kam der spirituelle Weg, wo mir stets wichtig war, authentisch und bodenständig zu bleiben, nicht in höheren Sphären zu schweben. Licht und Liebe Gedöns mit Feenstaub…ist nicht meins, das gebe ich zu.  Doch auch hier, ich sah die Menschen stets „über mir“ stehen, denn ich kann ja nix und weiß ja nix. Ich bin an „Ausbilder“ gekommen, die das gnadenlos ausnutzten, die Freundschaftsschiene vorgaukelten und später in der Öffentlichkeit, gnadenlos mit meinen verletzbaren Seele Fußball spielten. Begibt man sich in solche Ausbildungen, ist es ja eben ein Prozess, man bearbeitet erst seine eigenen Themen…räumt bei sich auf, um später gestärkt mit Menschen arbeiten zu dürfen. Doch genau diese Person sagte mir „Nadia, Du gewinnst keine Freunde, weil Du zu wenig gibst, wahre Freundschaft besteht nur, wenn man auch mal Dinge von sich gibt, die man vielleicht nicht so gerne macht“. Die Nadia, so naiv wie sie war, dachte sich…OK, dann tue ich das mal. Irgendwie spürte das auch das Gegenüber, so kam eine „Freundin“ in mein Leben, da fuhr ich von Pontius zu Pilatus und wieder zurück, egal ob ich dafür mein Privatleben echt stramm organisieren musste, auch zog ich meinen Mann mit rein, wir wurden quasi der „Depp vom Dienst“ und das nur, weil man dachte, echte Freundschaft gefunden zu haben.

War ich dann mal wieder im Besitz meiner geistigen Kräfte, spürte ich, dass mächtig was schieflief.

 

Eines Morgens brach es dann mal am Frühstückstisch aus mir heraus, ich sah mein Baxterchen rechts neben mir sitzen und die Tränen flossen. Mein Mann, der die eher starke Nadia kennt, war mit diesem Fluss an Tränen doch erstmal ein wenig überfordert. Ich glaub ich heulte 45min lang, erzählte wie verdammt einsam ich mich fühle und es satt habe, ständig der zu sein, der gibt…

 

Nein, ich erwartete nicht, bei wahrer Freundschaft braucht man das auch nicht. Da stimmt die Waage, da gibt es keinen Vertrag, wie viel man geben soll und dann eben auch zurückbekommt…das passt einfach. Ein unausgesprochenes Gesetz…man rechnet nicht auf, man wertet nicht ab, man führt keine Liste und schaut, ob der Ausgleich stimmt….es passt einfach.

 

Dann schaute ich in die Augen meins Baxterchens und hörte irgendwie den Satz „du bist nicht einsam“. Seltsamerweise war danach gut, irgendwas in mir sagte plötzlich „dann ist das ebenso“.

 

Ich fühlte mich seitdem auch kein einziges Mal mehr einsam, sondern ich kann gut mit mir selbst.

Mein Zuhause definiere ich über meinen Mann und meine 2 Hundekinder.

 

All das was mich verletzt hatte floss mit den Tränen aus mir heraus. Es reinigte mich von innen und nahm den ganzen alten Mist mit. Ab dem Zeitpunkt suchte ich nicht mehr nach Freunden, machte mir keine große Mühe und gab nur noch das, was ich wirklich geben wollte. Ich verstellte mich nicht, gab aber auch nicht mehr alles von mir preis. Ich war vorsichtiger und skeptischer, ich prüfte und unterschied, was ist echt und was ist Geplänkel. Klar kamen dann noch Menschen in mein Feld, die mich gleich an ihr Herz drückten und mich als Freundin auserkoren haben und dachten, dass wir ab dem Zeitpunkt „beste Busenfreundinnen for ever“ sind, es dann aber spätestens dann merkten, wenn es bei mir nur bis zu einer gewissen Grenze ging.

 

Interessanterweise, ab dem Zeitpunkt, wo ich vor 8 Jahren angefangen habe, nicht mehr zu suchen, öffnete sich wohl ein neuer Raum. Bei meinen Ausbildungen war ich achtsamer, ließ nur „Lehrer“ in mein Feld, die authentisch und bodenständig waren, die gleich schwingen und denen ich mich öffnen konnte. Auch kamen Menschen an meine Seite, ob aus der Ferne oder in der Nähe, die mit meiner kostbaren Seele in der Öffentlichkeit kein Fußball spielen. Menschen an meiner Seite, die werten und vergleichen in der Art „du hast etwas was ich nicht habe“ oder „so gut wie dir geht es mir aber nicht“ ohne sich auch nur einmal die Mühe gemacht haben, die Hintergründe zu erfahren, diese Menschen sind normal nicht lange an meiner Seite.

 

Auch bin ich als Freundin wohl nicht einfach. Ich telefoniere nicht gerne…leider. Mal hört man auch lange Zeit nichts von mir, wer aber wirklich meine Hilfe braucht, darf sich jederzeit bei mir melden. Wenn es brennt, bin ich da…aber nur für die, die ich Verbündete nenne. Das sind nicht mal ne Hand voll, eine in der Nähe und die anderen weiter Weg, da kann ich mich „nackisch“ machen, so in echt die Hosen runter lassen, ohne zu wissen, ausgetragen zu werden. Sondern Menschen an meiner Seite habe, die mir wertvolle Tipps geben, mich unterstützen in dem was ich tue, weil sie mich schätzen so wie ich bin. Aber auch gnadenlos ehrlich sind, wenn bei mir mal was nicht so gut läuft. Diesen Menschen nehme ich das auch gar nicht übel, sie dürfen das, weil ich weiß, dass sie es nicht tun, um mich zu demütigen, sondern, um mich nach vorne zu bringen. Andersrum wäre ich ebenso für sie da…jederzeit. 

 

Doch weiß ich, dass es keine Seltenheit ist, wahre Verbündete zu finden ist nicht leicht. Meine Eltern waren ihr ganzes Leben lang auf der Suche nach Anerkennung, gaben mehr, als sie vielleicht wollten. Für eine Zeitlang übernahm ich dies und spielte für diese Menschen, die sich damals Freunde nannten, die „all in Nadia“. Ob ständiges einladen zum Essen, Seelsorge, Fahrdienst oder oder oder. Mein Mann hatte stets Freunde, die ihn darüber definierten, was er hat, was er kann und was er gibt. Da war stets die materielle Schiene im Vordergrund. Klienten berichten mir, dass sie lieber einsam sind, oftmals nur mit ihren Tieren im Rückhalt bleiben möchten, weil sie sich sicherer fühlen…nicht ausgeliefert.

 

Ich berichte immer, dass man wahre Verbündete nicht unbedingt in der Nähe findet, sie außerdem nicht suchen kann…sie einfach in das Leben kommen und da sind, egal wo sie wohnen oder herkommen. Manchmal bleiben sie ein Leben lang, manchmal gehen sie auch wieder…irgendwann trifft man sich wieder oder auch nicht. Doch diese Verbündeten leben mit ihrem ganzen Sein das Gesetz, sie werten nicht auf oder ab, sie führen keine Strichliste…sie wissen, dass es passt.

 

Sucht man sie, geht man mit einem ganz anderen Blick auf die Menschen los, man hat in dem Moment keinen gesunden Menschenverstand, man ist zu sehr verzweifelt, um wirklich unterscheiden zu können, was echt und was unecht ist.

 

In meiner schamanischen Ausbildung zum Abschluss traf ich auf einen Urahnen, der einsam für sich lebte…kurz bekam ich einen Schock, denn ich dachte „oh Gott, diese Einsamkeit, zieht sich wohl bereits durch alle Linien“.

 

Da sagte er „ich bin glücklich so wie ich lebe und Verbundenheit wird nicht durch direkte Nähe definiert“

 

Dafür bin ich dankbar, dass ich Verbündete an meiner Seite habe, die, die ich meine, die wissen das ich sie meine….

Fragen zur Tierkommunikation

Kürzlich ist eine neue Klientin an mich herangetreten und hat mir einige Fragen gestellt, weil sie auf der Suche, nach der für sich richtigen Ansprechpartnerin, auf einige Seiten gestoßen ist und sich nicht schlüssig war, was der Unterschied bei den Bezeichnungen sei.

 

Die einen werben auf ihrer Seite mit Tierkommunikation, Mentaler Tierkommunikation, Mentaler Tierkommunikation auf telepathischer Ebene, schamanischer Tierkommunikation oder eben auch mit Mensch/Tier Coaching.

 

Ich für meinen Teil, kann natürlich nichts über die Qualtität sagen, möchte ich auch gar nicht. Sondern berichte hier nur über meine eigene Erfahrung und Arbeit. Ich habe viele Menschen in meinem Netzwerk, die ich von ganzem Herzen empfehlen kann und auch wir arbeiten alle anders und haben verschiedene Kanäle der Wahrnehmung.

 

Eine Tierkommunikation ist nur möglich, wenn die Bereitschaft des menschlichen Begleiters vorhanden ist. Verlangt man mit dem Tier eine Kommunikation, bittet um einige Antworten zu Verhaltensauffälligkeiten oder Problemen, dann ist natürlich unabdingbar, dass der Mensch dahintersteht.

 

Nicht selten, behandele ich beide, Mensch wie Tier. Oftmals möchte das Tier eben auf etwas aufmerksam machen oder seinen Menschen neue Wege eröffnen, um eben auch zur Heilung zu gelangen. Für mich persönlich, ist jede Tierkommunikation auf mentaler, telepathischer Ebene…ich kenne es nicht anders. Es ist nicht wie bei Dr. Dolittle, das die Tiere vor einem stehen und beim Reden den Mund auf und zu bewegen. Jeder hat andere Kanäle der Wahrnehmungen, der eine hört eine Stimme, der eine einen Gedanken und ich für meinen Teil, bekomme die Worte/Sätze in meinem Kopf. Dafür muss ich mich natürlich mit den Tieren verbinden. Meine eigenen Tiere, haben natürlich die Erlaubnis, mich jederzeit anzusprechen…so kann es eben auch sein, dass ich ihr Worte und Gedanken hier und da in meinem Kopf habe und ihre Emotionen intensiv spüre.

 

Rede ich mit einem Tier, sehe ich sofort das komplette Bild, ich nehme Bilder wahr, bekomme Glaubenssätze, spüre Emotionen und Gefühle. Ich kann auch unterscheiden, welches Gefühl, Emotion oder Glaubenssatz dem Tier zugeordnet ist, oder was es eher für seinen Menschen abnimmt. Wenn ich die Erlaubnis habe, bekomme ich auch das Gesamtbild der Familie. Gott sei Dank, sind/waren 90% meiner Klienten so, dass ich die Erlaubnis habe, alles zu sehen, was im Argen liegt. Weil sie wissen, dass nur so eine Hilfe auch da ankommt, wo sie gebraucht wird.

Durch meine 3-jährige schamanische Ausbildung (Nein, ich nenne mich nicht Schamane, weil dieser nicht in einer Ausbildung oder Workshop dazu befugt, mir den Namen selbst zu geben) und der verschiedenen Ausbildungen bezüglich Wahrnehmung der letzten 20 Jahre, habe ich natürlich auch andere Möglichkeiten und für mich eine sehr ausgeprägte Wahrnehmung.

 

Ich bereise das Tier schamanisch, sehe Störungen im Energiekörper, sehe die Bilder intensiver und kann dies auch eben professionell „bereisen“ und aufheben. Sicherlich gibt es verschiedene Techniken, da erlaube ich mir keine Wertung, was nun besser oder schlechter ist. Für mich selbst, ist es der Weg, weil ich mit ganzem Herzen dahinterstehe, etwas auflösen darf, ohne zu manipulieren und diese Arbeit einfach liebe. Eine schamanische Tierkommunikation läuft aber auch wieder mental ab, alles an Energiearbeit ist für mich auf mentaler Ebene.

 

Die Gespräche der Art, ob der Hund „Mama oder Papa“ lieber hat, lieber die Kringelchen, statt der Drops zum Futter wünscht und ob die Decke lieber blau oder grün sein soll…die Kommunikation führe ich nicht. Weil jeder Tierhalter ein gewisses Gefühl und Bedürfnis selbst spürt und sein Tier normal so gut lesen sollte, dass das Tier zB. die Kringelchen vom Geschmack meidet und mit langen Zähnen frisst, aber dafür die Drops oder das Feuchtfutter verschlingt. Da ist meines Erachtens, für solche Fragen das Geld zum Fenster rausgeschmissen

 

Ein kleines Beispiel meiner Arbeit, um eben mal ein genauen Einblick darüber zu geben.

 

*Namen sind hier frei erfunden und stehen nicht im Zusammenhang mit Hund und Begleiter*

 

Hündin Lieselotte hat das Problem, dass sie ungern vor die Tür geht, hat Angst, ist von allem gestresst und reagiert sofort Magen-Darm mäßig darauf. Die menschliche Begleiterin hat sie bereits von Welpenalter und weiß nicht, wieso sie so reagiert. Weil alles dazu beigetragen wurde, den Hund sanft zu prägen. Sie bat mich, eben auch mit ein paar Fragen und dem Hinweis „Sie haben die volle Erlaubnis, alles bei meinem Hund zu klären, wenn sie denken, dass es nötig ist“

Dazu muss ich sagen, dass ich während unserem Telefonat, immer das Bild vor Augen hatte, wie einer kleine Fee rumfliegt und einer mit der Fliegenplatsche kommt und die Fee umhaut.

 

Die Besitzerin musste zu meiner Erklärung schmunzeln und sagte zu mir „ja, genau so sieht sie aus, wie eine kleine Fee“

Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber noch kein Bild von der Hündin, sondern nahm eben die Energien während dem Telefonat wahr.

 

Ich also in das Gespräch und die Kleine meinte, sie fühle sich nicht ganz hier angekommen. Ein anderer Teil von ihrer, wäre noch dort. Während ich mit ihr in die Kommunikation ging, sah ich plötzlich auf „mentaler“ Ebene Bilder, als würde ich in einem glitzernden Märchenwald sitzen.

 

Hört sich vielleicht echt crazy an, aber ja…so kann es unter Umständen mit den Bildern sein. Als Hinweis, ich nehme keine Mittel zu mir, die mich in einen psychedelischen Zustand befördern ;-)

 

Also ging ich mit der Hündin auf eine schamanische Reise und holte mit ihr, den Anteil, der sich quasi immer wieder in diese Welt flüchtet, zurück und integrierte ihn. Das ist der Teil, der schamanischen Arbeit. Bei den Bachblüten testete ich aus, welche von Nöten wären und wurde irgendwie geführt, ich schrieb plötzlich Namen und zahlen von Bachblüten drauf, die ich eigentlich weit oben vorher ausgeschlossen hatte und beim Nachlesen, dachte ich mir „WOW….die passen ja auf das Gesamtbild der Hündin 1:1". Außerdem machte ich noch einige schamanische Techniken, um der Kleinen, mehr Rückhalt in dieser Welt zu geben.

 

Da die menschliche Begleiterin offen für diese Arbeit ist, war sie restlos begeistert und erzählte mir, dass sie bereits nach kurzer Zeit, einen komplett anderen Hund hatte. Plötzlich nahm die Kleine am Leben teil und ließ sich auch nicht mehr so leicht, von den Pfoten schmeißen. Auch meinte Sie, sie hätte ab dem Zeitpunkt meiner Arbeit, endliche einen glücklichen Hund.

 

Genau darum geht es, es geht nicht darum, das Tier nach seinen Charaktereigenschaften zu ändern oder passend zu dem menschlichen Begleiter das Tier zu „richten“ sondern das Tier wieder bei sich ankommen zu lassen und sanft zu unterstützen. Alles hat ja einen Grund, bei Mensch und Tier und mag es nur, eine traumatische Erfahrung sein, die man verdrängt hat und sich nicht mehr daran erinnern kann, die aber plötzlich hochploppt und der Seele Stress macht.

 

Die Menschliche Begleiterin hat übrigens nach dem Gespräch und der Reise, keine Hilfe mehr benötigt, nicht, weil sie unzufrieden mit meiner Arbeit war, sondern weil es einfach bei dem Hund keine Probleme mehr gab und wir haben danach sogar noch zwei Mal telefoniert.

 

 

Da ist es egal mit welcher Tierart, bei meiner Arbeit arbeite ich sehr viel mit Pferden und deren menschlichen Begleitern, da läuft die Arbeit ähnlich ab.

 

Ich hoffe somit ein wenig, die Unklarheiten beseitigt zu haben ;-)

 

*Text privat

*Darf gern geteilt werden

Wunder

Wenn Menschen wegen ihrer Tiere zu mir kommen, weiß ich im Vorfeld nie, was ich wirklich erreichen kann. Nicht selten, ist die Bereitschaft des menschlichen Begleiters, auf alles was da kommen möge, sehr ausschlaggebend. Na, und natürlich, dass das Tier bereit ist, diesen Weg mitzugehen. Ebenso darf Heilung nur so weit geschehen, wie die Erfahrung, die dahintersteht oder was es dabei zu lernen gibt.

 

Nicht selten zeigen Tiere mit ihren Krankheiten was bei uns ggf. im Argen ist, möchten uns „anschubsen“ oder wollen uns auf etwas hinweisen. Für uns Leiden und sich Opfern, nein….das tun unsere Tiere nicht. So nehme ich es zumindest nicht wahr.

Ja, sie ähneln sich (Mensch und Tier), auch gibt es viele Parallelen und nicht selten, zeigt das Tier, wenn etwas bei seinem Menschen nicht stimmt. So habe ich oft auch die Menschen bei mir in der Behandlung, damit das Tier nicht mehr spiegeln muss und der Mensch selbst ins Tun kommt.

 

Manchmal sind auch mir die Hände gebunden und ich komme nicht auf den Lösungsweg, oder ich kann die Erfahrung, die das Tier und der Mensch dadurch machen muss, nicht verändern…oder gar nichtig machen. Alles im Leben dient dazu, zu lernen und im Zusammenleben mit unseren Tieren, werden wir eben oft intensiv ran genommen.

 

Mein alter Hundebub hat von klein auf Probleme mit den Augen. Stets trockene Augen gehabt und leicht gerötete Augenlider. Ich kann mich erinnern, selbst als junger Hund waren wir ständig an den Augen dran. Mal Homöopathie und mal auch mal eine Salbe mit Antibiotika, weil die Entzündung zu heftig war. Auch war es schon immer ein Thema bei ihm, dass er zu wenig Tränenflüssigkeit produziert hat, aber nie so schlimm, dass man täglich konsequent eingreifen musste, sondern nur immer phasenweise. Da er auch noch mit vielen Allergien zu kämpfen hat, war es immer in der Zeit, wenn die Allergie am höchsten war. Jegliche Bioresonanzen haben auch nie dauerhaft geholfen.

 

Vor 2 Jahren wurde es so heftig, dass seine Augen förmlich eiterten und man gezwungen war, die Augen feucht zu halten und regelmäßig zu tropfen. Da ich nicht mehr weiter wusste und ehrlich gesagt, einfach mal etwas abgeben wollte und mich zu nah an meinem eigenen Hund gefühlt habe, bin ich in die Tierklinik. Dort war ersichtlich, dass der Hund ein Problem mit den Augen hat, doch sie waren erstaunt, dass er überhaupt noch sehen kann. Auf dem einen Auge produzierten die Tränendrüsen nur zu 10% und auf dem anderen noch zu 50%. Unserer ständige Befeuchtung der Augen war es zumindest zu verdanken, dass wir die Augen dadurch die ganzen Jahre erhalten haben. Dann stellten sie die Diagnose „Keratokonjunktivitis sicca“, eine Erkrankung der Binde- und Hornhaut, die durch das langsame oder plötzliche Versiegen der Tränenproduktion entsteht. schulmedizinisch gibt es einige Lösungsansätze, bzw. zweierlei Medikamente, die aus der Humanmedizin stammen. Also war der Vorschlag, mit einem Präparat zu starten und aufgrund dessen, dass es auf einer Basis von Maiskeimöl ist und er diese nicht vertragen hat, wurde für ihn extra die Tropfen auf einer Basis von Mandelöl hergestellt.

 

Leider wurden seine Augen schlimmer und gereizter, zudem brannten sie förmlich, weshalb er selbst immer ständig gerieben hat. Gut, dann kurze Zeit später, das anderer Präparat. Wo man direkt zuschauen konnte, wie das Präparat die normale Funktion herstellte, kein brennen, kein reiben und eine endlich wieder erhöhte Produktion der Tränenflüssigkeit. Zu dem Zeitpunkt schlich sich nur eine Nebenwirkung des Mittels mit ein, was mir noch nicht bewusst war. Nach kurzer Zeit bekam er Sodbrennen, schmatzte und hatte vermehrt Durchfall. Nach 3 Monaten also wurde die Salbe wieder abgesetzt. Magen-Darm Probleme hörten auf und die Augen wurden wieder schlimmer, gefühlt sogar heftiger als zuvor. Die Tierklinik ratlos und mit dem Hinweise, mir wohl in diesem Fall nicht mehr helfen zu können.

So tropften wir stündlich Hylo-Gel, um die Augen zu befeuchten, wozu seine eigenen Tränendrüsen nicht mehr in der Lage waren. Für viele im Bekanntenkreis war es denkbar unmöglich, dass wir dies dauerhaft bewältigen können, weil stündlich die Augentropfen, bedarf es die Bereitschaft von meinem Mann und mir, dafür zu sorgen, dies nicht zu vergessen.

 

Die Alternative, wenn wir es nicht gemacht hätten, wäre die Erblindung, die ich so nicht hinnehmen wollte….vor allem nicht, wenn es durch meine Nachlässigkeit und mangelnder Bereitschaft unsererseits entsteht. So wurden die Augen morgens und abends gespült und stündlich getropft. Lediglich ab 22:30, bis morgens um 5:30 machten wir in der Nacht eine Pause um morgens als erstes nach dem Aufstehen, die Augen sofort zu befeuchten.

 

Zu dem Zeitpunkt, wo wir die Salben und Tropfen der Klinik abgesetzt haben, konnte er sein linkes Augen kaum noch öffnen und man sah deutlich, dass es Probleme gemacht hat. Mein Mann und ich, waren uns fast sicher, bei diesem Augen, was nur noch zu 10% Tränenflüssigkeit produziert, den Kampf verloren zu haben und er irgendwann dieses Auge verlieren wird.

 

Im Sommer entschied ich mich, ein Homöopathisches Mittel gegen seine Allergien zu geben und mit einem Nahrungszusatz anzufangen, außerdem leitete ich die Blockade aus. Zusätzlich bereiste ich es schamanisch und gefühlt tropften wir zwar immer, wenn wir dran dachten, aber die Augen wurden irgendwie besser, so dass ich sie nicht mal mehr reinigen musste. Im Urlaub vergaß ich den Zusatz, weil er alle war und ich nicht nachbestellt habe, mir war aber nicht bewusst, dass dieser Zusatz irgendwie ausschlaggebend war. Es wurde zusehends schlechter und die Augen fingen wieder zu schleimen an, obwohl nicht mehr ganz so stark wie es mal am Anfang war. Zuhause bekam er dann wieder den Zusatz ins Futter und die Augen hörten das schleimen auf.

 

Mittlerweile ist seit meiner Behandlung ½ Jahr vergangen, er wird nicht mehr stündlich getropft und bekommt lediglich noch den Zusatz ins Futter, wenn auch nur noch minimal dosiert. Vor 2 Wochen war ich in der Klinik und ließ das Auge untersuchen, das eine was bei 50% war, ist nun bei 95% Tränenflüssigkeit und das andere was bei 10% war, ist nun bei 80%. Selbst in der Klinik war man sprachlos, weil es dafür ja eigentlich keine Heilung gibt…also, auf anderem Wege außer die Schulmedizin.

 

Das ist das, was ich meine…manchmal sind Wunder möglich, manchmal darf man daran glauben.

 

Meine Tiere kommen oft mit vielen Dingen daher, Dinge, wo es schulmedizinisch viel zu kompliziert wird und manchmal nicht heilbar. Im Außen bin ich bereits oft kritisiert worden, weil man doch so viel gar nicht seinem Tier geben kann und ja, manchmal fehlt auch die Bereitschaft. Dabei haben wir nie aufgegeben und immer das Beste für alle gemacht und vor allem, das dass Leben für meine Hundekinder lebenswert ist.

 

Ich habe nie gesagt, dass es immer einfach und unkompliziert ist, den Kampf verlieren, kann man dabei auch. Obwohl ich aufgegeben habe zu kämpfen, sondern versuche es eher anzunehmen, denn da mache ich mehr „Raum“ frei, energetisch gesehen, als wenn ich den Kampf ansagen. Ich bereise die Ursache, will den Grund wissen und lasse es nicht einfach so stehen. Welcher „Lerneffekt“ dahinter steht, das weiß ich oft erst im Nachhinein.

 

Mit so vielen Dingen kamen sie schon an, wo Tierärzte ratlos waren, oder nicht weiter wussten, aber so vieles, durfte gehen und wurde sanft aufgelöst, energetisch oder homöopathisch. So vieles haben wir bereits gemeinsam bewältigt.

 

Ja, meine Hundekinder fordern mich, mich für neue Dinge und neue Erfahrungen zu öffnen…aber eins haben sie mich immer gelehrt, dass es Wunder geben darf und es nichts gibt, was es nicht gibt. Sie lieben uns unendlich, so wie wir sie….und dafür danke ich ihnen unendlich, dass sie sich mir anvertrauen.

 

Manchmal ist es die Erfahrung, das dazu lernen an neuem Wissen oder eben auch, die Bedingungslose Liebe…eine Ebene tiefer, meine Hundekinder sanft zu tragen, ohne selbst zu fordern🦋❤️

 

©️ Text und Bild privat

Die Wahrheit über die spirituellen Menschheit *Ironie*

*Ironie an*

 

Die Spirituellen haben doch bestimmt in ihrem Leben, noch nie etwas Anständiges gearbeitet.🙄

 

Ein Mythos, der sich wacker hält, weshalb ich heute mal die ganze Wahrheit raus lassen möchte. Es ist Zeit, das dies nun ans Tageslicht kommt.🤪

 

Eigentlich wurden wir alle mit einem Luftschiff auf die Erde gebracht und zu einer geheimen Mission hierher geschickt. Wir verteilten uns auf der Welt und bekamen von einer Organisation, -deren Name nicht genannt werden darf-, unsere Häuser gestellt.🤨

 

Dem Anschein nach, tun wir nur so, als würden wir arbeiten, aber eigentlich bekommen wir unser Geld einfach so überwiesen, ohne großes zu tun. Die von uns, die noch einem „scheinbaren“ normalen Job nachgehen, benutzen dies nur als Alibi, um nicht zu sehr aufzufallen.

 

Kinder und Tiere sind auch nur Schein, in Wirklichkeit sind diese Wesen vom anderen Stern. Um uns zu vernetzen, laufen wir zu allen Jahreszeiten und meistens nachts, nackt und unbekleidet durch die Natur und trommeln oder rasseln dabei.

 

*Ironie aus*.😏

 

Ich glaube, so oder so ähnlich, denken tatsächlich viele. Ja, manchmal glaube ich wirklich, dass ich von einem anderen Stern komme, denn so fühle ich auch. Weil ich oft mit dieser Empathielosigkeit und dem Egoismus nicht wirklich viel anfangen kann. Nun mal die Wahrheit, die ich lebe und die ich auch von denen wahrgenommen habe, die mich ausgebildet haben (man glaubt es kaum, aber ich habe über das, was ich praktiziere, tatsächlich langjährige Ausbildungen besucht).

 

Ganz viele von uns, haben ein ganz normales Leben hinter sich, mit allen Herausforderungen, die das Leben so mit sich bringt. Ja, auch viele haben Missbrauch an sich erlebt, egal welcher Art. Ganz viele von uns sind ihren normalen Weg gegangen, haben dem Alter entsprechend Schulen und Universitäten besucht, auch Lehren abgeschlossen und arbeiten sogar heute noch darin und befinden sich sogar unter euch in großen Unternehmen, reden nur nicht darüber, aus Angst für verrückt erklärt zu werden. Haben ihr Leben mit allen Herausforderungen anständig gemeistert. Ich selbst habe ganz viele Kollegen, die noch einem ganz normalen Job nachgehen (wie auch ich bis vor 2 Jahren).

 

Wer weiß, würde ich ein Unternehmen finden, wo ich mich halbe Tage einbringen könnte, würde ich dies wahrscheinlich auch noch tun, weil ich gerne unter Menschen bin, gerne auf diesem Weg unterstütze und mit Menschen gemeinsam was erreiche…als Team, was man als Selbständiger ja eher weniger macht. Ein umfangreiches Wissen habe, was man auch gerne im Alltäglichen und Normalem mit einbringt und echt gerne bei so manchen Unternehmen gearbeitet habe.

 

Wir haben alle unsere Emotionen wie tiefe Verletzungen durchlaufen und uns allen spielt das Leben manchmal übel mit und legt uns Herausforderungen auf den Weg, auf die man gerne verzichtet hätte. Wie Tod, Trauer, Verlust….wahnsinnige Ängste.

 

Wir spirituellen rauchen unsere Räucherstäbchen nicht unbedingt, wir mögen nur den Duft des Räucherwerks, zumal es eben auch energetisch Dinge bezwecken kann, die man mit dem bloßen Auge nicht sieht *seltsam, aber wahr*😌

 

Freunde, die gibt es in unserem Leben, wir wählen nur mittlerweile mit Bedacht, weil man eine feinere Wahrnehmung hat und nicht mehr jeden in sein Feld lassen möchte. Wir praktizieren Trennung, mit denen, die uns nicht mehr gut tun. Auch lassen wir nicht jeden in unser Feld, weil man ungern veralbert werden mag…obwohl man mit uns auch unwahrscheinlich gut über alles reden kann und wir auch gerne mal dummes Zeug quatschen. Lachen, tun wir gerne, versuchen bodenständig zu bleiben und nicht abzuheben, oder anderen unseren Willen reinzudrücken. Man lebt ein ganz normales Leben wie andere Menschen, hat nur andere Werte und zieht sich eben ganz gerne mal zurück, weil man mit diesen Energien im Außen (Neid, Missgunst, Hass) nicht so gut klar kommt. Man macht nur eben einfach nicht mehr das, was andere denken, was man machen sollte. Weil wir unser eigenes Leben haben und eben oft in keine Schablone mehr passen wollen.

 

Außerdem haben wir andere Werte, sehen die Natur und die Tiere mit anderen Augen…als belebt und mit Seele, gleichwertig….

Sicherlich, die, die erzählen, dass sie mit 12 nachts wach geküsst wurden und seitdem erleuchtet seien, die mag es geben, über die ich mir aber kein Urteil erlauben möchte, da ich meine eigene Wahrheit praktiziere und lebe.

Aufgrund dessen, was wir „Spirituellen“ erlebt haben, haben wir eben auch andere Wege ausprobiert und weil wir gemerkt haben, dass dies so unwahrscheinlich viel bezwecken kann….jeden einzelnen wieder zu sich zurückführen kann, Konflikte oder Traumata heilen kann, genau deshalb hat man sich entschieden, dies auch nach außen zu geben und andere an die Hand zu nehmen.

 

Die Erfahrung, das Gelebte und Erlebte bringt es mit sich, dazu eben noch gut geschulte Seminare…um andere ein Stück des Weges zu tragen.

 

Ja, manchmal Trommeln wir auch gemeinsam in der Gruppe, aber nicht nackt (zumindest in den Kreisen, wo ich mich bewege 😜), sondern weil wir die Gemeinsamkeit mit den Menschen lieben, die ähnlich schwingen. Nicht alle können mit allen, auch unter uns nicht, der einzige Unterschied ist nur, mit denen wir nicht können, die lassen wir eben und bilden uns kein Urteil darüber. Wir gehen einfach unseren Weg und lehren denen die zu uns kommen, stets bei sich zu bleiben und ihre eigene Wahrheit zu praktizieren.

 

Für meine Ausbildungen im spirituellen Bereich, lag es mir immer sehr am Herzen, Menschen zu finden, die authentisch sind. Einen normalen Lebensweg beschritten haben und sich oft genauso falsch auf Erden fühlen, wie ich es getan habe. Menschen, mit denen man lachen und auch weinen kann, sich öffnen kann, ohne das Messer in den Rücken gestochen zu bekommen…so wie es eben manchmal im normalen Leben ist. Menschen, die mir geholfen haben, mich zu mir zurück zu führen, an mein tiefes Wissen und mir Türen geöffnet haben.

 

Wir wollen niemanden mit unserer Lebensweise bekehren, nur die, die uns direkt darauf ansprechen, werden eben unsere ehrliche Meinung gesagt bekommen, ansonsten halten wir uns raus. Die, die therapeutisch arbeiten, wollen eben den Menschen nur Wege zeigen, die ggf. raus aus dem Hamsterrad der alten Verletzungen führen können…und nichts weiter. Keiner muss Opfer bleiben, darf seine innere Stärke wiederfinden und wenn es das ist, dass man eben an etwas Feinstoffliches glaubt…an Dinge, die man nicht sehen kann, aber definitiv existent sind, ja...warum denn nicht.

 

Unser Leben haben wir selbst im Griff (die meisten zumindest), haben eigene Familien, einen Mann, Kinder (oder wie ich Hundekinder), die wir über alles lieben und ebenfalls versuchen, so sein zu lassen wie sie sind, ohne sie manipulieren oder verändern zu wollen. Versuchen uns an die Gesellschaft und an den Ablauf anzupassen, weil wir ja eigentlich ein ganz normales Leben führen, ohne andere in ihrem Leben zu belästigen.

 

Auf saubere und ggf. schicke Kleidung wird wert gelegt, wie Körperpflege und Kosmetika, wir sind nur lediglich etwas empfindlicher. Auch bei der Nahrung, weil wir einfach ein wenig mehr die Schwingung wahrnehmen und ja, manchmal machen wir so dumme Sachen wie selbstgepressten Gemüsesaft oder vegetarisches/veganes Essen, weil wir das Gefühl haben, dass es uns gut tut. Auch bauen wir im Garten kein „Marihuna“ an *ironie* und klöppeln unsere Dinge nicht selbst, sondern gehen einkaufen, wie alle anderen es auch tun.

 

Weltfrieden, ja…der wäre schön, aber es würde schon ein wenig mehr Zusammenhalt und „beisichbleiben“ reichen, dann käme der Weltfrieden auch von allein.

 

Wir glauben nicht an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, usw. *oder doch* 🤔 aber an Wesen, die man mit dem bloßen Auge nicht erkennen kann. Wie Engel, Krafttiere, Spirits und so. Ebenso glauben wir an Energien, die man bewirken kann, wie Gut und Böse.

 

Manchmal, ja….da glauben wir auch an Wunder, aber nur deshalb, weil wir sie selbst schon erlebt haben, ganz nah bei uns selbst.🧚‍♀️

 

So…jetzt ist es raus…*puh*

 

Aber so als kleinen Tipp nebenbei, sprecht uns doch einfach mal an, unterhaltet euch mit uns. Dann werdet ihr sehen, dass wir Menschen aus Fleisch und Blut sind und durchaus ganz nett und man auch Quatsch mit uns machen kann, blödes Zeug reden, albern aber auch ernsthaft und echt gute Tipps geben können. Wir reden nicht den ganzen Tag über Übersinnliches, nein auch über ganz normale Dinge, nur die Gespräche in der Art „wer mit wem“, die machen uns müde, da klinken wir uns relativ schnell aus. Vielleicht findet man dadurch ja mal zueinander, lernt andere Sichtweisen kennen und darf dadurch was Neues dazu lernen.

 

Wir beißen nicht, den Kaffee und den Tee, den wir anbieten, der macht auch nicht abhängig…die Räucherstäbchen und die Trommel, legen wir in der Zeit weg, versprochen...🤪

 

 

*Text: Privat

*Bild von Deedster auf Pixabay

 

Für die kleinkarierten Denker...

Wir regen uns zu viel auf, über Dinge, die uns gar nichts angehen. Rümpfen die Nase, wenn etwas nicht unserer Lebensweise entspricht.

 

Der Nachbar, der plötzlich mit dem Porsche vor fährt, obwohl er doch nur ein popliger Angestellter mit einer 40´zig Std. Woche ist. Die Frau, die plötzlich nicht mehr arbeitet, …“ob sie wohl arbeitslos ist und weshalb sie wohl raus geschmissen wurde, hat bestimmt geklaut." Warum jemand mehrere Hunde hat, wo man doch selbst, das so gar nicht verstehen kann und eigentlich keine Tiere mag, geschweige denn von dem ganzen Dreck im Haus. Selbst, wenn derjenige alles dafür tut, dass die eigenen Hunde bei den Mitmenschen nicht auffallen...egal, sie stören einfach, weil man es eben nicht mag. Der Löwenzahn in Nachbars Garten, oder weil das Laub noch nicht geharkt ist. Noch schlimmer, wenn dann genau diese Menschen, so gar nichts von sich preisgeben. Zwar freundlich, respektvoll, achtsam, hilfsbereit, ruhig und höflich in ihrer Lebensweise sind, aber auch so gar nichts von sich preisgeben wollen und bei sich bleiben…dann ist es für dieses kleinkarierten Denker richtig schwer, weil dann muss man so richtig tief den Kopf in die Suppe hängen, um das Haar dort zu finden. Irgendeinen Schwachpunkt müssen sie doch haben, fragt man sich...😏

 

Wenn ich bei Facebook lese, dass man sich fragt, warum der Nachbar eine Woche vor Totensonntag bereits die Weihnachtsbeleuchtung an hat und wohl seine eigenen Toten deshalb nicht ehrt oder gar nach ihnen trauert und warum man sich über das Unkraut in den Steinen beim Nachbarn aufregt. Da frage ich mich, ob das Leben dieser Menschen von Langeweile geprägt ist. Gibt es keine wichtigeren Themen, als sich über solche Nicklichkeiten aufzuregen. Sind diese Menschen so gefrustet, dass sie anderen ständig auf den Keks gehen müssen oder so unglücklich in ihrem eigenen Leben, dass sie anderen die Freude an etwas einfach nicht gönnen können? Ist es Neid, Missgunst, oder einfach nur fehlendes Denkvermögen?

 

Solange ich doch nicht über Müllberge meines Nachbarn falle, aufgrund des Mülls sich Ungeziefer ansammelt, solange man im außen alles soweit betrachten kann, warum rege ich mich da ggf. drei Straßen weiter über einen Baum auf, der bereits hätte geschnitten werden müssen und es im November noch nicht getan wurde. Warum rege ich mich über jemand oder etwas auf, der ggf. noch nicht mal in direkter Nachbarschaft wohnt. Mich eigentlich nicht stört, nicht auffällt, nicht die Grenzen anderer einreißt…warum versuche ich das Leben anderer Menschen einzuschränken und mit solchen Dingen zu belasten?

 

Wieso tut man das, sich in Dinge einzumischen, die mich selbst in meiner eigenen Lebensqualität nicht beeinträchtigen? Also ich meine, ein nicht geharktes Laub oder ein ungeschnittener Baum, drei Straßen weiter, beeinträchtigt mich ja nu wirklich nicht. Mir persönlich ist es egal, wer was für ein Auto fährt und wie lange er bereits Zuhause ist und wer mit wem und so. Solange eben meine Lebensqualität nicht beeinträchtigt wird, wie ein ständiges Partyfeiern, ein Grölen auf der Straße, oder ständiger Lärm, wo ich in meiner Ruhe beeinträchtigt werde.

 

Ob die Weihnachtsbeleuchtung eine Woche früher oder später hängt, ob derjenige seinen Weihnachtsbaum noch im Februar im Wohnzimmer stehen hat, was geht mich das an?

 

Warum der eine zu Halloween die Türen aufmacht und der andere seine verschlossen hält, weil er mit dem allem nichts anfangen kann…wahrscheinlich mutmaßt man dann, dass der, der die Türen verschlossen hält, bestimmt ein Problem mit Kindern hat…*Ironie aus.

Als wir hier herzogen, sah ich im Oktober auf meiner Gassi Runde eine Wohnung im oberen Bereich, auf der Terrasse zur Straße, war alles komplett mit Weihnachtsbeleuchtung eingedeckt. Ich dachte mir noch, ganz schön viel und auch schon recht früh dran, wertete es aber nicht. Bis ich eines Tages einen alten Mann dort sitzen sah, er hatte das Sommer wie Winter und machte sich das am Abend an. Hätte ich mich darüber aufregen sollen, weil es nicht in die Jahreszeit passt. Vielleicht hat es ihn so erfreut und an alte Tage mit seinen Kindern und seiner Frau erinnert, vielleicht war es etwas, was sein Herz erfreut und mit Liebe erfüllt hat. Ich erinnere mich, dass meine Mutter den Weihnachtsbaum auch einmal bis zu meinem Geburtstag im Februar stehen gelassen hat, weil ich es immer so schön fand, wenn ich am Abend die Lichter anmachen durfte und mich daran erfreut habe.

 

Geht man auf der Straße spazieren und es kommt einem einer mit lila Haaren oder voll tätowiertem Körper entgegen, ist man pikiert und das, obwohl das Gegenüber freundlich ist, eigentlich ja nichts getan hat und meine eigene Grenze nicht berührt hat. Doch, war es nicht schon immer leichter, sich um den Dreck vor anderen Haustüren zu kümmern, statt mal bewusst sich mit seinen eigenen Unzufriedenheiten auseinanderzusetzen?

 

Ich bin so erzogen worden, stets achtsam und höflich zu sein, Respekt zu haben, das waren meinen Eltern wichtig. Sicherlich entstammen sie einer Generation, wo es noch wichtig war, das Gesicht nach außen zu wahren. Auch haben sie nicht alles richtig gemacht und sich oft über Dinge aufgeregt, was eigentlich nicht ihres war. Aber, irgendwie haben sie uns auch so sein lassen, wie wir waren…wenn auch dies für sie nicht immer einfach war. Ich passte als Kind schon nicht in das Döschen anderer, wo man ein Deckelchen drauf gemacht hat. Manchmal habe ich gemogelt, ganz früher, ja…so manches Mal bin ich mit dem Strom mit geschwommen, um meine Ruhe zu haben. Habe mit meinen Bauklötzchen auf andere geworfen und bin Petzen gegangen, weil es einfacher war auch mal nicht bei sich selbst zu schauen und von sich abzulenken. Doch jetzt mag ich dort nicht mehr reinpassen, mag mich schon lange nicht mehr in den Feldern anderer einklinken. Weil es mich müde macht, von mir wegbringt…mich nicht bewusst bei mir ankommen lässt. Außerdem mache ich so ungern anderen das Leben schwer, sondern möchte ja eher zu mehr Leichtigkeit verhelfen mit dem was ich tue.

 

So frage ich mich, ob genau diese Menschen morgens aufstehen und sich Gedanken machen, mit was sie sich denn heute beschäftigen. Nehmen wir heute den Nachbar nebenan, oder den drei Straßen weiter, und könnten mal wieder beim Vermieter anrufen, um mich über die Katze zu beschweren, die gerade durch meinen Garten gelaufen ist, oder lästern wir über die Kassiererin mit ihren künstlichen langen Fingernägeln, sie lächelte zwar freundlich, aber irgendwas an ihr war doch suspekt. Man könnte sich auch mit den Prospekten vom Discounter beschäftigen und mal schauen, ob es wieder das leckere Schweinsschnitzel für 1,99 das Kilo im Angebot gibt. Vielleicht auch mal ein Brief an die Gemeinde schreiben, dass die Vögel um die Mittagszeit zu laut gezwitschert haben.

 

Ach her je…was muss in den Köpfen solcher Menschen vor sich gehen, was bringt es ihnen, wenn sie sich über andere beschweren können, obwohl es sie eigentlich überhaupt nicht zu interessieren hat.

 

Und sich dann wundern, warum manche so unfreundlich zueinander werden, wenn nicht mal mehr das persönliche Gespräch gesucht wird, um vielleicht mehr von seinem Gegenüber zu erfahren…

 

Die Scheuklappe abnehmen und bereit sein für andere Ansichten, in seinem Feld bleiben…da wäre Allen mit geholfen. Sich mal selbst bewusst machen, dass nicht alle gleich Leben und nicht alle der gleichen Ansicht sein müssen oder gleiche Prinzipien haben. Hier geht es nicht um Dinge, wo das Leben anderer gefährdet oder wer misshandelt wird, wo man wegschauen soll, sondern um Nicklichkeiten, die nicht zum Überleben dienen oder wen einschränken....

 

Sowas macht mich einfach wütend, weil man anderen dadurch das Leben erschwert...

 

*Bild von Pixabay

*Text Privat

Der unsichtbare Vertrag

Der unsichtbare Vertrag von Mensch zu Hund:

 

Bevor ich Dich aussuche, werde ich mich über die Rasse erkundigen, denn ich möchte ja schließlich aus einem Esel kein Turnierpferd machen. Ich bin mir aller Verantwortung bewusst, dass Du ggf. (hoffentlich) eine lange Zeit Dein Leben mit mir teilen wirst.

Eine Zeit, in der bei Dir wie bei mir viel geschehen kann und sich das Leben verändert. Egal was uns erwartet, ich verspreche Dir, gemeinsam mit Dir diesen Weg zu gehen. Mit Dir und durch Dich zu lernen und zu wachsen. Ich weiß, dass Du Deine geistige und körperliche Auslastung brauchst, ich Dir aber auch zeigen muss, was es heißt ruhig zu sein.

 

Nicht immer werden meine Vorstellungen von Spaß auch Deinen entsprechen, so werden wir gemeinsam schauen, was uns als Team Spaß macht.

 

Ab dem ersten Zeitpunkt wo ich Dich sehe, werde ich Dir versprechen geduldig mit Dir als Baby zu sein und mir ist bewusst, dass Du nicht weißt, was es heißt, sein Geschäft einzuhalten. Weil Du es zum einen noch nicht kontrollieren kannst und zum anderen es eben noch nicht so konsequent gelernt hast. Auch, wenn Du mich nachts störst, werde ich Dich sanft raus tragen…egal, ob es regnet, stürmt oder schneit…wir werden es gemeinsam feiern. Sollte doch mal was daneben gehen, weil ich nicht aufmerksam genug war, werde ich es still und leise wegwischen. Denn ich weiß, dass Du das Alter eines Säuglings hast und dies seine Zeit braucht.

 

Geduldig werde ich sein und Dir viel Liebe schenken, wenn Du die erste Zeit Dein Grundstück nicht verlassen willst, weil Du Angst vor den Gefahren der großen weiten Welt hast und Dir ohne Deine Geschwister der Mut fehlt. Machst Du Blödsinn und hast Deine närrischen 5 Minuten, oder denkst, dass die teuren Lederschuhe ein großartiges Spielzeug sind, werde ich zwar etwas strenger sein, aber stets mit dem Verständnis, dass Du dies erst lernen musst und ggf. gezeigt bekommen solltest, mit welchen Dingen Du Dich austoben darfst. Ich weiß, dass Du keine Leine kennst und auch kein Halsband, so werden wir auch das Üben. Wir werden gemeinsam die Welt erkunden…mutig, Stück für Stück. Ich werde Dir die nötige Sicherheit geben, wenn Du mir zeigst, dass Dir eine Begegnung Angst macht und Dein Feld sichern.

 

Du kannst mir vertrauen, bin ich bei Dir, wird es Dir gut gehen.

 

Auch werde ich versuchen, mir stets Dein Alter zu reflektieren, wenn Du mal einen pubertären Anflug hast, werde Dich nicht für dumm oder rücksichtslos hinstellen, denn das weißt Du gar nicht was das ist. Du hörst es nur an meinen Worten, dass ich sauer bin, dies wirst du aber nicht wirklich verstehen…so verspreche ich Dir…ich gebe mein Bestes und bleibe geduldig.

Sollte ich mal nicht weiter wissen, dann werde ich Jemanden an unsere Seite holen, der sich auf uns einlässt und mir erklärt, was ich im Umgang mit Dir falsch mache. Aber auch hier, schauen wir, dass dieser Jemand, Dir nie weh tut und sich Deiner verletzbaren Seele bewusst ist. Mir ist durchaus bewusst, dass Du in der Pubertät das Gelernte innerhalb eines Tages, ach…was sage ich, innerhalb einer Std. von jetzt auf nu vergessen wirst und Dich ggf. erst nach ein paar Tagen wieder daran erinnerst. Doch sei Dir sicher, ich werde mit meiner geduldigen und konsequenten Art, dran bleiben und Dich an Dein Wissen erinnern oder an das, was wir gemeinsam erarbeitet haben.

 

 

Bitte entschuldige auch, wenn ich Dir Macken anerzogen habe, weil ich es nicht besser wusste und unerfahren war, ich werde versuchen, dass wir dies gemeinsam in den Griff bekommen.

Manchmal, ja, da werde ich Dich schimpfen, wenn Du über die Straße rennst, weil Du vielleicht einer Katze hinterherjagen wolltest. Mir ist aber bewusst, dass dies Dein Trieb ist und Du ein Hund bist, so muss ich Dir auch das beibringen, denn Du weißt nicht vor den Gefahren, die Dich erwarten…zumal man Katzen auch nicht jagen sollte.

 

Ich werde Dir versprechen, dass ich stets gut für Dich Sorge und gut auf Dich achte. Solltest Du mal Schmerzen haben, werde ich Dich begleiten und Dir sagen, dass alles gut ist. Verzeih…wenn ich dabei selbst etwas durch den Wind bin, aber auch nur, weil ich große Angst um Dich habe...

 

Dein Futter wird immer so sein, dass es gut für Dich ist, wenn Du Unverträglichkeiten hast oder Krankheiten, dann werde ich natürlich dafür sorgen, dass Dir Dein Essen schmeckt und es Dir vor allem bekommt. Wenn Dir etwas große Angst macht, dann werde ich Dich nicht auslachen, sondern Dir zeigen, dass es keiner Angst bedarf…oder Dir eben den nötigen Rückzug zugestehen.

 

Ich werde stets zu Dir halten und werde mir Mühe geben, dass Du ein anständiger Hund in der Gesellschaft wirst und egal was die anderen sagen, dass wir, was uns betrifft, in unserem Leben glücklich sind. Ich werde Dich nie vergleichen, mit Deinen Vorgängern, denn ich weiß…Du bist Du.

 

Ich werde Dir einen Platz in meinem Leben, in meinem Herz und in meinem Haus (Bett) geben, werde gut für Dich sorgen, wenn sich mal meine Lebensumstände ändern…so werde ich versuchen, stets den besten Weg für Dich zu finden….doch es wird passend gemacht, denn Du gehörst an meine Seite, ab dem Zeitpunkt als ich „JA“ zu Dir gesagt habe.

Egal was kommen wird, wir werden das gemeinsame Abenteuer schon meistern und ich werde es nie in Frage stellen, das ich Dich in mein Leben geholt habe.

 

Solltest Du mal alt werden, dann werde ich auch hier geduldig sein, ich weiß…Du wirst Vieles nicht mehr so wichtig sehen. Auch wirst Du nicht mehr so große Runden mit mir laufen können, so werden wir dies schon auf dich abstimmen. Ich weiß, dass Du auch wieder mehr meine Nähe suchst oder anhänglicher wirst, weil Du mich mehr brauchst und Dir das Alter Angst macht. Solltest Du Medikamente oder mehr Pflege benötigen, dann werde ich dies für Dich tun…schließlich liebe ich Dich ja, wie kann ich sowas vernachlässigen. Ich weiß, dass meine Nächte ggf. unruhig sein werden, weil Du eben nicht mehr so lange einhalten kannst, dann werde ich das Hinnehmen…verzeih, wenn ich manchmal etwas zerknautscht und mürrisch bin.

 

Sollte irgendwann mal der Tag kommen, wo Dein Leben endet, so werde ich Dir versprechen, ich nehme Dir jegliche Angst. Denn ich weiß, auch für Dich wird es nicht einfach werden. Sei mir bitte nicht böse, wenn ich mit meinen Tränen nicht innehalten kann, es ist nicht, weil ich Dir Vorwürfe mache…sondern weil es so verdammt weh tut zu wissen, das unsere Zeit endet. Ich werde Dir versprechen, Dich zu halten….nicht nur in meinen Armen, sondern in meinen Herzen. Ich werde mich stets an Dich und Deine Liebe, ja…auch an Deinen Schabernack erinnern

 

Unterzeichnet

„in Liebe, Dein Mensch“

 

Von Hund zu Mensch:

 

Sei geduldig und auch achtsam mit Deinen Worten, denn Du musst mir verzeihen, ich verstehe nicht immer was Du sagst, aber spüre Deine Emotion dahinter. Bringe es mir geduldig bei, was Du von mir erwartest. Meine Gene bringen dies leider nicht mit, sie wissen nicht, was ein Platz oder Fuß heißt…in unserer Welt, braucht man das nicht.

 

Entschuldige, wenn ich über Deinen frisch geputzten Boden laufe, für mich ist das nicht wichtig…ob da Tapsen drauf sind oder nicht, ich mag einfach nur in Deiner Nähe sein. Sei mir nicht böse, wenn mein Trieb mit mir durch geht und die Katze für einen Moment interessanter ist oder ich mal einen guten Fleck zum Schnüffeln gefunden habe und ich Dich mal wieder warten lasse.

 

Ich werde nicht immer Deine Erwartungen erfüllen, nicht aus Bosheit…nein, weil ich Vieles erst lernen muss. Deine Sprache und Dein Leben sind so anders als die Gene meines Ursprungs, doch verspreche ich Dir, ich versuche Dir zu folgen.

 

Ja manchmal bringe ich Ängste mit, keine Ahnung wo die herkommen…sie sind einfach da. Dann sei auch Du für mich da und gehe dies geduldig mit mir an.

 

Ich werde Dich fordern, mit meiner Art und meinem Charakter, weil ich eben so bin, lass Dich darauf ein und lerne gemeinsam mit mir. Sei nicht stundenlang böse mit mir, ich weiß am Abend nicht mehr, was ich am Morgen falsch gemacht habe…das Leben ist einfach zu kurz, um nachtragend zu sein und darauf rumzukauen.

 

Manchmal werde ich Dich leider in peinliche Situationen bringen, danke, dass Du trotzdem hinter mir stehst und das alles für mich grade biegst.

 

Ich werde auch nicht immer Deine Erwartungen erfüllen, weil das Gesamtpaket, was ich mitbringe, es manchmal einfach mit mir durchgehen lässt. Nicht immer sind wir gleicher Meinung, aber das ist nicht schlimm, ich versuche zu verstehen, was Du von mir willst…deshalb sei geduldig.

 

Nimm nicht immer alles so ernst, ich zeige Dir, was Leichtigkeit heißt und wie sehr es Spaß macht, im Sturm zu tanzen und den Blättern hinterherzujagen. Ich werde immer auf Dich warten, wenn Du das Haus oder den Raum verlässt. Schimpfe nicht mit mir, wenn ich jaule…ich muss es doch erst lernen, dass Du wieder kommst und alles gut ist…denn, ich werde auf Dich warten, egal ob 5 min. oder 5 Stunden und Dich wedelnd in Empfang nehmen, um es mit Dir zu feiern, dass wir wieder vereint sind.

 

Weise mich nicht zurück, wenn ich Dir meine Liebe beweisen möchte, nichts ist so wichtig, dass Du nicht kurz Zeit hast, um von meiner Liebe überschüttet zu werden.

 

Mit Geld, nein, da kann ich Dich nicht mit entlohnen, für das alles was Du für mich tust. Ich werde Dir aber versprechen, Dir jeden Tag, jede Sekunde meines leider viel zu kurzen Lebens zu schenken und Dir meine bedingungslose Liebe zuteilwerden lassen. Wenn es Dir nicht gut geht, werde ich bei Dir liegen, egal wie lange…ich weiß, mit meiner Liebe und Fürsorge, wirst Du schneller gesund werden.

Ich werde Dein Herz heilen und werde Dir beibringen, wie man lernt, das es nicht viel braucht um glücklich zu sein.

 

Ich weiß, was Du für mich tust, egal in welchem Alter…ich werde nie Bedingungen stellen, außer die eine…

 

Lass mich nie allein, wenn es mir mal nicht gut geht, denn da, brauche ich Dich an meiner Seite, um auch dies in Würde zu meistern.

 

Ach weißt Du….ich Liebe Dich, dafür braucht es keine Worte oder Versprechungen, denn Du, bist das Wichtigste in meinem Leben. Ich werde nie von Deiner Seite weichen, solange ich lebe oder gar meine Liebe zu Dir in Frage stellen... Sofern Du mich lässt

 

Unterzeichnet

"in Liebe, Dein Hund"

 

©️Text und Bild privat

 

*Darf gerne geteilt werden*

Die Erde geht uns Alle an

Mir ist bewusst, dass solche Beiträge dieser Art nicht gern gelesen oder geliked werden, weil man sich entweder nicht tadeln lassen möchte, evtl. das Gefühl hat, dass wäre nun der 1000`ste Beitrag, der wieder mal den Finger hochhält oder einer einem missionieren möchte.

 

Auch weiß ich, dass meine Beiträge gerne gelesen werden, wenn es um Tiere, Hunde oder aus meinem Erlebten geht. Doch jeder der meine Beiträge liest, weiß auch, dass ich gnadenlos direkt und ehrlich bin.

 

Doch, es gibt nicht nur Feenstaub und Licht und Liebe, so darf ruhig eben auch mal "erinnert" oder aufmerksam gemacht werden.

Und ja, es ist schöner, etwas zu teilen oder zu schreiben, wo einem das Herz aufgeht und man schmunzeln kann. Doch bin ich der Meinung, dass man auch mal auf die Schattenseiten aufmerksam machen darf und dies ruhig nicht nur von einer Seite geschehen soll.

 

Ich missioniere weder, noch verderbe ich jemanden seine Freude an etwas, noch halte ich den Finger hoch oder bewerte jemanden nach etwas. Ich selbst bin mir auch bewusst, dass ich hier und da noch einiges verbessern kann und zur Veränderung beitragen kann. Jeder soll und darf das tun, was er meint, dass es für ihn stimmig ist und es ihm damit gut geht.

 

Selbst ich, lese keine Beiträge von misshandelten Tieren, teile und like sie nicht, weil ich selbst dort keine Energie reinstecken möchte. Doch was ich lese, sind Beiträge, wo es um unsere Erde geht. Um den Klimawandel, was passiert, wenn man es nicht mehr rechtzeitig schafft, das Ruder umzulenken. Auch bin ich kein Freund davon, mir Dokumentationen anzuschauen, eine Träne zu verdrücken und im nächsten Atemzug so zu tun, als würde es mich nicht betreffen. Ich gehe auf keine Demos, halte kein Schild hoch und lebe aber dann genau das Gegenteil. Wir (mein Mann und ich) versuchen im Stillen und leise unser Leben bewusster zu leben.

 

Obst und Gemüse kaufen wir regional. Fleisch gibt es so gut wie gar nicht, unser Grill verrostet eher und wenn es das gibt, dann von Biohöfen regional. Regional bedeutet, jeder achtet auf Nachhaltigkeit wo selbst die Futtermittel regional bezogen werden. Wir lesen uns die Zutatenliste durch, verzichten auf Palmöl und weitgehend auf Soja. Wir essen gerne Eier, aber dann eben von einem Bio-Hof, wo das Ei 45 Cent kostet. Wir versuchen im Haushalt auf Ökologische Mittel umzusteigen soweit es geht.

 

Nein, wir klöppeln unsere Taschentücher nicht selbst. Auch bestellen wir online was, wenn es das vor Ort nicht gibt. Sicherlich fahren wir auch Auto. Auch achten wir auf saubere Kleidung und benutzen Kosmetik. Wir laufen nicht in Leinentücher und Ökolatschen rum und achten auf ein gepflegtes Äußeres und schauen, was man braucht, damit es einem gut geht. Wir essen gerne und mit Genuss. Aber, wir versuchen Stück für Stück nach Veränderung zu suchen, Dinge zu ersetzen, mit denen man gut Leben kann, selbst kein Nachteil davon hat und eben noch etwas Gutes für die Erde tut.

Wir schimpfen auf die Politik, zeigen mit den Fingern auf die Menschen, wo wir der Meinung sind, die können doch eher was verändern. Jeder Steuererhöhung, die auf Fleisch oder Güter aus dem Ausland erhoben werden soll, wird motzend argumentiert. Gesetze, die mich persönlich nicht treffen, werden gut geheißen…trifft mich ja nicht. Wir schimpfen auf die „Reichen“, weil wir neidisch sind, nicht selbst so einen Reichtum zu besitzen, obwohl wir es nicht anders machen würden, wären wir in deren Lage. In der Politik wird jeder, der annähernd versucht, etwas Positives umzusetzen, oder ein Gesetz erstellt, was gegen den Klima Wandel wäre, nach einer gewissen Zeit degradiert und das Gesetz wieder erlassen. Zumindest ist das in vielen anderen Ländern so. 

 

Wenn man Berichte über den Klimawandel liest über deren Politiker berichtet wird, dann kommt es mir oft so vor, wie „Gollum“ aus der Herr der Ringe, der seinen Schatz in den Händen hält aus Habgier und Eigennutz, ohne sich bewusst zu werden, welche Macht er in den Händen hält.

 

Seinen eigenen Arsch so hoch zu halten, wie es nur geht, ohne dabei Rücksicht zu nehmen, dass die Güter der Erde ausgebeutet werden.

 

Wie oft höre ich den Satz „Ein Einzelner kann nichts verändern“, doch….die Nachfrage bestimmt das Angebot, jeder Einzelne kann im Kleinen was verändern und zusammen kann das Kleine etwas Großes bewirken. Achtsamer, bewusster, respektvoller und mit Demut mit der Erde und den Lebewesen, die darauf existieren, da würde man schon viel erreichen.

 

Ernährung ist eine Frage der Intelligenz, ist meine Meinung…vieles tut dem Körper nachweislich nicht gut, Krankheiten sind mittlerweile durch falsche Ernährung selbst erschaffen.

 

Mir persönlich kommen die Tränen, wenn ich lese oder sehe, welche Arten der Erde mittlerweile ausgestorben sind, oder vom Aussterben bedroht sind. Es zerreißt mir förmlich das Herz, wenn Lebewesen zu Forschungszwecken missbraucht werde und ich frage mich bewusst, was ich noch tun kann, um wenigstens ein Umdenken anzustreben oder eine Veränderung hervorrufen kann. Schaue ich mir Dokumentationen an, wo Affen zu Forschungszwecken benutzt werden und sich gemeinsam an den Händen halten, um sich Trost zu spenden, sitze ich Tränenüberströmt davor und brauche ewig, um mich wieder zu fangen. Mich schüttelt es regelrecht und ich könnte erbrechen, wie erbärmlich die Menschen sind, die Gutmütigkeit mancher Lebewesen so auszunutzen.

 

Mag sein…wer keine Kinder hat und mittlerweile im mittleren Alter, wird dieses Ausmaß nicht mehr erleben, vielleicht nur kleine Züge dessen, kaum Einschränkungen. Aber hier geht es schon lange nicht mehr nur um mich allein.

 

Und wenn ich nur einen Einzigen mit meinem Beitrag erreiche, der damit bis zum Ende gelesen hat, der nun versucht bewusster zu Leben und der dann wieder einen anderen damit erreicht, dann ist dies schon ein Erfolg für mich.

 

Wir sind so klein, im Gegensatz und zum Vergleich zu der Erde und ihren Lebewesen, die darauf leben, doch sie sind uns unterlegen und wir können so viel bezwecken mit einem Umdenken und Handeln unsererseits.

 

Danke fürs Lesen ❤️

 

*darf gerne geteilt werden*

Dem Weg des Herzens folgen...sich treu bleiben

Auf dem Weg zu dem was ich heute bin, konnte ich oft einiges beobachten.

 

Ich durfte bereits viele Lehrer und Lehrerinnen oder Ausbilder haben, viele haben mich inspiriert oder auf den Weg gebracht, aber was das Wichtigste war, ich habe diese gewählt, die quasi meine kleine Flamme in mir größer erscheinen haben lassen.

 

Ganz zu Anfang hatte ich Menschen an meiner Seite, die versuchten eher das Licht klein zu halten…es zu schwächen, statt das Feuer zu entfachen. Zu Anfangs merkt man das erst gar nicht, denn man vertraut ja, wenn diese Menschen dann noch auf eine freundschaftliche Weise erscheinen, dich an ihre Seite ziehen, dann kann es gut passieren, dass man sich vergisst und letztlich nur noch dieses Wort gilt. Schaue ich zurück, dann sehe ich, dass dies nur zwei waren…ganz ganz früh am Anfang meines Weges. Sie haben mit meinen Ängsten gespielt, um mich in der Abhängigkeit zu halten.

 

Meine Intuition oder mein Bauchgefühl gegenüber anderen war schon immer gut, einer meiner Stärken, dass ich Menschen lesen kann…sie einschätzen kann. Früher wertete ich, heute lese ich und lasse sein, wähle mit bedacht, ob ich diese Energie an meiner Seite haben mag, oder diese in meinem Feld nichts zu suchen hat…ich folge nicht blind…heute brauche ich keinen Leithammel mehr, sondern mal jemand an meiner Seite, der mich lehrt, mir verschiedene Schlüssel zeigt und mich wählen lässt, durch welche Tür ich durchgehen möchte. Mir mal die Hand reicht, wenn ich stolpere, aber nicht für mich die Steine aus dem Weg räumt, sondern bei der Lösung behilflich ist, wie ich über den Stein steigen kann, ohne ständig zu stolpern.

 

Selbstermächtigung ist das…., zu helfen, die eigenen Stärken aus den tiefsten Verletzungen aus zu graben.

 

Habe ich Menschen bei mir in der Ausbildung, dann habe ich schon mal gesagt bekommen:

 

„Genau das, was Du kannst, genau so möchte ich das auch können“

 

Wird nie funktionieren, weil ICH, ICH bin…ich habe eine andere Wahrnehmung, eine andere Art, eine andere Gabe und einzigartige Fähigkeiten. Ich sage meinen „Schülern“, dass sie von mir lernen dürfen, ich mein Wissen der letzten 20 Jahren weitergebe…sie sich aber im Herzen treu bleiben sollen, ihren eigenen Weg gehen sollen, ohne in meine Fußstapfen zu treten. Sie haben andere Stärken als ich, die erst zum Vorschein kommen, wenn sie sie sehen und sich dabei nicht aus den Augen verlieren, dabei helfe ich ihnen, ihre eigenen Stärken zu entwickeln.

Ich inspiriere sie, entfache ein Feuer….am Brennen erhalten, dass müssen sie es schon selbst, ich kann lediglich dabei helfen, ein paar Tipps zu geben, welches Holz sich am besten eignet.

 

Auch bin ich da, wenn es stagniert. Stagnation kenne ich zu gut, das passiert meist dann, wenn man sich vergleicht, in der Art „das was der kann, will ich auch können“ oder „ich bin nicht gut genug“, weil mal wieder ein Glaubenssatz triggert.

 

Aber warum will ich das können, was der andere kann, statt nach dem zu suchen, was ich kann?

 

Es ist sicherlich einfacher, weil es keine Mühe macht, aber wird dauerhaft das Feuer nicht am Brennen erhalten, sondern eher genau das Gegenteil.

 

In letzter Zeit lese ich Posts, von selbständigen Designern, die erzählen, dass ihr Kleid auf einer anderen Seite aufgetaucht ist, mit ein wenig Abwandlung…aber ansonsten genau das gleiche Kleidungsstück. Fotografen, die eine bestimmte Richtung haben, und andere dies nachahmen, weil sie sehen, dass es zum Erfolg führt. Ich werde gefragt, wo ich gelernt habe, so zu schreiben, wie ich schreibe. Das habe ich nicht erlernt, es ist in mir drinnen…es ist mein geistiges Eigentum.

 

Mein Mann ist Imker, es gibt Menschen, die ewig keinen Namen und kein Logo für ihre Imkerei hatten…als seins sichtbar wurde, erschien plötzlich ein anderer mit dem ähnlichen Namen.

 

Für mich hat alles eine Bedeutung, mein Logo, mein Name, meine Art, mein Erlebtes oder gar mein Produkt, was ich erschaffe, wenn ich etwas herstelle. Es trägt meine Energie, meinen Geist und meine Liebe.

 

Bei meinen „Schülern“ erzähle ich von meiner eigenen Wahrheit, gestärkt stehe ich über dem, was ich erlebt habe. So gebe ich mein Wissen weiter, weil ich mir wünsche, dass es mehr Menschen erreicht, wie Tiere wirklich fühlen…dass Tiere eben als eigenständiges Wesen angesehen werden, als lichtvolle Wesen und nicht als Gegenstand. Ich bitte sie, ihre eigene Wahrheit zu finden, ihren eigenen Weg zu gehen. Sich nicht verkaufen, für etwas, was sie nicht sind.

 

Man darf erfolgreich sein, mit dem was man tut. Egal, ob ich Honig herstelle, Kleider nähe, Coache und Lehre, mit Tieren spreche, ein Yogastudio betreibe, Schriftsteller bin, Schmuckdesigner oder ein Restaurant betreibe….aber nicht, weil ich sehe, dass andere damit erfolgreich sind oder des finanziellen Reichtums wegen, sondern weil ich mich selbst damit identifizieren kann, weil ich meinen eigenen Weg des Herzens gehe und weil ich stets das Lebe was ich auch nach außen trage…mich berufen fühle.

 

Ich darf stets mit Herz dabei sein…koche ich, weil ich kochen muss…wird das Essen lange nicht so gut schmecken, wie wenn ich es aus dem Grund tue, weil ich für mich oder meine Familie was Gutes tun mag, dann wird auch das einfachste Gericht schmecken.

 

Bei mir spüre ich eine Demut, eine unwahrscheinliche Dankbarkeit, wenn ich Menschen auf den Weg bringe und ein Stück des Weges begleiten darf. Tieren helfen darf, dass sie besser verstanden werden und anderen durch meinen eigenen Weg zeigen darf, dass auch ein Feuer, was so das ein oder andere Mal schon kurz erloschen war, jedem größten Sturm standhielt und stärker denn je entfacht wird….

 

Kopiere ich…trägt es für mich nichts…sondern ist es lediglich eine leere Erscheinung…leere Worte…eine Hülle…ohne eigenen Geist und ohne Liebe.

 

Ich will kein Spiegelbild, eine Kopie eines anderen sein, ich möchte mich selbst darin erkennen können um selbst wahrnehmen zu dürfen, wie ich selbst auf meinem Weg wachse.

Geschwister

Wenn ich mit meinem heutigen Bewusstsein die Bilder anschaue aus meiner Kindheit, dann sehe und spüre ich so viel mehr, als ich dies vielleicht noch vor einigen Jahren getan habe.

 

Was erwartet einem, wenn man auf diese Welt kommt. Ein Baby wird getragen, in den Armen geschaukelt und liebkost. Die Eltern tun stets ihr Bestes, auch, wenn sie selbst gefangen sind in ihren Mustern, Glaubenssätzen und Strukturen. Verworren im Familiennetz wird man als Seele hineingeboren. Früher dachte ich immer, dies geschieht ohne (mit) Bestimmung, keine Option selbst auszuwählen, doch heute weiß ich, dass die Seele sich das selbst aussucht, bewusst in welche Erdenfamilie geboren zu werden, welche Erdenfamilie stark genug ist und mit den Aufgaben klar kommt, diese Seele zu empfangen. An all den Aufgaben, die das Leben stellt zu wachsen.

 

Dann sehe ich meine Geschwister und mich…eine Familie, eine Struktur, ähnliche Glaubenssätze, äußerliche Ähnlichkeiten und doch komplett unterschiedlich, unterschiedlicher könnten wir drei gar nicht sein.

 

Man wächst gemeinsam auf, teilt sich die Liebe der Eltern, entwickelt Neid, versucht sich in den Vordergrund zu mogeln, baut Ängste auf, haut sich, ärgert sich, piesackt und kritisiert sich und doch liebt man sich, irgendwie und auf irgendeiner Weise. Ist verbunden und verworren in alle Ewigkeit, so denkt man zumindest und meint, dass muss so sein.

 

Denke ich an meine Kindheit zurück, dann war ich die Kleinste, das Nesthäkchen, wo Wikipedia das dazu sagt

 

*Nesthäkchen, bei Geschwister das jüngste, letztgeborene Kind, das als letztes „aus dem Nest fliegt“

 

So war es auch, ich flog als letztes aus dem Nest und kam mir immer vor, wie das Küken.  Durch die emotionale Arbeit an mir, sehe ich mich oft als Kind, auch jetzt, während ich den Text schreibe…da sehe ich das kleine Mädchen sitzen. Rebellierend, frech grinsend, eigenartig, in sich zurückgezogen, hilflos und anhänglich mit Verlustängsten und oft einsam, weil sie anders war. Meine Geschwister waren größer als ich, wollten sich nicht immer um die Kleine kümmern, wenn sie mal wieder aufpassen mussten auf mich. Wie es eben so ist, wenn die Größeren eben andere Interessen haben, als die Kleinsten. Mir beim Lernen helfen mussten und daran verzweifelt sind, wenn ich ständig nach dem „Warum“ fragte und den Lösungsweg nicht einfach so hinnahm. Sie waren viel emsiger, fleißiger und ehrgeiziger.

Doch war ich hier und da im Schlepptau bei meinem Bruder und meiner Schwester dabei und wurde mitgenommen. Da erinnere ich mich, dass ich sehr an meinem Bruder gehangen habe, zu ihm aufschaute und als er auszog oft bei ihm übernachten wollte. Bis er ins Ausland ging…da zerbrach etwas in mir und Stricke wurden durchtrennt, ich habe sehr darunter gelitten, dass er für mich nicht mehr greifbar war.

 

Meine Schwester und ich, wir waren eben wie richtige Schwestern. Sie größer, erwachsener, eigenständiger und das, obwohl uns nur 6 Jahre trennen. Sie war sich bewusst, was sie vom Leben wollte, wollte mich liebevoll dahintreiben, mitziehen… doch erzeugte in mir das Gegenteil. Wie echte Mädels eben mal zueinander sind.

 

Ich musste mehrfach den Kontakt brechen, trennen…nicht, weil ich sie nicht geliebt habe, sondern weil ich nicht klar kam, in ihrem Schatten zu stehen, weil ich einfach noch nicht soweit war, zu mir zu stehen…um mich zu finden.

 

Damals verglichen die Eltern noch, in der Art „schau, deine Geschwister haben studiert“; „sie sind sportlich erfolgreich“; „Haben Familie und Kinder“…aber auch hier, ohne Wertung, das machen eben Eltern mal so und damals war es eben auch eine andere Zeit. Ich, ich hatte nichts dergleichen. Ich machte mir kein Kopf über die Zukunft, nicht aus Faulheit, sondern weil ich für mich gefühlt nicht reinpasste. Nicht in diese Familie, nicht in diese Welt, nicht in diese Gesellschaft, weil ich anders war und doch nicht anders sein wollte. Dennoch hatte ich irgendwie Glück im Leben, bekam immer gute und verantwortungsvolle Jobs, weil ich einfach das Wissen hatte…ohne in der Schule einen 1´er Abschluss zu absolvieren oder studiert zu haben. Was ich bekam, hat mir gereicht um gut damit zu Leben und beruflich Erfolg zu haben.

 

Mein weiteres Leben, entwickelte ich von der Familie fort. Oft war ich sauer auf meine Geschwister, weil ich in ihrem Schatten stand, verglichen werde, nicht gesehen werde und sie im Fokus standen…scheinbar, so sah ich es zumindest. Ich fühlte mich verletzt, dass sie mich nicht sehen. Ich dachte, sie werden mehr geliebt als ich. Damals hatte ich aber auch noch nicht die Sicht, auf ihre eigenen Erlebnisse, Gefühle und Verletzungen.

 

Durch meine Ausbildungen im spirituellen Bereich, löffelte ich oft in der batzigen und klebrigen Kernsubstanz rum. Löste Glaubenssätze, trennte mich mental aus den Verstrickungen der Erdenfamilie, begrub so oft die Ansicht des Familienbildes, was ich davon hatte, wie eine Familie zu sein hat und heilte meine kindlichen Verletzungen…wie oft kamen Kinderthemen hoch, immer wieder das kleine sonderbare Mädchen, was so anders ist und doch dazugehören möchte, ein Teil der Familie und sich immer ausgegrenzt fühlte. Viele Tränen wurden geweint, sicherlich machte ich innerlich den anderen Vorwürfen, weil sie mich nicht so sehen wie ich wirklich bin.

 

Mein Wunsch war es auf Augenhöhe, gleich mit ihnen zu stehen, ohne Wertung ihres oder meines Lebens.

 

Ich kam da nie hin, weil ich eins nicht tat…ich wollte so sein wie sie, ohne zu sehen, dass ich anders bin. Dass ich erst gesehen werde, wenn das kleine Küken anfängt, die Eierschalen abzuwerfen und selbst den Schritt aus dem Schatten in das Licht tut, zu sich zu stehen, seinen eigenen Weg geht und seinen eigenen Wert sieht. Raus aus den Vorwürfen, raus aus der Wertigkeit, selbst nicht das Leben der anderen nicht mehr zu werten und beide Seiten als „gleich gültig“ stehen zu lassen. Nicht zu allem ja zu sagen, sondern hinter seinem eigenen Leben zu stehen, ohne sich zu verteidigen. Ehrlich zu sein, zu dem, was wir denken und fühlen.

 

Als ich das tat, zeigte sich mir ein Bild, wo ich uns Geschwister sehe…nicht mehr die Kleinen verletzbaren, verworren in der Struktur, sondern die Menschen, die in ihrem Licht strahlen und doch verbunden sind, sich gegenseitig respektieren ohne zu urteilen…auf Augenhöhe. Ohne kindliche Verletzungen, raus aus den Vorwürfen der Vergangenheit, offen und ehrlich miteinander kommunizierend, für einander da zu sein.

 

Wir alle haben unsere Zeit gebraucht, um die Glaubenssätze zu lösen, die Strukturen nach unserem Leben auszurichten, zu heilen, Wachstum zu zulassen und sind oftmals getrennte Wege gegangen, um gestärkt sich wiederzufinden und neu aufeinander zu zugehen, nach vielen Jahren…jetzt sehen sie mich, weil ich mich sehe und sie sehe…wir sehen uns mit anderen Augen, nicht mehr, mit den kindlichen Verletzungen und Wertungen. Leben nicht mehr gefangen in der Familienstruktur, machen uns unser eigenes Bild.

 

Mir ist bewusst, dass viele andere das ähnliche Problem haben. Wie oft behandle ich Familienthemen mit meinen Klienten, wie gut kann ich sie verstehen und es nachempfinden. Manchmal darf es Heilung für alle geben, wenn alle bereit sind zu wachsen aber im Vordergrund steh erst ich, weil ich mir wichtig bin, wenn ich heile…dann dürfen auch die anderen Heilen, in ihrem eigenen Tempo und ja, manchmal geht man eben getrennte Wege, um zu sich selbst zu finden und um irgendwann wieder zusammenzufinden.

 

Ich habe nach der Gunst und Anerkennung gekämpft, weil es mir wichtig war, was sie von mir denken, statt mich zu Leben und zu dem zu stehen, was ich wirklich bin. Sicherlich bedarf es Wachstum von allen Seiten, ohne die Lebensweise des anderen zu werten, obwohl sie so sehr von der eigenen abweicht. Frei von Schuld oder jeglichen Erwartungen.

 

„Danke, dass es euch gibt“…

Kann ich heute mit reinem Herzen sagen und spüre die Liebe, die ich ihnen gegenüber bei mir spüren darf <3

 

© Text und Bild Privat, darf nur von meiner Seite geteilt werden.

Räuchern...schamanischer Hausputz

Nach einem Hausputz, hänge ich oft noch einen energetischen Hausputz mit dran

 

Bei der Auswahl der Räucherware, lass ich mich gerne einfach leiten und schaue intuitiv was gerade passt und gebraucht wird.

Zum meinen Favorits gehört eine Mischung aus goldener Weihrauch, weißer Salbei, Copal, Styrax, Dammarharz und zum Abschluss Palo Santo Holz. Campher liebe ich sehr und nutze es aber nie als Mischung, sondern eher als Einzelkomponente.

Oft habe ich danach das Gefühl, das in meinen Räumlichkeiten wieder alles am richtigen Ort steht. Die Luft fühlt sich geklärt und sauber an.

 

Auch bin ich ein unwahrscheinlicher Geruchsmensch und kann an Gerüchen gar nicht so viel ab, beim Räuchern mit meinen eigenen Komponenten, ist das irgendwie ganz anders.

 

Ich habe sehr wenige Mischungen, die ich mit bestem Gewissen weiterempfehlen kann. Die nehme ich, wenn es mal "schnell" gehen soll oder eben zum sanften Räuchern auf dem Räucherstövchen. Ich spüre die Energie und Qualität der Räucherware und achte hier sehr auf die Bezugsquellen. Mal trockne ich schon auch das ein oder andere aus meinem eigenen Garten.

 

Interessant ist die Wirkung, die mir Klienten, dessen Räumlichkeiten ich ausräuchern durfte, schon berichtet haben. Eine energetische Hausreinigung, kann auch schon mal aus der Ferne stattfinden, sicherlich dann nur energetisch und mental, ohne den Duft der Räucherware oder meiner Anwesenheit.

 

Manchmal werde ich um Hilfe gebeten, um das ein oder andere Gestüt von Fremdenergien zu befreien, wo man deutlich danach spürt, das die Pferde "sanfter" werden und es wieder achtsamer miteinander läuft.

 

Beim Kauf, von älteren Häusern oder um eine energetische Wohnungsreinigung durchzuführen, wurde meine Hilfe bereits oft benötigt.

Einmal kam ein Hilferuf von einer Mama, die mir am Telefon mitteilte, das ihr 1 1/2 jähriger Sohn nicht mehr in seinem eigenen Bettchen schlafen mag und selbst, wenn sie sich dort aufhält, würde sie sich beobachtet fühlen. Auch würde der Kleine, immer in ein Eck in seinem Zimmer schauen. Sie kam sich in ihren eigenen Räumlichkeiten beobachtet vor, was ihr starke Angst gemacht hat, weil sie das Gefühl nicht beschreiben konnte.

 

Wenn man mit solchen Dingen nichts zu tun hat und das erste Mal damit konfrontiert wird, fühlen sich die Menschen oft hilflos und trauen sich nicht, mit anderen darüber zu sprechen, haben das Gefühl sich dafür genieren zu müssen und das, obwohl es ihnen Angst macht, etwas zu spüren, was man nicht sieht.

 

Als die Hausreinigung durchgeführt wurde und ich im Nachgespräch erzählt habe, was ich wahr genommen habe, wurde mir vieles bestätigt, wie z.B. Vorbesitzer oder Erbauer des Hauses. Manchmal kann ich sogar detailliert beschreiben, warum die Energien sich dort aufgehalten haben. Ich beschreibe Emotionen und vergangene Geschehnisse.

 

Glücklicherweise durften alle nach der Reinigung wieder friedlich schlafen und selbst der Kleine, konnte sich in seinem Zimmer aufhalten, ohne zu weinen oder Angst zu haben. Selbst ihr Mann berichtete ihr im Nachhinein, und das, obwohl er nicht wusste, das ich die Reinigung durchgeführt habe, das er irgendwie besser schlafen kann und es sich sanfter im Haus anfühlt. Da spürt man eine unwahrscheinliche Erleichterung bei den Menschen, die vorher das Gefühl hatten, echt verrückt geworden zu sein.

 

Auch Praxen oder Räumlichkeiten mit hohem Durchgangsverkehr habe ich schon gereinigt. Man darf sich das so vorstellen, das eben Gedanken und die Emotionen ebenso dorthin getragen werden und oft in den Räumlichkeiten verbleiben. Wenn ich zu Anfang diese Räume betrete, spüre ich direkt, wie mich wieder etwas raus drückt, ein dunkler zäher Nebel an schwerer Energie. Die Menschen berichten auch von seltsamen Vorkommnissen oder Streitigkeiten, die keinen Sinn ergeben.

 

So reinige ich jeden Ort, wo ich mich länger aufhalte, selbst, wenn wir in Urlaub fahren, wird das Ferienhaus energetisch fein gemacht, damit wir uns entspannt dort aufhalten können, ohne die Emotionen oder Energien der Vorgänger ab zubekommen.

 

Selbst Menschen, die damit scheinbar wenig zu tun haben, spüren einen deutlichen Unterschied zu vorher und nachher. Kinder und Tiere reagieren im Übrigen sehr sensibel darauf, habe ich selbst schon bei meinen Hunden beobachten dürfen.

 

Also, nicht alles Störende sieht man...wenn es sich auch ein wenig abgefahren anhört, so war noch jeder im Nachhinein positiv davon überrascht 😉

 

Das Räucherwerk trägt natürlich viel dazu bei, dennoch reicht das nicht immer alleine aus, wo ich natürlich schamanisch Arbeite und meine Spirits als Begleitung dabei habe.

 

Doch selbst der Duft, der sich Tage danach, sanft in den Räumen hält, ist es für mich schon Wert🌹

Überzeug dich doch selbst davon ☺️

 

*Bilder und Text privat*

Erklär mir Deine Welt...

Wenn ich Anfragen bekomme, mit der bitte, ich möge doch mal mit dem dreizehn Wochen alten Welpen kommunizieren, weil es einige Probleme im Zusammenleben gibt, dann hinterfrage ich natürlich.

 

Sicherlich kann auch ein dreizehn Wochen alter Welpe den Bedarf an meiner Hilfe haben, wenn aber die Fragen dann sind „warum machst Du immer noch ins Haus“, „weshalb jammerst Du, wenn wir arbeiten sind“ usw.….dann muss ich mich wirklich zusammenreißen um sachlich, Respekt- und liebevoll bei meiner Antwort zu bleiben.

 

Ich kam mit 26-Jahren zu meinem ersten Hund, ich hatte keinen blassen Schimmer über Hundeerziehung und was ein Hund darf und nicht darf, Katzen erziehen sich eben ganz anders. Das Einzige was ich wusste, ich übernehme Verantwortung für ein Tier…sein ganzes Leben lang. Wir besorgten uns Bücher und informierten uns an allen möglichen Quellen. Letztlich entschieden für uns für die Rasse, weil wir wussten, dass diese sehr speziell und „liebevoll bekloppt“ ist. Wir bekamen ein dominantes Früchtchen, was unser Leben auf den Kopf stellte. Organisierten im Vorfeld, wer wann zuhause ist und uns war bewusst, dass sich unser Leben verändert mit einem Tier.

 

Ein Welpe kann erst mit sechszehn Wochen seinen Organismus kontrollieren, um Pippi einzuhalten, sicherlich zeigen es manche früher an und manche eben erst später, vielleicht auch aus Bequemlichkeit. Wie Kinder eben, der Eine meldet bereits mit zwei, der Andere erfreut sich noch daran mit drei in die Hose zu machen. Dann das allein sein, ein Welpe kommt aus seinem Hunderudel, wo er seine Mama und seine Geschwister um ihn rum hat, ggf. bei einem Züchter, der sich ebenfalls rundum die Uhr um die Kleinen kümmert, sie haben ihren Tagesablauf, ihr Zusammenleben und plötzlich mit zehn Wochen kommen sie in eine ganz neue Familie, neue Umgebung, andere Menschen und sehen zum ersten Mal mit ihren Augen, wie die Welt draußen ist. Sie sind noch so klein, dass alles neu ist. Verstehen nicht, warum unbedingt eine Leine und ein Halsband nötig ist oder man eben nicht immer zu allen hinrennen und hochspringen darf. Nicht jeder Hund, der entgegenkommt, zum Spielen geeignet ist. Bis sie lernen, dass es nicht nur einmal regnet und das nass, was von oben kommt, nicht schmerzhaft ist. Betrachten erstmal alles vom sicheren Schoss ihres Menschen, bis sie sich mutig trauen. Testen das Schwimmen in einem großen Gewässer aus und sind stolz wie Bolle, dass sie paddeln konnten mit ihren Beinchen und freuen sich, dass schwimmen sogar Spaß machen kann. Laufen mit dem Wind um die Wette, fangen die Blätter im Herbst ein, die an ihnen vorbeifliegen. Bemerken, dass es kälter wird und erkunden das weiße kalte Zeugs, was vom Himmel fällt und spüren, dass man sich darin klasse wuseln kann. Die Mülltonne, die im Sommer zur Abholung rausgestellt wird, schaut aber im Winter um die gleiche Uhrzeit ganz anders und viel gefährlicher aus. Wenn seine Menschen aus dem Haus gehen, dass dies kein Weltuntergang ist, weil sie immer wieder kommen. Man beim Essen keine Purzelbäume schlagen muss, weil es genügend Futter bei seinen Menschen gibt, was sie nicht mit ihren Geschwistern teilen oder vor ihnen verteidigen müssen.

 

Ja, ich erinnere mich. Nicht nur, weil meine Welpenzeit mit meinem Hundemädchen erst zwei Jahre zurückliegt, sondern auch daran, wie es mit den Buben war. Ich erinnere mich auch, dass es mir vor zwölf Jahren stressfreier vorkam, aber auch nur, weil ich viel vergessen habe.

 

Mein Hundemädchen zeigte mir so viel mehr, was sie kann, dass ich in der Tat oft vergessen habe, dass sie eigentlich noch ein Baby ist. In der Hundeschule waren wir das Vorzeigeteam, bis zu dem Punkt, wo sie mit fünfzehn Wochen frei an der Leine ohne Leckerchen mit mir gehen sollte. Was sie natürlich nicht tat. Ich bekam eingeredet, dass sie eine „Leinenstörung“ hat. Mein Hundemädchen lief ohne Leine bei mir, machte ich die Leine dran, blieb sie stehen und jammerte fürchterlich. Sie vertraute mir bedingungslos, die Bindung war so eng, dass ich den Welpen draußen immer in meiner Nähe hatte. Ihre angedichtete Verhaltensstörung, war ein gesundheitliches Problem, wo die Hundeschule mir gerne eine Verhaltenstherapie aufgedreht hätte für schlappe 320,00 EUR. Sie läuft übrigens vorbildlich an der Leine, direkt nachdem das gesundheitliche Thema behoben war...machte sie jeden Tag mehr und mehr Fortschritte.

Gegenüber auf der anderen Straßenseite, steht eine Schildkröte aus Stein. Wenn ich heute dran vorbei gehe, huscht mir ein Lächeln über das Gesicht, wie oft habe ich Käsestücke auf die Schildkröte gelegt, um ihr zu zeigen, dass sie nicht böse ist, sondern noch was Leckeres für sie bereithält, weil sie immer Angst hatte an ihr vorbei zu gehen. Manchmal kann ein Welpe anstrengend sein, ja….ziemlich anstrengend, aber auch wunderschön so ein Wesen an seiner Seite zu haben, was mit einem die Welt erkundet und man mega stolz sein darf, dass ich es bin, der ihr alles erklären und zusehen darf, wie sie voller Leichtigkeit in die Windböen beißt oder mein Hundebub, seine Runden um den Busch im Garten gerannt ist und dadurch schon eine Spurrille um den Busch hinterlassen hat oder dem Maulwurf „Hallo“ sagen wollte und ausgeschaut hat, als hätte er selbst Tagelang in dem Bau gelebt.

 

Ich habe keine Kinder, ich selbst habe aber meine Nichte aufwachsen sehn. Ich kann mit Kindern ganz gut umgehen, auch sie kommunizieren und wollen erklärt bekommen. Das Eine interessiert sich für was ganz anderes, wie das das Andere. Egal ob Mensch oder Tier, immer kommt irgendwer von außen und sagt Dir, das was nicht stimmt und Du dies oder jenes anders machen sollst.

 

So oft bekomme ich solche Anfragen, zum einen, weil viele Unwissend sind, was ein Welpe oder ein Tier an Zeit kostet und sich dem nicht bewusst waren, auch oft wieder bereit sind, das Tier abzugeben. Weil man sich einfach für die falsche Rasse, den falschen Charakter oder überhaupt viel zu früh für einen Hund entschieden hat und dafür gar nicht die nötige Zeit besitzt. Zum anderen, weil es ständig jemand da draußen gibt, der es besser weiß in der Art von „meine Freundin hat einen Pudel und der konnte bereits mit zwölf Wochen allein zuhause bleiben, ohne in die Wohnung zu machen“ oder „die Hundeschule hat gesagt“

 

Selbst ich mache immer wieder Fehler und lass mich kurz vom Außen beirren. Bei der dritten habe ich zwar Tipps von Bekannten dankend abgelehnt, aber dennoch hat mich die Hundeschule kurz an mir oder eher gesagt uns als Team zweifeln lassen aber nur kurz…seitdem sah sie nämlich keine Hundeschule mehr, lediglich ein Trainer kam ins Haus, der schlichtweg begeistert war, was wir für ein tolles Team sind. Er korrigierte MICH, was ich hier und da noch anders oder besser machen könnte, damit sie meine Signale besser versteht.

 

Ein Hund kann nicht von jetzt auf nu allein bleiben, alles darf gelernt werden. Der erste Hundebub bekam sein Leckerchen und beschäftigte sich mit sich selbst oder eher gesagt, mit unseren Leergutflaschen, wo er sich selbst das apportieren beibrachte, da saßen wir oft einige Zeit im Treppenhaus mein Mann und ich, um zu hören, ob er ruhig ist. Der zweite Hundebub hat heute zeitweise noch Verlustängste, weil wir ihn zu früh allein ließen. Wo ich heute ein paar Rituale habe, damit es ihm leichter fällt, wenn er kurzzeitig mal allein bleiben muss. Das Hundemädchen, da musste ich die Tür auflassen und durfte ewig weit gehen, bei verschlossener Tür weinte sie. Bis sie es geschafft hat, eine Minute still zu sein und genau in dem Moment kam ich zurück. So habe ich die Zeit Schritt für Schritt verlängern können oder eben auch mal wieder Rückschritte gemacht. Weil nicht jeder Tag gleich ist. Auch, wenn ich ihr beigebracht habe, dass es das Normalste von der Welt ist, wenn ich das Haus verlasse, so sitzt oder liegt sie still und leise innen vor der Haustür und wartet auf mich, bis ich wiederkomme. Selbst Ruhe durfte ich ihr beibringen, einfach mal auf eine Bank setzen und nichts tun nur beobachten. Ich bin doch Alles für meinen Hund, wie soll er von sich aus wissen, dass er mich nicht auf Schritt und Tritt verfolgen muss, sondern ich gut auf mich selbst aufpassen kann.

 

Egal wie viele Hunde ich noch großziehen werde, jeder zeigt mir was anderes was er besonders gut kann oder eben Defizite hat. Sicherlich sind die Rassen untereinander sehr ähnlich, aber dann gibt es eben noch Unterschiede in der Aufzucht, wie die charakterlichen Eigenschaften der Eltern sind, dann noch unterschiedliche Geschlechter, mein Erfahrungsschatz wie konsequent ich bin oder nicht und eben der eigene Charakter. So ist es nicht nur mit Kindern, auch mit Hasen, Vögel, Katzen und Pferden...usw.. Ich kann noch so viel Erfahrung haben, jede Seele bringt ihr Eigenes mit und stellt mich vor neuen Aufgaben und Herausforderungen.

 

Ein Hund der zum Beispiel nie gelernt hat, warum man an der Leine nicht zu ziehen hat, wird auch nach einem Dialog mit einer Tierkommunikation nicht ruhig an der Leine gehen.

 

Ein Tier hat seine eigenen Instinkte, wo eben ein Warten im Auto oder ein Leinen gehen von der Natur nicht vorgegeben ist. Sie lernen mit und bei uns, als Mensch ist es unserer Aufgabe, sich auf das Miteinander einzulassen. Ihnen mit Respekt und liebevoller Konsequenz unsere Welt zu erklären und sie dabei nicht zu vergessen. Ein Hund braucht bis zu drei Jahren, bis das, was ich man ihm beigebracht hat wirklich sitzt. Nicht weil sie dumm sind, sondern weil das Gehirn bis dahin braucht, um vollständig ausgewachsen zu sein. Dabei ändert sich das in dieser Zeit ständig, weil sie natürlich in die Pubertät kommen, hinterfragen, die Hormone eine Rolle spielen. Oft hat man das Gefühl, dass die Kupferdrähte im Gehirn gerade Funken sprühen. Meine Jungs waren und sind zum Beispiel sturer als jede Felswand, während mein Mädchen eben ein typisches Mädchen ist und gerne mal schnell aus der Haut fährt, dafür aber leichter runterzuholen, als die Buben es waren/sind.

 

Ja, Erziehung kann anstrengend sein, aber was ich geschenkt bekomme ist weitaus mehr. Ein Wesen, was bedingungslos liebt und sein Leben in unsere Hände legt.

 

Lasst Euch vom Außen nicht beirren, lieber mal einen Hundetrainer nachhause holen, wo das Bauchgefühl stimmig ist, der individuell auf meinen Hund und mich eingehen kann und die eigenen Fehler korrigiert. Sich bewusst werden, dass man keine Maschine hat, der man den Akku einfach mal rausnehmen kann, sondern ein Lebewesen. Daran denken, wie würde ich ein Kind erziehen, nehme ich es an die Hand und erkläre ihm die Welt oder lass ich es einfach laufen. Es gibt sicherlich auch gute Hundeschulen, weshalb man sich da wirklich auf sein Bauchgefühl verlassen darf ob diese für sich und sein Hund die Richtige ist. Letztlich zählt dann noch die liebevolle und geduldige Konsequenz die zum Erfolg führt, wenn man die richtige „Technik“ für sich und sein Hundekind gefunden hat.

 

Es macht mich traurig, wenn ich mir überlege, wie sehr mir meine Tiere vertrauen und wie Andere oft mit ihren Tieren umgehen. Ich mache auch Fehler und lerne mit jedem Hund dazu aber selbst, wenn ich mir denke, bei dem vierten mache ich es anders, wird der mit ganz anderen Dingen ums Eck kommen die mich vor neue Herausforderungen stellen, doch dem bin ich bewusst, weil ich ein Lebewesen begleiten darf, was mich lernen lässt. Ich korrigiere auch meine Hunde, manchmal bin ich auch streng, aber stets in liebevoller und konsequenter Art, ohne handgreiflich oder aggressiv zu werden. Auch Grenzen gibt es, obwohl sie sich hier im Haus frei bewegen dürfen und sogar bei uns im Bett schlafen.

 

Der Wunsch nach einem Tier ist oft groß aber der Verantwortung sollte man bewusst sein, es ist nicht fair, es einfach wieder abzugeben, weil man überfordert ist. Sich vorab zu informieren es gut zu überdenken, für und wider abzuwägen und vor allem, ob man auch bereit ist zu verzichten…gerade, wenn sie dann auch älter werden, da wird die Zeit, die sie uns brauchen wieder mehr.

 

„Ich lege mein Leben bedingungslos in Deine Hände, weil ich weiß, dass Du gut darauf aufpassen wirst“

Die Wurzeln

Nun, als Kind sah man mir bereits an, dass meine Wurzeln nicht deutscher Natur sind. Ich hatte langes schwarzes dickes Haar, dunkle Augen, einen dunklen Teint…lediglich das Einzige was deutsch war, war meine Aussprache, weil ich in Deutschland geboren bin.

Während ich in meiner Kindheit wohl das ein oder andere nebensächlich verdrängt hatte, keine Wertigkeit oder keine Bedeutung darauf legte, kommen mir jetzt Dinge in den Sinn, die wohl doch in Erinnerung geblieben sind und meinen Charakter formten. Hätte ich dies wahrscheinlich nicht getan, wäre meine Seele daran zerbrochen.

 

Ich erinnere mich, dass ich unwahrscheinlich gerne blond und blauäugig gewesen wäre, mir war es peinlich, wenn mein Papa mich abholte von der Schule…weil man es ihm noch deutlicher ansah, wo seine Wurzeln lagen, als bei mir. Vielleicht auch, weil ich bereits als Kind sehr feinfühlig war, spürte ich die abwertenden Blicke und das Getuschel sehr deutlich.

In der Grundschule musste ich mal am evangelischen Unterricht teilnehmen, weil keiner Zuhause war und meine Eltern gearbeitet haben. Meine damalige Schulkameradin meinte „darfst Du das denn überhaupt, das ist doch verboten mit Deiner Herkunft an unserem Unterricht teilzunehmen. Ich habe von meinen Eltern gehört, dass man dann im Himmel sofort verbrennt, wenn man ihn als andersgläubiger betritt“

 

Ich heulte wahnsinnig, wenn ich in die Schule musste. Ich bot meinem Papa sogar an, dass ich lieber putzen gehen würde, als weiterhin in die Schule zu gehen…da war ich 8-Jahre alt.

 

Die kleinen Dinge, als Kind ausgegrenzt zu werden, das zog sich bis in meine Jugend hinein. Als ich mit meinen Eltern nach Niederbayern gezogen bin, setzte dies aber dem Ganzen ein Krönchen auf.

 

Mein dortiger erster Schultag begann in der letzten Reihe sitzend, weil mich keiner neben sich haben wollte. Der Lehrer sprach in einem „Ausländerdeutsch“ keinen vollwertigen Satz mit mir so in der Art „du wollen dich vorstellen“…Tatsächlich fragte ich mich, warum er als pädagogische Lehrkraft so voreingenommen ist und antwortete ihm in einem klaren Hochdeutsch „sie können auch in ganzen Sätzen mit mir reden“. Leider gehörte die Schulzeit als „halber Ausländer“ nicht zu meinen schönsten Zeiten. Von einer zugepinkelten Schultasche, Abfall in meinem Rucksack und Kaugummi in den Haaren, waren diese Ausgrenzungen von Lehrern und Schüler, dass keiner mit mir was zu tun haben wollte, obwohl man nicht mal 3 Worte mit mir gewechselt hat, wohl am Schmerzhaftesten.

 

Es gab wenige Menschen, die von mir fasziniert waren, die wollten mich sogar treffen…aber nur heimlich und immer mit dem Satz „verrate es aber keinem, dass ich Dich besucht habe“. All das machte viel mit mir, es traf mich schmerzlich, einsam und allein zu sein, nicht gewollt und nicht gesehen. Weshalb meine schulischen Leistungen natürlich in den Keller gingen und von meinem Selbstwert mal ganz abgesehen.

In der Lehrzeit sahen die Lehrer und Schulkameraden in der Berufsschule schon anders auf mich, während die Ausbilder und die Praktikumsplätze mir gar keine Möglichkeiten geboten haben, das zu lernen, was ich gerne gelernt hätte. Ich wäre gerne Architektin geworden, was ich aber bei den Praktikumsstellen, wenn ich diesen Platz überhaupt bekam, zu hören bekommen habe, war „Du können Kaffee kochen“ und „Du drücken diese Knopf“. Sicherlich hat alles seinen Grund und wahrscheinlich wäre die berufliche Orientierung im Nachhinein sowieso hinfällig bei mir. Wobei meine schulischen Leistungen und mein damaliger Ehrgeiz, dass nicht hergaben, diesen Beruf auszuüben.

 

Mit der Zeit versuchte ich durch Umwege meine schulischen Leistungen zu verbessern, besuchte eine Schule, die mir vielleicht im Berufsleben nicht viel weitergeholfen hat, außer natürlich Lehrer und Menschen, die mich schätzten wegen meiner Art. Ich fand dort Freunde und Wertschätzung.

 

Selbst als junge Frau, ich lernte meistens Männer kennen, die sich heimlich mit mir treffen wollten, aber nie in der Öffentlichkeit zu mir standen, weil ich da einfach nicht in das Bild passte, was ihre Eltern gerne sahen. Doch lieber ging ich meinen Weg allein, als irgendwas in Heimlichkeit zu leben, wer nicht zu mir stand, durfte auch an meinem Leben nicht teilhaben.

 

Ich lernte meinen Mann kennen, der vom Aussehen das komplette Gegenteil von mir ist und einen Menschen, der stets hinter mir stand und steht…trotz der Vorurteile, die so dass ein oder andere Mal auf ihn reinprasselten.

 

Angst zu haben, wenn man am Bahnhof auf eine Gruppe „anders-denkender Menschen“ stößt, die sich einen Spaß aus ihren Drohungen machten und man froh ist, schnell genug heil und unbeschadet zu seinem Auto zu kommen. Dankbar, dass ich meinen damaligen Hundebuben dabei hatte, der keinen nur mehr als nur 1 Meter an mich ran ließ, ohne die Zähne zu zeigen. Ja…das prägt.

 

Das Berufsleben hielt Gott sei Dank auch andere Menschen für mich bereit, wesentlich offener Neuem gegenüber. Die mich förderten und schätzten. Menschen auf meinem spirituellen Weg zeigten mir, dass es nicht wichtig ist wo man herkommt, sondern lediglich zählt, wie man im Innen ist. Brachten mir bei, meine Herkunft nicht zu verleugnen.

 

Sicherlich ist das alles schmerzhaft und man wird geprägt. Gerade im Kindesalter, formen all diese Erinnerungen den Charakter mit. Man wird härter gemacht…selbstbewusst, nein, das nicht, dass musste ich lernen. Nach Außen stark, aber im Innen schmerzte es tief, diese Ablehnung zu erfahren. Den Weg oftmals allein zu gehen, war hart und anstrengend, gerade dann, wenn man noch jung ist.

Ich lehnte lange Zeit meine Ahnen und meine Wurzeln ab, weil ich gerne anders gewesen wäre. Doch mit der Zeit sagte ich immer zu meinem Mann „ich bin das schwarze Schaf und bin es sogar gerne“

 

Man denkt sich, nun gut…damals, da war es eine andere Zeit. Doch heute, ist es oft nicht anders im Außen…Nur der einzige Unterschied, heute bin ich stolz und selbstbewusst. Auf die Frage wo ich herkomme, antworte ich „aus Hessen“ (stimmt ja auch). Es kommt darauf wer und wie man fragt, auf blöde Fragen, folgen blöde Antworten. Ich bin stolz, anders zu sein, anders in meinem Denken und in meinem Aussehen. Dankbar an die Menschen, die mich dadurch stärker gemacht haben und ich dadurch gelernt habe, mit erhobenen Hauptes, stolzer Brust und einem Lächeln im Gesicht, den Weg lang zu gehen…Ich liebe es sogar, anders zu sein, mit allem was ich bin. Voller Stolz schaue ich auf meinen Bruder, mit seiner angolanischen Frau und seinem Kind…es ist für mich was Besonderes, anders sein zu dürfen. Ich bin das schwarze Schaf und wenn ich mich umschaue, dann sehe ich immer mehr Menschen, die anders sind und sich in meinem Feld wundervoll ergänzen.

 

Ja…ich bin stolz und die Narben, von damals sind bereits lange verblasst…Danke an meine Ahnen, dass ich ihre Magie und ihren Zauber in mir tragen darf und mein Aussehen dadurch einzigartig ist. Sich bewusst zu werden, wo man herkommt, birgt eine große Kraft in sich.

 

„nicht Deine Herkunft ist das was zählt, sondern das, was Du in Deinem Herzen trägst“ 

Misstrauen...oder Vertrauen

Ich bin von Haus aus ein Mensch, der nicht sofort glaubt, was man ihm erzählt. Ich wäge ab, hinterfrage und fühle mich rein.

 

Damals, ja…da war meine Intuition sicherlich auch schon vorhanden, ein Blick, ein Gefühl und mir wurde ganz flau im Magen in der Gegenwart mancher Menschen.

 

So konnte ich auch den ein oder anderen Chef durchschauen, wenn er mit seinen „Motivationskursen“ versuchte mich vom Gegenteil zu überzeugen oder der Kollege, der pünktlich das Hüsteln anfing, wenn sein Urlaub aufgebraucht war und er sich so noch ein paar Bonus-Tage auf Kosten des Krankenscheins machen wollte. Doch man kommt dem ja oft nicht aus und ist im Umgang mit anderen Menschen, dem ausgesetzt…hat keinen anderen Entscheidungsweg, außer das Beste daraus zu machen.

 

Auch erwähnte ich ja, dass mein Weg bis heute von vielen Dingen geprägt war, bezüglich Therapeuten und Coaches. Manche konnten das echt gut, das Blaue vom Himmel holen, ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken, was ich leider oft erst später bemerkt habe.

 

Selbst heute noch, wer meine Gunst erhalten möchte, muss mir nicht viel bieten…lediglich ehrlich, authentisch, achtsam und respektvoll sollte er sein.

 

Wenn ich dann parallelen zu meinen Hunden sehe, sehe ich, dass sie ähnlich sind und nicht jedem Vertrauen oder sich öffnen können. Somit lasse ich sehr wenige Menschen in mein Energiefeld und in das meiner Hundekinder, ob Heilpraktiker oder energetisch arbeitenden Menschen, das sind gerade mal weniger als eine Handvoll, denen wir uns anvertrauen.

Gebe ich meine Tiere in die Hand energetisch arbeitender Menschen, gebe ich auch Informationen von mir preis. Jeder „Energiearbeiter“ der eine wirkliche Wahrnehmung hat, wird bei meinen Tieren, immer ein Stückchen meine Emotionen spüren. So ist es nicht unüblich, dass ich schwer schlucke und mit den Tränen kämpfe, wenn meine Hunde bei unserer wundervollen Osteopathin in Behandlung sind und sie berichtet, was sie bei ihnen spürt und das, obwohl sie aktuell nicht auf dem neuesten Stand meiner eigenen Emotionen ist.

 

Rufen mich Menschen an, um meine Hilfe in Anspruch zu nehmen, bekomme ich sofort ein Bild vor Augen. Erst gestern rief mich eine Klientin wegen ihrem Hund an, ich bekam plötzlich das Bild, von einer kleinen Fee, die mit jedem Windhauch auf den Rücken geschmissen wird und mit den Energien gar nicht klar kommt, als ich der Dame am Telefon davon berichtet habe, sagte sie „ja, genau das ist mein Hund, sie schaut auch aus wie eine kleine Fee, so klein und zierlich und zerbrechlich“. Wohlgemerkt, ich habe im Vorfeld kein Bild des Tieres erhalten. Sondern allein das, was sich während unserem Gespräch zeigte.

 

Mein Hundebub war damals in der Tierkommunikationsausbildung ein Übungstier. Auf die Frage ob er denn einen Freund hat, erzählte er von einem kleinen schwarzen Vogel. Meine Kollegin zweifelte ordentlich an sich, bis ich darauf kam, dass jeden Abend eine Amsel auf unserer Terrasse im Unterteller badet und selbst, wenn wir draußen saßen und Esteban in seiner Schlafkudde bei uns lag. Sie hüpfte freundlich an ihm vorbei und badete ausgiebig, um sich dann direkt am Pflanzengitter neben uns das Gefieder zu putzen. Ja, er sah die kleine Amsel als seinen Freund an.

 

Von einer Kollegin ließ ich ihn damals fragen, ob er einen Hundekumpel haben mag. Er schickte ihr das Bild, wie an genervt er ist und meinte zu ihr „am Ende habe ich den am Hals und ich habe ja schließlich genug zu tun“. Das war 1 ½ Jahre, bevor er sein Hundemädchen bekam.

 

Damals war das für mich abgeschlossen und als er plötzlich bei zwei energetisch arbeitenden Menschen damit anfing, dachte ich erst „nun, irgendeiner erzählt jetzt hier Mist oder blieb nicht neutral“.

 

Dazu möchte ich erwähnen, dass ich normal meine Tiere selbst befrage, aber bei gewissen Entscheidungen, ist es eben immer schön, nochmal eine Bestätigung zu erhalten, weil ich nicht weiß, ob ich bei meinen eigenen Tieren nicht befangen bin. Aber es geht jedem ähnlich, weshalb man aus seinem Netzwerk immer mal jemanden um Hilfe bittet, wenn es um die eigenen Themen geht.

 

Nun gut, was sich dann herausgestellt hat, die Frage wurde 1 ½ Jahre vorher gestellt, in dieser Zwischenzeit, darf man auch schon mal seine Meinung wieder ändern. Zum anderen, wir ließen ihn fragen, ob er einen „Hundekumpel“ haben möchte. Also ging ich mit ihm ins Gespräch und meinte, dass kein zweiter Hundebub mehr rein käme, weil ich Angst habe, wenn wieder das „Weltherrschaftsgerangel“ los gehen würde. Dann sagte er „ich weiß nicht wieso Du immer auf Bub kommst, ich will ein Mädchen“.

 

So, nun war es raus…zum einen, fand er das die Jahre vorher ganz schön, mal mit uns allein zu sein. Weil er es ja schließlich so nie wirklich hatte und nach vier Jahren, hatte er es eben satt und wollte „sein Mädchen“. Keiner von den drei, die mit ihm kommunizierten hatten also unrecht oder sind nicht neutral geblieben, sondern wir stellten zum einen die falsche Frage und zum anderen wusste er, dass ich normal kein Mädchen hätte haben wollen.

 

Ich persönlich finde das sehr kraftraubend, wenn Klienten mir einerseits vertrauen und andererseits, alles in Frage stellen. Auch bin ich nicht die Richtige, für jedermann. Nicht jeder mag meine ehrliche Art, weil ich nichts verblümt mitteile. Das ist auch gut so, man soll sich schon sympathisch sein, gegenseitig…sonst wird das nix. Gerade aber im energetisch arbeitenden Bereich, ist Vertrauen die Basis, meine Wahrheit ist auch nicht die Wahrheit aller….letztlich, was wissen wir, was die wirkliche Wahrheit ist. Haben wir schon mal einen getroffen, der aus dem Jenseits wieder zurückkam und dann eben, jede Empfindung ist anders. Wenn mein verstorbener Baxter mir erzählt, dass wir dort eine andere Form des Seins haben, die Welt nicht der unserer Vorstellungen entspricht und aber der andere Hund erzählt, dass er es so empfindet, wie grüngoldene Wiesen und einem Sternenregen, dann ist es seine Empfindung.

 

Stelle fünf Menschen auf den gleichen Platz, frage zwei Stunden später und bitte darum, sie mögen Dir den Platz erklären, alle fünf werden sicherlich andere Details erwähnen, während der eine von dem Eichelhäher begeistert war, wird der andere das Rascheln der Weide fasziniert haben und der dritte wiederum war fasziniert von dem saftigen Grün der Wiese. Dann kommt aber noch die Sympathie hinzu…oh ja, auch unsere Tiere empfinden Sympathie. Was ich zum Beispiel meiner Freundin Susanne erzähle, würde ich nie Barbara erzählen und umgekehrt (Namen sind übrigens frei erfunden). Weil die eine vielleicht mit dem Thema überfordert wäre und die andere dafür aber offen, dies eben ohne Abwertung.

 

Beauftrage fünf Tierkommunikatorinnen mit Deinem Tier zu sprechen und du wirst fünf unterschiedliche Gespräche und Wahrnehmungen bekommen, weil auch Tiere nicht jedem das Gleiche erzählen und was ganz wichtig ist und eigentlich im Vordergrund allem steht…meine Sicht der Dinge, die ich mit meinem Tier erlebt habe, muss nicht mit der Sicht des Tieres übereinstimmen. Während ich meine Beziehung zu meinen Tieren als äußerst liebevoll sehe, kann es gut sein, dass meine Tiere sagen, ich wäre zwar sehr liebevoll, aber würde wohl auch so ziemlich klammern. Redet aber die Kollegin mit meinen Tieren, die die Beziehung zur ihren Tieren ähnlich hält, wird sie dieses "klammern" vielleicht gar nicht wahr nehmen, während es die andere Kollegin förmlich erdrückt.

 

Es ist immer von mehreren Seiten zu betrachten…meine Empfindung und meine Wahrnehmung, ist trotz der gleichen Ausbildung meiner Kolleginnen nicht exakt die Gleiche. Wir unterscheiden uns alle, weil jeder anders in die Tiefe geht und eben einen anderen Bereich abdeckt.

 

Der Erfolg der Arbeit des Therapeuten ist ja dann auch noch an gewisse Dinge geknüpft, erwarte ich, dass sich alles ohne mein Zutun auflöst und der Therapeut allein für sich im stillen Kämmerlein mein Tier von Blockaden befreit, obwohl es eindeutig die Emotionen des menschlichen Begleiters sind, der aber an sich nichts verändern möchte, wird die Arbeit am Tier erfolglos bleiben. Was dann natürlich wieder auf den Therapeuten zurückfällt, der ja schließlich falsch lag oder keine Ahnung hat…

 

Ebenso bin ich nicht Gott und nicht für Jedermann, der, der auch das überbringen darf, was er in dem Moment vielleicht wissen oder hören sollte. So findet man für sich den, der mit seinem Feingefühl und seiner Art für ihn der Richtige ist. Einer der Drumherum redet, ist bei mir persönlich bei meinen eigenen Dingen nicht passend, ich brauch da schon eher jemand, der dann auch mal präzise auf den Punkt kommt und mich mit den Dingen konfrontiert...auf Deutsch gesagt: Exakt so klar in seiner Aussage, wie ich es eben bei meinen Klienten bin

 

Gehe ich zum Heilpraktiker und er gibt mir Tipps, wie ich meine körperlichen Probleme lösen kann, aber weiterhin auf der Couch sitzen bleibe und den Hintern nicht hochbekomme, wird auch er erfolglos sein…in meinen Augen, weil er mir ja nicht geholfen hat, statt mein eigenes zutun eben zu sehen.

 

Bei einer Klientin zeigte ein Hund schwere Symptome, ich nahm den Hund aber durchaus als gesund wahr und bat sie, sich mal durchchecken zu lassen. Sie sagte, bei ihr wäre alles Bestens und ich müsste mich getäuscht haben. Sie bat eine zweite Tierkommunikatorin nach ihrem Tier zu schauen und erhielt ausschließlich Antworten, was ihr Tier betraf. Zwei Wochen später schrieb sie mich an, um mir zu berichten, dass sie einen leichten Schlaganfall erlitten hat und sich an meine Worte erinnert hat. Meine Tiere bringen sicherlich ihr Eigenes mit, sobald es mich aber trifft und mich selbst ins Wanken bringt, hat genau die Emotion, die damit getriggert wurde, mit mir zu tun… weshalb ich zu 99,9% nicht nur an den Themen meiner Tiere arbeite, sondern sofort bei mir schaue, warum dies ausgelöst wurde.

 

Natürlich möchte ich damit nicht sagen, grenzenlos jedem und allem zu Vertrauen, sondern eben schon auf sein Bauchgefühl hören und eben offen sein, für andere Sichtweisen und mal die Perspektive wechseln. Bei jeder Arbeit an sich oder seinem Tier, sollte man sich oder sein Tier natürlich auch wiederfinden und ein gutes Gefühl bei der Zusammenarbeit für sich empfinden.

 

Ich könnte das Thema noch unendlich ausschweifen, aber im Kern ist Vertrauen die Basis jeder Zusammenarbeit… in diesem Sinne

Wie die Pusteblume in mein Logo kam...

 

Baxter war der Anfang von allem❤️

 

Baxter war unser erster Hundebub, als er in unser Leben kam, veränderte er einfach alles. Früher war ich überhaupt kein Hundemensch. Ich liebte sicherlich Tiere sehr, aber Hunde waren mir suspekt und vor den großen Hunden, hatte ich auch ein wenig Respekt. Mit den ruhigen und lieben Hunden konnte ich schon etwas anfangen, aber ich war durch und durch ein Katzenmensch. Ich wollte unbedingt ein Haustier, da ich mit Katzen aufgewachsen bin, war das natürlich meine Wahl. Mein Mann allerdings meinte, dass man in der Dachgeschosswohnung keine Katze halten kann, weil sie eben Freilauf benötigt, womit er ja auch Recht hatte.

 

Somit fiel der Entschluss, es kommt ein Hund ins Leben.

 

Bevor der Hund ins Leben kam, stellte ich Regeln auf… Der Hund darf nicht ins Bett und bekommt nichts vom Tisch, das waren zwei der Regeln, die mir wichtig waren…😏

Nachdem der Züchter ausfindig gemacht wurde und wir uns vorgestellt haben, bekamen wir die Zusage, dass wir bei dem nächsten Wurf einen Hund haben dürfen. Was aber ca. ein Jahr dauern würde.

 

Nachdem wir dann die Familie und Freunde von uns involviert haben, war der Widerhall irgendwie alles andere als freundlich.

 

Viele kamen natürlich mit dem Thema Verantwortung, weil so ein junges Paar wie wir es waren (24 und 26), weiß doch schließlich noch gar nicht, was es heißt Verantwortung für alles zu tragen…

 

Ein Hund verbaut einem das Leben, er nimmt die Freizeit komplett in Anspruch, Urlaub ist nicht mehr so möglich wie ohne Hund, kostet Geld und Zeit, was neben der Arbeit natürlich gut organisiert gehört, macht viel Dreck und und und…

 

Mit so viel „negativen“ Worten hätten wir irgendwie nicht gerechnet und ja, wir kamen ins Zweifeln. Aber nicht, weil wir der Verantwortung nicht bewusst waren, sondern weil wir Angst hatten, ob wir das tatsächlich schaffen, so ganz allein, dadurch haben wir kalte Füße bekommen. Wir ließen uns von anderen und deren Meinungen leiten und sagten ab. Dennoch sagte irgendwas in uns, dass wir ihn haben wollen und baten die Züchter um Entschuldigung und erklärten ihr, wie sehnlichst unser Wunsch nach einem Welpen ist. Gott sei Dank, nahm sie das alles an. Da sie im gleichen Alter war und ebenso mit ihrem ersten Hund sich diesen sehnlichen Wunsch erfüllte, verstand sie uns so gut.

 

Nach Info der Züchterin, das die Hündin nun gedeckt worden sei und der Ultraschall einige Welpen zeigen würde, machten wir uns los…teilweise kam ich mir vor, als würden wir unser eigenes Baby erwarten.

 

Es wurde eingekauft, was nur ging. Körbchen für den Hund (der ja schließlich nicht ins Bett darf), Box um den Welpen nachts einzusperren, damit er meldet, wenn er Pippi muss, Decken in allen Formen und Farben, für die Couch und das Auto, Hundehalsband für jedes Alter, Geschirr, Spielsachen und natürlich Unmengen an Hundekekse, aber alles von einem namenhaften Versandhandel (der wahrscheinlich heute noch von unseren Investitionen profitiert).

 

Wir kamen richtig in den Shoppingwahn, obwohl der kleine Mann noch nicht mal geboren war. Hundeschule wurde ausfindig gemacht und sich informiert, wann man das erste Mal dorthin gehen muss, alles war organsiert und durchgeplant. Lektüre über Hunde und Hundeerziehung, Tricks und Kommandos (die übrigens gar nix gebracht hat, weil er seinen eigenen Kopf hatte).

 

Wir hatten 3 Namen zur Auswahl und knobelten, ob es Buzz, Balu oder Baxter-Degit werden soll. Eigentlich wollten wir, dass er Degit heißt. Die Züchter hatten aber Baxter favorisiert, weshalb er mit Abgabe schon einzigartig auf seinen Namen Baxter hören konnte. Selbst, wer von uns beiden den Kaufvertrag unterschreibt, das knobelten wir aus, weil wir nicht verheiratet waren, konnte das nur einer von uns beiden

 

Da wir beide noch sehr jung waren und wirklich wenig Geld hatten, haben wir in der Winterzeit an den Wochenenden im Ski-Verleih gearbeitet und alles für ihn zusammengespart. Urlaub war bereits geplant, wer wann die ersten Wochen macht, Überstunden hing ich an meinen Urlaub dran um 6 Wochen am Stück da zu sein, danach nahm sich Lars 4 Wochen Urlaub. Selbst die Zeit danach, wenn ich wieder in die Arbeit muss, war geplant. Ich erklärte meinem Chef, dass ich zukünftig meine Mittagspausen zuhause mache, um mit meinem Hund Gassi zu gehen. Ich wusste, dass die Zeit vor und nach der Arbeit ausschließlich ihm in Zukunft gewidmet ist.

 

Dann war es soweit, am 13.03.2004 bekamen wir die Info, die Welpen sind auf der Welt und in 3 Wochen, dürften wir das erste Mal zu Besuch kommen Der Hund zog uns bereits ab dem ersten Besuch in seinen Bann, wir besuchten ihn 2x in der Woche, verbrachten Stunden mit und bei ihm und konnten uns kaum trennen. Den Tag, bis wir ihn zu uns holen dürfen, erwarteten wir mit Sehnsucht.

 

Die Heimfahrt dauerte nur eine ¾ Std. wir hielten aber mehrfach an, weil er quengelte und wir das nicht deuten konnten ob er Pippi muss oder eigentlich nur „Heimweh“ nach der Mama hatte. Zuhause angekommen, war alles noch ein wenig unruhig, er kuschelte viel und war sehr anhänglich. Pippi machen, machte er nur auf dem Grünstreifen vor dem Haus, es musste viel gelobt werden und es gab immer ein kleines Freudentänzchen. Wir schliefen mit Jogginghosen und die Hausschuhe standen an der Tür, damit wir schnell reagieren konnten. Wohnten ja schließlich in einer Dachwohnung, einen Welpen der dringend „muss“ etliche Etagen runter zu tragen, da musste es zügig gehen. Die Mitbewohner in dem Mehrfamilienhaus, waren auch immer voller Freude und sehr angetan von unserem Freudentänzchen, vor allem, wenn der Welpe nachts um 3Uhr Pippi musste. So begrüßte uns eines Morgens die Nachbarin mit dem Satz „prima hast Du Pippi gemacht, feiner Bub“.

 

Die Treppen trugen wir ihn übrigens bis zu einem Jahr runter, weil wir hörten, dass es auf die Gelenke gehen kann. Mit zunehmenden Gewicht seinerseits, ersparte ich mir somit regelmäßig das Fitnessstudio. Der Bub genoss es dann auch im späteren Alter, es gerne mal anzunehmen, die Treppen getragen zu werden und hüpfte förmlich mit seinen sachten 32kg auf den Arm, bevor man noch die erste Stufe erreichte.

 

Wenn der Bub schlief, nörgelte und grummelte er. Nicht zu hell darf es sein, zu laut bitte auch nicht. So flüsterten wir am Abend beim Fernsehschauen, dimmten das Licht und stellten den Fernseher auf ganz leise. Wir wollten ja schließlich den kleinen Mann nicht in seinem Schlaf stören.

 

„Schatz, nicht so laut, Baxter möchte schlafen“ da schmunzeln wir heute noch drüber.

 

Die ersten Spaziergänge, brachten wir ihm alles näher, was ein Welpe so nicht kennt. Er rannte über Löwenzahnwiesen und hatte immer ganz gelbe Pfötchen, als es dann später Pusteblumen waren, biss er immer in jede rein und musste niesen. Er hatte ein Fabel dafür und machte dies mit großer Freude, dass er auch ja jede einzelne vor seinen Pfoten erwischte.

 

Baxter war der Anfang von allem, dass ich plötzlich Hundemama war und bin, dies durch und durch mit allen Fasern meines Seins. Er veränderte ab dem ersten Tag unser Leben komplett. Dinge, die mir vorher wichtig waren, waren plötzlich unwichtig. Er lernte uns, was es heißt, echte Freunde zu haben. Sich selbst wichtig zu nehmen, bei sich anzukommen und für keinen zu funktionieren. Das allein zu sein, nicht unbedingt heißt einsam zu sein. Nicht alles zu glauben, was einem erzählt wird und zu unterscheiden, was gut und böse heißt. Auf meine Intuition zu hören und diese auch klar zu vertreten. Ich lernte Menschen beim Gassi gehen kennen, die spirituell waren und wurde daran erinnert, was in mir steckt. Mit seinen Krankheiten brauchte er unsere kompletten Ersparnisse auf, weil er es uns einfach wert war und es uns am Herzen lag, dass es ihm gut ging. Sätze, wie „kauft euch doch lieber einen neuen Hund, der ist günstiger“ trafen uns zwar, öffneten uns aber auch die Augen über so gewissen Ansichten mancher Menschen.

 

Er lehrte mich, dieses tiefe Wissen, über sämtliche Krankheiten. Machte mich zu einem Ernährungsspezialisten, was Hundeernährung angeht. Brachte mich der Homöopathie und Naturheilmittel näher. Lehrte mich geduldig zu sein, weil er einen verdammten harten Sturkopf hatte. Zeigte mir, was mentale Verbundenheit heißt. Schärfte meine Sinne, nicht alles zu glauben und gerne mal zu hinterfragen. Erklärte mir, dass es auch andere Wege gibt um zu seinem Ziel zu gelangen. Man auch mal albern sein darf und es egal ist, was andere von einem denken. Bewies uns, dass alles möglich ist und unser Leitsatz „es gibt nichts, was es nicht gibt“ begleitet mich bis heute.

 

Die Liebe die er in uns weckte, die Kraft vieles durchzustehen und ihn durch das Leben zu tragen. Im Sinne von, aus Liebe auf vieles zu verzichten, weil es eben so ist, ohne nur einmal darüber nachzudenken. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, was ich alles tragen kann.

 

Das man Pläne und Prinzipen auch mal über den Haufen werfen kann, um neues auszuprobieren (nur wenige Wochen nach seinem Einzug, schlief er übrigens im Bett in meinem Arm 😉)

 

Eines Tages fuhren wir mal wieder zum Tierarzt und ich hörte das Lied „was wir alleine nicht schaffen, dass schaffen wir dann zusammen“ ich schaute in seine Augen und spürte seinen Blick, der mein Herz berührte und ja, so war und ist es, bis heute…was wir alleine nicht schaffen, dass schaffen wir dann zusammen.

 

Er riss die Mauern ein, die ich um mein Herz gebaut habe. Brachte mir bei, mich meinen Ängsten zu stellen und füllte mein Herz durch und durch mit Liebe auf. Jeden Tag seines Lebens, erhellte er unsere Tage mit Liebe und Freude. Diese Tage, ließen die Tage wo wir Angst und Sorge hatten, heller erscheinen. An jeden einzelnen Tag mit ihm, können wir uns erinnern, bis zum Schluss. Es ist ein Album voller Bilder in unserem Kopf abgespeichert. Bilder, die nie verblassen.

 

Meine Emotionen zu leben und das ich nicht immer stark sein muss und Tränen keine Schwäche sind. Man durchaus auch mal mit Plan B im Leben weiterkommt und nicht immer einen Plan A haben muss. Spontan zu sein und mal richtig dummes Zeug zu machen. Baxter entschleunigte mich, wenn ich mal wieder auf 180 war, er war mein Ruhepol, meine Insel, die mich zu meinem Inneren führte. Wenn ich heimkam und es mir emotional oder körperlich nicht gut ging, dann legte er sich zu mir, auf mich drauf…stundenlang, es schien, als würde er meine Energien transformieren, bis es mir gut ging und ich entspannte.

 

Als ich merkte, dass seine Lebenszeit dem Ende naht, wollte ich seinen eigenen Pfoten Abdruck haben, bei unserem letzten Strandurlaub funktionierte das leider nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. So ein Fabel für Tierpfoten hatte ich aber eigentlich schon immer. Nun gut, Salzteig, war bei 2 verfressenen Hunden auch so keine gute Idee. Ich suchte im Internet, fand aber nichts, was mir wirklich zusagte. Dann kam ich zu FOYA Schmuckdesign, Katja gestaltete mir die Anhänger meiner beiden Buben mit dessen Pfoten Abdrücken. Ich erzählte ihr, dass ich irgendwann mal, wenn Baxter geht, ein Armband mit Geburts- und Sterbedatum haben möchte und einem Sternchen.

 

Nur wenige Monate danach war es leider soweit. Katja schickte mir dann ein Bild von dem Armband und was sie nicht wusste, was ich mit Pusteblumen verbinde. Das Armband lag neben einer Pusteblume auf einem Stein. Mir schossen die Bilder in den Kopf, von unserem kleinen Habibi Bub, der über Löwenzahnwiesen rennt und in Pusteblumen beißt.

 

Ein Jahr nach seinem Tod gründete ich Soul-Communication und mir war klar, eine Pusteblume wird in meinem Logo sein. Baxter war der Anfang von allem, dass ich nun zwei Hundekinder habe, meinen Weg gegangen bin und Soul Communication gegründet habe und vor allem, nie aufgeben werde, das war mein Versprechen an ihn.

 

Die Pusteblume symbolisiert das Loslassen, wie auch die Vergänglichkeit, doch ebenso steht sie als Symbol des Neubeginns. Die kleinen Fallschirmchen der Pusteblume werden in alle Winde verstreut, und verwurzeln sich tief. Ebenso wie eine geliebte Seele, wenn sie von uns geht, ihre Erinnerungen in unserem Herzen verwurzelt und so immer ein Stück bei uns bleibt

 

All das, was ich mit meiner Arbeit bezwecken möchte, das loslassen alter Glaubenssätze und Konflikte. Neubeginn mit einer Leichtigkeit in tiefer Verwurzelung….

 

Baxter hätte morgen seinen 15´ten Geburtstag, etwas über einen Monat nach seinem neunten Lebensjahr, verließ er diese Ebene. Ich denke oft an ihn, er begleitet mich bei meiner Arbeit und zaubert mir ein Lächeln in mein Gesicht. Ja, ich vermisse ihn, nicht weil die anderen beiden nicht genug sind… sondern weil Baxter der Anfang von allem war❤️✨

Liebe im Herzen

Heute hatte ich eine wundervolle mentale Begegnung mit einem 25-Jährigen Warmblutwallach namens Charmeur, er ist aus dem Tierschutz. Als ich die Verbindung aufgebaut habe, berührte er mich sanft im Herzen und ich fühlte mich mit ihm in einer anderen Welt. So liebevoll und ganz bei sich, als würde alles still stehen, obwohl außen rum ein Sturm tobt.

Auf die Frage, ob er denn gar keinen Groll auf die Menschen hegt, die ihn in der Vergangenheit verletzt haben, sagte er:

 

„was würde es denn bringen, außer der Vergangenheit die Energie zu schenken, die sie nicht mehr verdient hat, obwohl in der Gegenwart so viel Liebe auf mich wartet...

 

..weißt Du, wenn man hasst und Groll empfindet, dann zerstört man sein Herz. Es wird kleiner und kleiner, bis irgendwann kein klitzekleines Plätzchen mehr übrig ist, man würde jegliche Liebe, sei sie noch so ernst gemeint, nicht mehr sehen“

 

 

Sein Wunsch ist es, dass seine Worte alle Wesen erreichen.

 

Somit darf diese Botschaft gerne geteilt werden❤️

... der Abschied

Wenn wir ein Tier in unser Leben lassen, dann ist die Freude im Vordergrund, wir denken nicht daran was kommen wird, was wir mal erleben und welchen Herausforderungen wir uns stellen dürfen.

 

Jeder, der schon mal ein Tier hat gehen lassen, den Schmerzgefühlt und erlebt hat, spürt ein wenig von dieser Angst, die man aber sofort wieder verdrängt und schnell beiseiteschiebt. Als ich damals mein ersten Hundebub habe gehen lassen, dachte ich mir „ich könne nie mehr ein Tier so nah an mich ranlassen, ich würde nie wieder so eine tiefe Liebe und Verbundenheit spüren“. Doch, dem ist nicht so.

 

Die erste Zeit fühlt man sich leer, wie im falschen Film. Man spürt, dass der eigene Körper funktioniert…so halbwegs. Dann kommen die Gedanken und Zweifel, ob man noch hätte was tun können und man zermartert sich das Hirn, lässt das Leben Revue passieren und grübelt ob man hier und da eine andere Richtung hätte einschlagen sollen. Die Bilder der letzten gemeinsamen Stunden, gehen einem nicht mehr aus dem Kopf. Das Herz schreit und krampft sich zusammen. Manchmal wird man auch ungerecht und fragt, warum schon so früh, warum ein durchhalten nicht möglich war, wenn man doch bereit war, jeden Weg mitzugehen.

 

Die Antwort, die ich darauf bekam war „nicht gestern, nicht morgen, sondern heute ist der Tag wo ich gehen will“

 

Man sitzt vor seinem Handy und saugt alle Bilder und Videos in sich ein, um das Gefühl zu bekommen, sich für einen Moment dorthin hinzustehlen…zudem Moment, wo noch alles gut und glücklich erschien. Dinge, die einem an sein Tier erinnern, werden gesucht und der Geruch in sich eingesaugt. Man stellt Fragen und hofft auf Antworten, die den Kopf endlich zur Ruhe kommen lassen, immer wieder und wieder. Tage danach, weiß man, dass die Welt sich weiterdreht, wenn auch für einem selbst sehr langsam. Es vergehen Tage, Wochen, Monate und Jahre und man vergisst nie, immer mal kommt ein Tränchen, wenn man an die gemeinsamen Tage zurückdenkt. Ebenso huscht ein Lächeln über das Gesicht, wenn einem aus dem gemeinsamen Erlebten eine lustige Geschichte in den Sinn kommt…aber, das braucht Zeit. Zeit, wo viele Tränen laufen, wo man sich zurückzieht und seine klaffende Wunde im Herzen heilt.

Ich weiß, dass Lieben auch bedeutet, gemeinsam durch das finstere Tal zu wandern, der Sonne entgegen. Sich allen Herausforderungen zu stellen, die das Leben mit sich bringt. Jedes Leben hat seinen Plan, alles unterschreiben wir bereits, wenn wir noch nicht in unserem Körper sind.

 

Da ich schon immer sehr fühlig war, wusste ich bei meinem ersten Hundebuben, dass wir nicht lange die gemeinsame Zeit auf Erden haben werden, hab dies aber verdrängt, weil ich meiner Angst nicht die Oberhand lassen wollte. Er sollte lernen, seine Menschen auf „den Weg“ zu bringen, zu sich ins Innere damit wir ein anderes Bewusstsein entwickeln. Ebenso sollte seine Seele nochmal erfahren, was es heißt bedingungslos geliebt zu werden, getragen zu werden von seinen Menschen, wenn er es allein nicht schafft. So wanderten wir gemeinsam durch das Leben, mit allen Höhen und Tiefen, bis der Tag kam, wo er in anderen Welten seinen Weg einschlug. Er selbst haderte die letzten Tage sehr, kämpfte stärker als mancher Löwe, weil er wusste, wie tief ich fallen würde.

Ich weiß, als ich ihn damals fragen ließ, nach dem warum, sagte er mir:

 

„wir hatten einen gemeinsamen Plan, jetzt geh ich mein Weg weiter und Du den deinigen, getrennt sind wir nie und ich bin Dir näher als Du glaubst. Tue mir den gefallen und Tanze durch das Leben, feiere es wie Du es einst getan hast, als ich noch an Deiner Seite auf Erden war. Unser Band der Liebe, bleibt bestehen und wird stärker denn je werden“.

 

Es gibt kein Limit, wie lange man trauern darf. Selbst, wenn das Außen meint, dass doch langsam mal gut wäre. Jeder hat das Recht so lange zu trauern, bis man das Gefühl hat, dass die Trauer durchlebt wurde. Es gibt kein Rezept, wie das Herz schneller heilt. Doch, dass zurückkommen ins Leben ist wichtig, weiterzuleben gestärkt mit all den Erfahrungen, die man machen durfte und aufgefüllt mit deren Liebe.

 

Ich habe ihm damals versprochen, dass ich meinen Weg gehe und wenn es Zeit ist, auch nicht daran zweifele ob ich je ein Tier wieder so lieben kann. Ich versprach ihm, zuzulassen, mit allem was die neue Seele mit sich bringen wird. Meine zwei Hundekinder, die nun bei mir sind, liebe ich mehr denn je…jeder für sich, mit seiner Art. Welchen Plan sie mit sich tragen, erahne ich ein wenig, hinterfrage diesen aber nicht…zumindest versuche ich es. Ich versuche, sie jeden Tag zu lieben und jeden Moment in mich aufzusaugen. Warum an das Ende denken, wenn das Leben jetzt schön ist.

 

Warum schreibe ich gerade jetzt in der düsteren und kalten Zeit über den Abschied?

 

Nun, irgendwie denke ich, haben die Tiere, die ich begleite sich das ausgesucht. Die Zeit, jetzt zu gehen. Wo die Wände dünner sind, der Übergang leichter von statten geht. Es ihnen leichter fällt, ihre Hülle hierauf Erden abzustreifen. Die letzten Tage und Wochen, habe ich „leider“ vielen Menschen Trost spenden dürfen und ihren tierischen Liebling zum Übergang begleitet.

 

Jedes Tier, was ich begleite, berührt mich auf seine eigene Weise sehr, doch gestern erst hat mich eine so unwahrscheinlich starke Seele sehr mitgenommen und ihr Wunsch zu gehen zutiefst getroffen. Da kam ich an einen Punkt wo ich mich gefragt habe, ob ich dafür stark genug bin. Ich glaube, das sind die Zeiten, wo ich lieber um 16Uhr mein Büro verlassen würde und den Stapel Arbeit, erst am Montag wieder aufnehmen möchte. Doch, nach vielen Fragen, an meine Spirits, die mich stetig begleiten, weiß ich, dass ich all das mit meinen Tieren durchlebt habe, um anderen Menschen und ihren Tieren, in dieser Zeit zur Seite zu stehen…

 

Ich weiß, dass diese Sterne stärker denn je leuchten und sie versuchen werden, ihren Menschen in den Momenten der Trauer und Dunkelheit ein wenig mehr Licht einzuhauchen...

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Seelenverbindung

Benennen wir nicht immer so die Verbindung zu einem Tier, was ganz tief unser Herz trifft und selbst nach vielen Jahren des Abschieds uns mit einem Tränchen an es erinnert?

 

Der Ansicht war ich auch sehr lange Zeit, bis mir bewusst geworden ist, dass ich mich jedem neuen Zauber versperre.

 

Wenn wir uns zurückerinnern, welches Tier uns von Kindesbeinen begleitete, vielleicht mit uns aufgewachsen ist, ein Stück des Weges an unserer Seite war und oft den Schmerz großer Herausforderungen geheilt hat, dann ist das natürlich eine unwahrscheinliche Verbindung, die so schnell keiner ersetzen kann.

 

Aber, wollen wir denn, dass sie jemand oder etwas ersetzt? Wollen wir nicht, dass diese Verbindung einzigartig bleibt für diesen einen Moment? Haben wir in unserem Leben nicht die Möglichkeit, jedes Mal auf Neue so in der Art eine ähnliche Verbindung eingehen zu können.

 

Gerne möchte ich von meinen Verbindungen sprechen, um dir einen kleinen Einblick darin zu geben, was ich damit meine. Ich bin mit Katzen aufgewachsen, so schien mir, war jede Katze in meiner Kindheit dafür da, einen von uns intensiver zu begleiten. Jeder von uns hatte so seinen Liebling, der bei ihm parkte, ihn auf Schritt und Tritt begleitete und ebenso, unsere tiefsten Ängste und Geheimnisse mit sich trug. Aber dennoch, schätzten wir alle und liebten sie ebenso. So kam damals als ich 3-Jahre alt war ein Kater in unsere Familie. Pingo, so nannten wir ihn, war sehr klein und dreckig. Ein Katerchen von der Straße, voller Würmer und Flöhe. Da wir damals bereits 5 Katzen hatten, wollten meine Eltern ihn nicht behalten. Ich bat darum, dass er bleiben darf, lag wohl daran, dass ich am liebsten einen Zoo gehabt hätte. Meine Mutter meinte „nur, wenn Du aufhörst zu stottern, dann darf er bleiben“

 

Vom einen Tag auf den anderen hörte ich das Stottern auf und Pingo blieb (obwohl er wahrscheinlich auch so hätte bleiben dürfen;)). Pingo begleitete mich durch meine ganze Kindheit, durch die Jugend und über viele Höhen und Tiefen hinweg, als ich 20-Jahre alt war, ließ ich ihn schweren Herzens in meinen Armen gehen. Lange litt ich unter seinem Verlust. Er war ein sehr eigensinniger Kater aber unwahrscheinlich liebevoll. Als ich mit 24 von Zuhause auszog, vermisste ich die Katzen sehr, die natürlich bei meiner Mutter blieben, weil sie dort in das Rudel gehörten.

 

Als ich 26 Jahre alt war, beschlossen mein Mann und ich einen Hund in unser Leben zu lassen. Baxter, auch er begleitete mich durch emotionale und gesundheitliche Krisen, transformierte meinen Schmerz, schenkte mir Heilung und heilte in vielen Momenten des Zweifels mein Herz. Er fing früh an, mich auf den Weg zu bringen, der jetzt meine Berufung ist. Ebenso begleiteten wir ihn, auf seinem Weg, trugen ihn in schweren Zeiten, wie er es einst mit mir machte und als der Tag des Abschieds nahte, wechselte er sanft und liebevoll in unseren Armen die Ebenen.

 

Meiner Ansicht nach viel zu früh und ich fühlte mich ungerecht behandelt, verschloss mein Herz, weil er schließlich den einzigen Platz in meinem Herzen einnahm. Denn zwischen uns passte einst kein Blatt Papier, wo die Entfernung plötzlich so weit war und das Fühlen nicht mehr möglich. Noch heute weiß ich wie der Geruch hinter seinen Ohren war.

 

Doch, da gab es ja noch Esteban, unseren zweiten Hund, der in unser Leben kam, wo Baxter 3 war. Esteban war zu dem Zeitpunkt 6-Jahre als Baxter ging. Er war von der Art ein kleiner Kobold, scherrte sich um nix und hatte nur Quatsch im Kopf, spielte immer die zweite Rolle, weil Baxter die Führung übernahm. Auf Bildern stellte er sich selbst immer ein Stück entfernt. Sorgen machte ich mir nie welche um ihn, weil er auch nie krank war oder besondere Bedürfnisse hatte. Das Einzige was immer war, er versuchte alles vorzüglich zu machen, um mir zu gefallen. Als Baxter ging, liefen Esteban und ich 6 Monate nebeneinander her. Er zeigte kein Interesse an mir und ich fühlte mich wieder einmal ungerecht behandelt. Jetzt, wo er doch den Platz einnehmen könnte, meidet er mich. Plötzlich wurde er krank, entwickelte Allergien und ständig war irgendwas anderes.

Dann kam ich zu einer Tierkommunikatorin, die ich als erstes um ein Gespräch mit Baxter bat. Das war übrigens, mein aller erster Kontakt zu jemanden der mit Tieren spricht. Sie erzählte mir Dinge, die nur Baxter wusste. Ebenso gab er hinweise zu Esteban, ließ die Tierkommunikatorin fühlen, wie sich Esteban im Moment fühlte. So bat ich sie mit ihm zu reden, erzählte ihr nichts von Krankheiten oder von dem Zusammenleben insgesamt. Als ich das Gespräch dann als Protokoll in den Händen hielt, liefen mir nur die Tränen, er war mit seinen 6-Jahren komplett haltlos, hatte keinen Plan und war mit all dem ebenso überfordert, wie ich es war.

 

Dennoch war mir nie wirklich möglich den Zugang zu finden, weil ich es im Herz nicht wirklich spürte was ich eigentlich falsch gemacht habe. Ja, ich sagte ihm, wie sehr ich ihn liebe, machte stundenlange Spaziergänge, spielte und schmuste mit ihm, aber wohl war ich nie wirklich ganz bei ihm. Seine Krankheiten wurden heftiger, er konnte zweitweise vorne nicht mehr auftreten und die Klinik hat nach all den Untersuchungen keinen wirklichen Rat gehabt. Dann ging ich wieder einen anderen Weg, den, den man mit dem bloßen Auge nicht sieht und es keine Erklärungen für gibt. Ich bekam die Antwort: „es ist sein geistiges Wachstum, er darf in die Rolle reinwachsen wie Du eben auch. Verantwortung zu übernehmen, eine andere Position einzunehmen, bedeutet Kraft“

 

Na super, dachte ich mir… aber was blieb mir anderes übrig als zu Vertrauen, denn Schulmedizinisch fand man ja nichts. Als ich dann so den ein oder anderen Weg einschlug, kamen wir auf eine Herzensarbeit. Sie sagte mir, dass dort ein Schloss vor sei, kein Eindringen möglich. Dann erzählte ich ihr ein wenig von Esteban und bat sie um Hilfe. Als ich dann in Trance mit ihr daran arbeitete, sah ich, wie mein Herz aus nur einem ersten Platz bestand. Auf diesem thronte Baxter, weit und breit war nichts zu sehen. Sie fragte mich, wie ich dazu komme. Ich erzählte ihr von ihm und was wir zusammen erlebten und auch, dass es doch nur den Einen geben kann, der einem immer tief im Herzen bleibt. Doch als ich das aussprach wurde mir etwas klar… Esteban sagte bei dieser Arbeit damals zu mir „ich bin nicht mehr bereit, nur die zweite Rolle in Deinem Leben einzunehmen. Ständig um Deine Gunst und Liebe kämpfen zu müssen, macht mich müde“…

 

Mein Herz krampfte sich, vor Schmerz, vor Schuld und Verzweiflung Es gibt nur den Einen, dessen Licht ich sah, weil ich keinem anderen die Chance gab, mir nur annähernd zu zeigen, welch Zauber er in sich trug.

 

Zum einen auch aus Angst, nochmal ein Tier so nah an mich ran zu lassen und es dann ebenso so schmerzhaft wird, wenn er geht. Ich wollte diesen Schmerz des Verlustes nicht nochmal fühlen und verschloss mich für die Liebe, die ein anderer in sich trug.

Damals schmiss ich Baxter nicht vom ersten Platz, ich machte aus meinem Herzen einen einzigen ersten Platz und stellte dort auch Esteban drauf. Ich hatte ein Bild vor Augen, wo ich meinen Mann mit beiden Hunden im Arm fotografiert habe, dieses stellte ich auf den einen ersten Platz und ließ die Platzierungen grundsätzlich verschwinden.

 

Lange war ich nicht bereit, je einen zweiten Hund einziehen zu lassen. Weil ich Angst hatte, ich würde es nicht schaffen, dieses Bild aufrecht zu erhalten. Es war auch viel Arbeit an mir und an meinen Emotionen. Immer wieder überprüfte ich das Bild. Mein Hundebub und ich lernten uns neu kennen, obwohl wir uns doch bereits kannten. Vertrauten einander und ich lernte langsam sein Licht zu entdecken, seine Eigenarten und seine verrückte Art lieben zu lernen. Ich half ihm ebenso, seine Konflikte, die dadurch entstanden sind, heilen zu lassen.

 

Nach 4 Jahren, nach Baxters Tod, kam von Esteban der Wunsch, dass er gerne eine Begleitung hätte. So machte ich mir im Voraus schon viel zu viele Gedanken, ob ich dem Gerecht werden kann. Früher hatte ich immer Stress, hatte ich die Zeit mit dem einen, wollte ich sofort dem anderen genau das gleiche geben, damit sich keiner benachteiligt fühlt. Das bemängelte Esteban, wenn ich sagte „aber ich habe Dich doch genauso lieb gehabt“ dann kam „ja, aber nicht aus dem heraus, dass Du voll und ganz bei mir warst, sondern aus dem Gefühl des schlechten Gewissens“.

 

Daiva zog ein und nahm mich sofort voll und ganz in Anspruch, aber ich spürte, dass sich bei mir etwas verändert hat. Sie nahm neben Esteban ihren ersten Platz ein und mir wurde bewusst, dass ich mit jedem von ihnen etwas Tiefes verbinde. Ich knüpfe mit jedem meiner Tiere das Band der Liebe, die Knoten, die sich darin zeigen, symbolisieren das, was ich mit jedem einzelnen Lernen darf und an welcher Stelle sie mein Herz berühren. Jeder auf seine Art bringt mich mit seinen Macken zum Lachen, berührt mein Herz und lässt mich Zuhause ankommen. Ich vergleiche nicht mehr, trauere den alten Zeiten nicht nach und frag mich, was wäre, wenn…

 

Ich weiß, Esteban war eben in der Vergangenheit genau dafür da, um mich das in meinem Leben lernen zu lassen. Zu lernen, wie man sein Herz öffnen kann und sich auf den Zauber jedes einzelnen einzulassen. Zu lernen, dass es keine Plätze gibt, sondern das Herz groß genug und offen für viele Verbindungen im Leben sein kann. Wie er mich auch jetzt noch vieles mehr lernen lässt und mein Herz auf sanfte Weise berührt.

 

Ich genieße die Zeit mit jedem einzelnen von meinen beiden zwei, so intensiv, das mein Herz bei ihrer Liebe fast vor Glück zerspringt.

 

Kürzlich in der Klinik sagte eine Ärztin zu Esteban „Du bist ein Seelenhund, nicht wahr“ Diese Worte berührten mein Herz und es wurde bestätigt, was ich schon lange wusste…ja, er ist mein Seelenbub, einer davon und wie Daiva eben mein Seelenmädchen ist.

 

 

„Vergebe Dein Herz nicht nur für den Einen, denn so vieles bleibt Dir dadurch verwehrt“

 

*Esteban

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Hinter verschlossenen Türen

Wenn Klienten zu mir kommen und sich behandeln lassen, dann gibt es danach ja oft noch einen Austausch.

Es freut mich immer, wenn ich Feedback bekomme, wie sich der ein oder andere mit seinem Thema auseinandergesetzt hat und auch in seinem Alltag umsetzen konnte. Gerade, wenn es doch auch um intensivere Themen ging.

 

Interessant ist dann für mich, wenn ich höre „es tut gut zu hören, dass es ganz normal ist, so zu sein“

Ich bekomme dann erzählt, wie schwierig es ist, sich zu outen und dass man gegebenenfalls Hilfe von einem Schamanen in Anspruch genommen hat. Ja, einige sprechen sogar davon, draußen ein ganz „normales“ Leben zu führen und dies nur heimlich auszuüben.

 

Sie finden es dann immer beeindruckend, wie authentisch ich doch bin und fragen natürlich, wie ich meine Spiritualität im Außen lebe, weil ich auf den ersten Blick ja doch einen ganz normalen Anschein erwecke.

 

Auf der einen Seite macht es mich traurig, auf der anderen Seite erinnert es an mich und an meine ersten Anfänge. Sicherlich wäre ich nicht so früh dazu gekommen, wenn ich durch meine Resonanz, solche Menschen angezogen hätte, doch lebe ich nicht ein einer spirituellen Gemeinschaft oder laufe den ganzen Tag mit meiner Rassel und Trommel rum, sondern bewältige meinen Alltag so gut es geht, wie ein ganz normaler Mensch. Es kann lediglich mal sein, dass man mich Trommeln hört oder nach einer Räucherung, vor Fenster und Türen verschiedene Düfte wahr nimmt.

Alle Ausbildungen habe ich ja neben meinem Angestelltenverhältnis besucht, am meisten hat meine Kollegen der Hypnosetherapeut imponiert, die anderen Seminare, so fern sie während der Woche stattfanden und ich Urlaub benötigt habe, habe ich immer umformuliert.

 

Weil ich in der Tat Sorge hatte, sie erklären mich für Gaga. Dabei war das nur mein Denken, wahrscheinlich hätten sie sogar mit großem Interesse zugehört.

 

Dann kam eines Tages mein Mann an und erzählte, er hätte sich mit seinen Kollegen unterhalten. Irgendwie seien sie auf meine Tätigkeiten gekommen und er hätte ihnen davon erzählt. Meine Reaktion war erstmal so in der Art „wie kannst Du nur, was denken die jetzt von mir“. Worauf er mir dann mit einem ganz ernsten Gesichtsausdruck erklärte „mir ist das wurscht, es ist Dein Job und ich stehe dahinter“.

 

Dann wurde mir bewusst, dass ich genauso wenig dazu stehe, aus Angst für verrückt erklärt zu werden. Mit dem Start meines Nebengewerbes vor einigen Jahren, habe ich sogar bei meinem letzten Anstellungsverhältnis erzählt, warum ich Teilzeit arbeiten möchte. Sicherlich kam ein Lächeln über die Lippen meines Gegenübers, aber die Reaktion war eher „erzählen sie doch mal mehr davon“

 

Meine Mutter weiß mittlerweile, welchen „Job“ ich mit meiner Selbstständigkeit ausübe und lässt sich durchaus auch von mir behandeln, sie sagt, sie wäre auch stolz auf mich, weil dies zu mir passen würde. Wird sie gefragt, antwortet sie aber immer „meine Tochter ist Heilpraktikerin“. Wo sie dann zu mir sagt: „ich weiß eben nicht, wie man das nennt, was Du machst“. Und ich hab mich immer gewundert, warum alle nach einem Homöopathischen Mittel gefragt haben...

 

Klar, lerne ich neue Leute kennen, sitzt man am Abend bei einem Glas Wein zusammen, kann ich die blöden Sprüche nicht wirklich ab. Ich bin ein durchaus geselliger und gesprächiger Mensch, der auch mal über sich selbst lachen kann, aber ungern, wenn ich mit meinem Job das Dauerthema bin und es ins Tiefste veralbert wird. Das tue ich ja schließlich auch nicht!

 

Mittlerweile habe ich Schilder auf meinem Auto, stehe privat und öffentlich dazu und verheimliche nichts mehr, weil ich glaube, stehe ich nicht zu dem was ich tue, dann würde ich es nicht mit Herz machen und somit auch nicht das erreichen, was ich bisher bei Menschen und Tieren geschafft habe.

 

Aber, was ich mich dann frage, warum ist es so ein Tabu in der Gesellschaft. Alles was nicht normal ist, darf nicht erzählt werden, aus Angst man wird ausgelacht. Warum ist das so schlimm, wenn einer vielleicht nachts um 0:00 Uhr, bei Vollmond einen Zettel vergräbt um ggf. seine Wünsche zu manifestieren oder eine Tierkommunikatorin beauftragt um mit seinem Tier reden zu lassen, weil es den Anschein erweckt, dass es uns mit seiner Verhaltensänderung etwas sagen möchte.

 

Solange ich damit niemanden belästige, bekehre, missioniere und weiterhin ein achtsamer und respektvoller Mensch bleibe, ist das doch nichts, für was ich mich schämen muss.

 

Wir urteilen über die Kriege auf der Welt, über andere Religionen und führen doch im Kleinen genau das gleiche direkt vor unserer Haustür durch. Haben unsere Eltern uns das nicht gelehrt „was sollen die Nachbarn von uns denken“?

 

Ich bin als Tochter einer deutschen Mutter und eines syrischen Vaters in Deutschland geboren und aufgewachsen, habe bis zu meiner Heirat einen ausländischen Namen getragen. Ich weiß was es heißt, abwertend von der Seite angeschaut zu werden… da ist es mir ehrlich gesagt „Mittlerweile“ egal, was andere von mir denken. 

 

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Wenn Tiere im Verbund sich untereinander helfen

Vor einem Jahr rief mich eine junge Frau an, sie war sehr verzweifelt. Ihre Stute ließ plötzlich keinen mehr an sich ran. Webte mit dem Kopf in ihrem Stall, buckelte und war grundsätzlich in der Hand des Menschen nicht mehr sicher zu bändigen. Die junge Frau teilte mir mit, dass Sunny, so hieß die Stute, nur noch die Frist von einer Woche gesetzt bekam. Dann müsse sie Sunny gehen lassen. Es wäre Tierquälerei, ein Tier, was solche Qualen in der Vergangenheit erlebt hat, noch weiter leben zu lassen. Siemeinte zu mir „ich habe zwar keinen Schimmer wie sie arbeiten, aber sie wurden mir empfohlen und ich sehe es als letzte Chance, denn es hat einen Grund, warum ich zu ihnen geführt wurde“

 

Nun, ich kann keine Versprechen geben, auch weiß ich ja nie, welche Aufgabe für den Mensch und das Tier dahintersteckt. Wenn es heißt, dass die Heilung das Wechseln der Ebenen ist, dann bin auch ich machtlos. Aber, daran wollten wir erst mal nicht glauben. Ich versuchte in dieser Woche mir sachte einen Zugang zu der Stute zu erschaffen, ein wenig zögerlich und misstrauisch mir gegenüber war sie, weil es ja schon andere Menschen gab, die sie verletzt haben. Mithilfe meiner Spirits und meiner einfühlenden Art, durfte ich das ein oder andere Thema mit ihr bearbeiten.

 

Interessant war, dass man immer nach meiner Arbeit spürte wie sie sanfter wurde. Uns war allen bewusst, dies ist nur ein kleiner Schritt auf diesem Weg, der noch vor uns liegt. Manchmal willigte die Stute ein, mich beider Arbeit zu begleiten, manchmal benötigte sie Zeit um das umzusetzen. Die Gespräche danach waren sehr berührend, weil sie mir aus ihrer Sicht erzählt hat, wie sie alles wahrnahm.

 

Was wir nicht wussten, war, dass die Stute zu ihrer eigenen Geschichte, auch noch einige Themen für ihre Menschen mit sich trug. Nachdem wir also einen großen Schritt vorwärts gingen, gingen wir auch oft 5 wieder zurück. Immer wieder erzählte sie mir, sie könne nicht anders, Schmerzen im Unterleib, ein ziehen, was Koliken hervorruft und zu starken Explosionen ihrerseits führt. Selbst ich hatte oft Zweifel, weil ihre Begleiter davon zu überzeugen, dass ihr Leben lebenswert ist, wenn man so gefangen in den emotionalen und körperlichen Schmerzen ist, dazu noch eine Lebensgefahr für ihre Menschen, weil die Ausbrüche so heftig waren, dass sie kopflos um sich trat, das war oft schwer für mich.

 

Ich handelte mit ihr einen Deal aus, der mit ihrer Begleiterin abgesprochen war…“zeig uns, dass Du Leben willst, wenn Du 5Sek. am Strick zu halten bist, bevor man Dich auf die Wiese bringt“. Die Trainerin selbst spürte, dass wir Stück für Stückweiterkamen, ebenso grübelten wir alle gemeinsam, wenn es mal Rückschläge gab. Dann wieder diese Koliken und diese starken Schmerzen, was dann ein Besuch in der Klinik unumgänglich gemacht hat…nur, wie mit einem Pferd, was fremden Menschen misstraut und schon alleine beim Anblick des Hängers in Panik gerät, davon zu schweigen, wie sie sich in der Klinik verhält. Es war für alle sehr gefährlich, selbst das Zureden meinerseits half in solchen Momenten nicht.

 

Als sie dann endlich in der Klinik war, nahm man sie dort nicht wirklich ernst, erzählte von einem verrückten Pferd, was besser heute als morgen erlöst werden sollte. Alles nur, weil sie sich kaum anfassen ließ und selbst mit Sedierung um sich trat. Alle wieder ratlos, eine Stute, die Schmerzen hat, aber eigentlich (lt. der Klinik) kerngesund ist. Wie oft wir alle über das Erlösen sprachen und es immer diese Deadline gab, keine Ahnung…aber es war sehr oft. Dank der Trainerin wurden die Begleiter auf eine einfühlsame Tierärztin aufmerksam. Ich bat Sunny darum mit den Worten: „, wenn Du Leben willst, dann zeige bei dieser Untersuchung, dass Du es zulässt“. Ich begleitete sie energetisch und spürte ein sanftes entgegenkommen.

 

Tatsächlich, bei der Untersuchung war Sunny so ruhig und sanft wie schon lange nicht mehr. Dann der riesen Schreck für uns, Sunny ist kerngesund, nichts zu finden. Auch hier, der Hinweis der Tierärztin, wenn auch liebevoll, ob es nicht besser sei ein Pferd, was so geschunden sei lieber zu erlösen, wenn man gesundheitlich nichts findet. Aber, dennoch meinte sie, es gibt noch ein Wert, den sie untersuchen lassen möchte und möchte diesen Befund abwarten. Das Schlimme war, wir hatten ein rennen mit der Zeit, denn alle 6-8 Wochen kamen die Koliken und sie wurden von Mal zu Mal schlimmer und heftiger, die nächste Kolik war uns klar,werden wir Sunny verlieren, zumal uns bewusst war, im Notfall bekommen sie wir ja nicht mal in den Hänger.

 

Dann kam der Befund, ein Hormonwert, heftig erhöht, der für Probleme in gynäkologischen Bereich spricht. Nun war klar, Sunny muss in die Klinik. Sunny zeigte, dass sie Leben wollte, so war klar, hatten wir nur noch die Chance mit der Klinik. Anfang Juni trafen wir uns alle persönlich, die Trainerin, ihre Menschen und ich, beratschlagten uns und uns war bewusst, bis zur nächsten Kolik dürfen wir nicht warten. Aber wie Sunny in den Hänger bekommen? Bei dem Treffen beratschlagten wir uns, ich überlegte was ich noch tun kann, um Sunny davon zu überzeugen, dass dies ihre letzte Rettung ist und es dort Menschen gibt, die ihr nur Gutes wollen, dass nach allem, was sie erfahren und erlebt hat. In den Gesprächen war es ihr bewusst und sie verstand meine Worte, meine schamanische Heilreisen brach sie zwischendrin ab und bat mich allein weiter zu gehen. Die letzte Reise, vor der Klinik mit dem Hänger, konnten wir zu 50% abschließen, aber reicht das aus, um die Angst vor dem Hänger und der Klinik beiseite zuschieben?

 

Dann kam einer ihrer menschlichen Begleiterin, die Idee, warum ich Freddy nicht dazu hole, so eine Art Telco…nur eben energetisch. Freddy, der 26-jährigeWallach der Familie, der von klein auf bei seiner Familie war, nie schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ein stolzer Kerl, der bereits in jungen Jahren die Familie mit seiner eigensinnigen Art in die Prüfung genommen hat. Michael ritt auf vielen Turnieren mit ihm, zu Anfangs erntete er oft Spott in der Art „Du ziehst nie mit diesem Pferd einen Frack an“. Nur, weil die Familie nie aufgab und mit dem arbeitete, was Freddy ihnen schenkte, lief er mit 13-Jahren bis zur Inter 1, eine Dressurprüfung, die nur wenige Pferde erreichen. Danach bot man viel Geld für ihn, doch das stand nie im Vordergrund, weil sie ihn einfachliebten, so wie er war und nie an ihm gezweifelt haben. Wer, wenn nicht Freddy, kann also für Sunny der beste Helfer in ihren derzeit gefangen Emotionen sein. Freddy der selbstbewusste Kerl, der auf vielen Turnieren war und die Hänger Fahrten ohne Probleme meisterte. Auch könnte er mit seinen 26 Jahren dem „jungen Mädchen“ sicherlich ein wenig Sicherheit vermitteln.

 

Da ich so etwas noch nie gemacht habe, aber meine Tiere mich lernen ließen „es gibt nichts, was es nicht gibt“, sagte ich natürlich ja und meinte ebenso, wir können es versuchen. Im Endeffekt haben wir nichts mehr zu verlieren, entweder verlieren wir Sunny an der nächsten Kolik oder eben wir geben alles und nutzen unsere letzte Chance. Nach meiner Heimreise machte ich mich sofort dran, schließlich war der Hänger 1 ½ Wochen später bestellt und für die Fahrt in die Klink gebucht. Die Klinik wurde nun überzeugt, auch in Rücksprache mit der Tierärztin, speziell diesen einen Eingriff bei Sunny zu machen. Da ich Freddy bei meinem Besuch persönlich kennenlernen durfte und das Vergnügen hatte, mit ihm zu kuscheln, viel mir der Zugang auf mentale Ebene überhaupt nicht schwer.

 

Wenige Tage vor dem besagten Tag besuchte ich Freddy und hab mich somit mit ihm mentalverbunden, holte ihn in seinem Stall ab und brachte ihn zu Sunny. Was ich dort erlebte, bereicherte mich nicht nur in meinem Wissen, sondern erfüllte so unendlich mein Herz, dass ich in Tränen diese Arbeit geschehen ließ. Ich war nur Mittler, alles andere erledigte Freddy. Er stand mit gesenktem Kopf vor ihr, sie vor ihm und lauschte ihm, eine Sprache, die ich nicht verstand, sondern nur mit dem Herzen fühlte. Dann bat er mich, meine linke Hand auf sein Herz zu legen und meine rechte Hand auf Sunnys Herz, ich solle einfach geschehen lassen. Mir schossen viele Worte durch den Kopf, Situationen und Geschichten, Bilder und viele Emotionen. Es schien, als würde der „ältere Herr“ dem „jungen Mädchen“ sein Leben erzählen, sie daran teilhaben lassen, wie seine und eben ja auch ihre Menschen, ihn immer trug, liebevoll in diesem Leben führten und er nie im Stich gelassen wurde. Selbst diese unendliche Liebe, die von ihm ausging, als würde er versuchen, Sunnys Herz zu heilen. Nach 20 min sagte er zu mir, nun ist gut, Du darfst mich wieder nachhause bringen.

 

Abgemacht war, ihn am nächsten Tag abzuholen und eben mental in den Hänger zu stellen, so dass er Sunny vormacht, wie man in den Hänger reingeht. Wir waren alle aufgeregt, denn schließlich steht und fällt es mit Sunnys Mitarbeit. 2 Stunden davor, versprach sie mir, ihr Bestes zu geben, auch wenn sie ein wenig Angst hat, vor dem was nun geschieht.

 

Was dann geschah, ließ uns alle staunen…ich wartete 390 km weiter weg auf die Nachricht und fieberte mit, als dann die Nachricht kam „Sunny ging ohne Probleme in den Hänger, sei verladen und auf dem Weg in die Klinik“, musste ich erstmal vor Erleichterung weinen.

 

Auch in der Klinik, ganz sanft und anders als sonst, dort ließ sie die Untersuchungen an sich machen und die Ärzte meinten „wie, das ist die verrückte und explosive Stute, das ist doch ein ganz normales Pferd“ Tag der OP verlief gut, sie fühlte sich schwach und müde an, aber auch laut der Ärzte wohlauf. Man entschied sich, erst den einen Eingriff zu machen und eine Woche später den anderen. Sie fühlte sich allein und da ich keine 24 Std mental bei ihr sein konnte, übernahm Freddy gerne diese Aufgabe. Mental brachte ich beide immer in mein Heilhaus, ein Heilbereich in der nicht alltäglichen Wirklichkeit, was bei meiner schamanischen Arbeit sehr wirkungsvoll ist.

 

Freddy stützte sie, begleitete sie und unterstützte sie mental. Laut seiner Aussage braucht er von mir keine Hilfe, er würde das gut wegstecken. Ich bestand aber darauf, auch ihn ein wenig Heilung zukommen zu lassen, somit willigte er ein. Nach einigen Tagen bat mich Sunny, sie bräuchte den älteren Herrn nicht mehr, er wäre ja ganz nett, aber langsam schafft sie das selbst. Auch ich bräuchte nun nicht ständig nach ihr schauen, es würde sie langsam nerven und es wäre außerdem nur die Rede von einer OP gewesen, jetzt Tage später die 2´te und noch einen längeren Aufenthalt in der Klinik, was ihr gar nicht geschmeckt hat. Ich dachte mir nur „nun, sie ist über dem Berg, auch kenne ich sie als manchmal trotzige Sunny und ließ sie einfach ein wenig gehen.

 

Als dann der Anruf ihrer menschlichen Begleiterin kam, dass Sunny gerade in ihrer Box steht und mit dem Kopf webt und wohl einen heftigen Schub hat, stieg in uns allen die Panik hoch. Sunny hatte auf das alles kein Bock mehr, sie war es leid, ständig leiden zu müssen, ständig diese Schmerzen, diese Kompromisse und wollte gehen. Ihre Menschen nahm sie in ihrer Gegenwart kaum wahr, als ich sie mental besucht habe, stand sie bereits am Übergang und wollte aus diesem Leben gehen. Die Ärzte waren ratlos und sagten selbst „das ist der Beweis, dass ein Pferd eine Psyche hat“, denn körperlich sei alles in Ordnung, aber ihre emotionalen Schmerzen seien wohl so stark, dass sie daran zugrunde geht. Auch baten sie um Einwilligung, wenn ein erneuter Schub wäre, ob sie Sunny erlösen sollten.

 

Ich spürte Sunnys Wut gegen alle um sie herum gegen das, was sie erlebt hat und man ihr angetan hat. Wieder einmal dachte sie, es sei nur ein leeres Versprechen gewesen und eigentlich sollten die Schmerzen nach dieser OP doch endlich weg sein und nicht weiterhin andauern. Ich konnte Sunny überreden, geduldig zu sein, sie bitten zu bleiben. Sie fiel in ein tiefes Loch, war für mich schlecht erreichbar und ihre Menschen nahm sie zwar wahr, aber ignorierte sie zum größten Teil.

 

Nun erzählte ich Sunny einfach etwas, so wie die vielen Male vorher, wenn sie mal nicht zuhören wollte und mit dem Kopf zur Wand stand. Auch, dass uns ihr Schmerz durchaus bewusst sei, aber sie geliebt wird und wir sie einfach darum bitten durchzuhalten. Irgendwann willigte sie ein, dass der ältere Herr wiederkommen dürfte und versprach mir so gut es geht durchzuhalten und entschuldigte sich für diese Wut und für dieses kopflose Verhalten, sie es aber einfach satt hatte und dachte, damit hätte sie nun endlich Ruhe. Fast 2 Wochen später dann, die 2´te OP, auch dieses Mal verheilte alles schnell und sie durfte gut eine Woche später nachhause. Jeden Tag ließ ich sie auf der schamanischen Ebene behandeln und nach 3 Wochen durfte langsam die Arbeit mit ihr und ihren Menschen beginnen.

 

Mittlerweile meistert sie Dinge, die vorher unmöglich waren, zeigt sich offener und freundlicher im Verhalten, dass es selbst anderen auffällt. Schmerzschübe, hatte sie seitdem auch keine mehr und sie lässt plötzlich so viel mehr zu.

 

Nun, warum möchte ich dich daran teilhaben lassen. Weil ein Umdenken stattfinden darf. Wie oft verurteilen Menschen eine Handlung ihres Tieres, unterstellen ihm Boshaftigkeit, Dummheit oder Wiederwillen. Sicherlich haben unsere Tiere auch ihren eigenen Stolz und sind vielleicht nicht immer bereit, eine Handlung, die von uns erwünscht ist auszuführen. Wenn ich das bei meinen eigenen Tieren beobachte, dann spüre ich eben, dass man einen anderen Weg finden darf.

 

Egal, welche Art des Tieres. Es ist eben nicht jedes Pferd, Hund, Katze, Hase wie das andere und das ist es doch, was sein eigenes Tier ausmacht. Statt darauf einzuprügeln und seinen eigenen Willen durchzusetzen, nur um das Ego zu befriedigen, dass ich den Willen gebrochen habe, sollte man eher Stolz sein, einen anderen Weg mit seinem Tier gehen zu dürfen, dadurch seine eigene Welt zu erweitern und somit selbst dazu lernen zu dürfen. Aber, was geschieht oft, wenn ein Tier nicht so will und es augenscheinlich gesund ist? Da sind die emotionalen Misshandlungen oder die Unterstellungen oft das kleinste Übel.

 

In den Gesprächen mit Sunny erfahre ich immer, dass sie es nicht böse meint, ihre Menschen liebt und durchaus sicher ist, dass sie ihr nie etwas Böses tun. Auf meine Fragen, warum dann dies oder jenes geschehen ist, antwortete sie:

 

„Auch, wenn ich von meinen Menschen bedingungslos geliebt werde, so ist meine Seele doch geprägt mit den Bildern der Vergangenheit. Oft reicht eine bestimmte Tonlage oder eine Handlung aus, dass plötzlich schmerzliche Bilder hochkommen. Es ist wie ein Schalter, der plötzlich umgelegt wird, ein Sog in dem ich mich befinde und plötzlich komme ich dann wieder auf dem Boden an und sehe in die verzweifelten Gesichter meiner Menschen, spüre eine unendliche Trauer und meine eigene Wut, die ich gegen mich richte, dass ich es wieder mal nicht geschafft habe, der Vergangenheit zu trotzen. Dankbar darf ich sein, dass meine Menschen hinterfragen und nicht wahllos auf mich einprügeln, sondern versuchen mich zu verstehen. Das größte Geschenk, was jeder Mensch seinem Tier machen kann, ist Liebe, Einfühlungsvermögen und die Eigenarten so zu nehmen, wie sie eben sind. Ich weiß nie, ob ich je alles vergessen und ihre Wünsche erfüllen kann, aber solange ich meine Menschen begleite, werde ich mein Bestes in Liebe geben und schenke ihnen mein Herz“

 

Das Bewusstsein zu öffnen, um wissen zu wollen, welche Geschichte dahintersteckt, bedarf oft Mut, weil sich dadurch auch eine ganz neue Welt öffnen kann. Wenn ihre menschliche Begleiterin, ihre beste Freundin, nicht so hartnäckig gewesen wäre und immer wieder betont hätte „ich bin nicht zu Dir gekommen, um Sunny jetzt gehen zu lassen, da muss noch was sein, was wir übersehen haben“. Die Eltern, die das junge Mädchen in allen Bereichen unterstützt haben, sich bewusst waren, alles tun zu wollen, um dieses Pferd zu retten. Die Trainerin, die sich immer bewusst war, dass Sunnys Weg hier nicht enden darf und eben ich, die bereit war zu lernen, sich dem wieder mal zu öffnen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Sich auf Dinge einzulassen, die einem vorher unbekannt waren und eben auch mal die Hilfe der anderen Tiere, die im Verbund leben anzunehmen. Manchmal ist es wichtig, ein wenig tiefer zu schauen, geduldig zu sein und wirklich zu vertrauen. Weder ihre Menschen noch ich, wussten wohin uns die Reise führt, ich hatte zu jederzeit das vollste Vertrauen in alles, was in meiner Macht stand zu tun. Dazu kam, dass ich in die Lehre gehen durfte, von dem wundervollen selbstlosen Freddy.

 

Irgendwie war allen bewusst, dass es Freddys letzte Aufgabe sein wird, er Sunny noch ein wenig anweist, unterstützt und wenn diese wundervolle Aufgabe gemeistert ist, Sunny nun alleine bestehen kann, dann wird er gehen. Leider war es jetzt wirklich so und Freddy verabschiedete sich aus diesem Leben, der Grund, warum es mir wichtig war, sein Wirken und Sunny Geschichte nun endlich nieder zu schreiben.

 

Danke Freddy, dass Du mich in die Lehre genommen hast und mir gezeigt hast, dass noch viel mehr möglich ist, wenn ich vertraue und einfach zulasse. Du hast Sunny gezeigt, was es heißt zu vertrauen und ihr einen Einblick gegeben, dass es Menschen gibt, die bedingungslos lieben. Ich verneige mich, vor Deiner selbstlosen Handlung und Deiner weisen Seele. So wünsche ich Dir eine gute Reise…unsere Begegnung werde ich nie vergessen

 

Danke Sunny, für Dein Vertrauen, Deinen Mut der Vergangenheit in die Augen zu schauen und Deinen starken Willen bei Deinen Menschen zu leben.

 

Danke Laura, für deine unendliche Liebe, Deine Freundin nicht aufgeben zu wollen und Deine Hartnäckigkeit.

 

Danke Kirsten und Michael für Eure Liebe Sunny und Euren Tieren gegenüber und für das Vertrauen, in meine Arbeit.

 

Danke Silke, der Trainerin, dass es so einen Menschen mit so einem großen Herz gibt, der andere an die Hand nimmt und ihnen zeigt, dass jede Seele einzigartig ist und es so viele Wege gibt, die man zusammen meistern darf.

 

Am Anfang meiner Arbeit, weiß ich nie wie das Ende ist. Doch verurteile dein Tier nicht, sondern lerne an den Erfahrungen, die ihr miteinander macht um zu wachsen, egal welches Ende eure gemeinsame Geschichte haben wird. Ich selbst habe in diesem Jahr nicht nur wahnsinnig viel lernen dürfen, sondern dazu noch liebevolle Menschen kennengelernt. Ohne Sunny, hätte es nie diesen Besuch gegeben, eine Begegnung mit all diesen Menschen auf Herzensebene. Wir wissen nicht, was ihre Menschen mit Sunny noch erreichen werden. Dennoch sind sie zuversichtlich, weil Sunny jeden Tag neue Dinge dazu lernt, neue Dinge zulässt und weniger Angst zeigt, bei Dingen, die vorher unmöglich waren. Laura vertraut Sunny, kann sie auch wieder allein führen und arbeiten. Sie sehen es als Geschenk, dass was Sunny ihnen heute gibt, damit arbeiten sie, ohne es auszunutzen oder einen Druck dahinter auf Sunny auszuüben und genau darum geht es doch…

 

„Wenn du die Seele deines Tieres in vollem Glanz erleben möchtest, dann begegne ihm in Liebe und auf Augenhöhe. Ich hatte das Glück, das mein Leben von Anfang bis zum Ende behütet war, so ist mir durchaus bewusst, dass dies ein großes Geschenk meiner Menschen an mich gewesen ist. Ich durfte durch sie Lehrmeister und Lehrling sein, nur so konnten wir uns mit gegenseitigem Respekt auf das gemeinsame Spiel des Lebens einlassen“

 

*Freddy

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Geschenke der anderen Art

Wenn ich schamanisch reise, dann erhalte ich Geschenke auf dieser Ebene… je nachdem mit welchem Grund oder mit welcher Frage ich reise. Man zeigt mir auf dieser Ebene ein Gegenstand, wenn ich möchte, darf ich ihn mir auf realer Ebene in die Wirklichkeit umsetzen.

 

Interessant ist, wie ich zu meinen Geschenken kam. Manchmal "verkopfe" ich, versuche krampfhaft genau das in der realen Wirklichkeit zu suchen, so wie ich es im Geiste vor mir liegen hatte. Wenn ich es nicht finde, gebe ich enttäuscht auf und denke mir „wie kann man mir etwas zeigen, was sich nicht finden lässt“

 

Mit der Zeit habe ich gelernt zu warten…es wird sich finden lassen oder eines Tages zu mir finden. Manche sind auch schon in meinem Besitz, was aber für mich zwar nicht in Vergessenheit geriet, aber doch in den Hintergrund rückte. Oft findet man auch jemand, der irgendwas speziell nach den eigenen Wünschen herstellt und ich lasse es mir anfertigen.

 

Manche Dinge lassen sich einfach umsetzen, manche weniger. So war es z.B. dass ich vor ca. ½ Jahr eine Flöte auf meinen Reisen bekam. Ich dachte mir noch „Super, wo soll ich jetzt eine Flöte finden, die einfach zu mir passt“. Die Flöte, die sie mir zeigten, war keine übliche Flöte. Eine die aus einem anderen und hellen Holz geschnitzt war, auf den ersten Blick unscheinbar, aber dennoch kraftvoll und besonders. Sie sollte auch speziell für mich sein und keine „Allerweltsflöte“

 

So nahm ich es einfach hin. Ich nahm die Flöte in der Anderswelt in Gewahrsam, bedankte mich fein und damit hatte es sich.

Die Gaben, die man auf den Reisen erhält, sollen symbolisch einen daran erinnern, was man auf dieser Reise geheilt hat, einem die Kraft geben, dass Gelöste dann auch umzusetzen.

 

Vor Beltane sah ich auf FB auf einer Seite ein Gewinnspiel, die Betreiberin der Seite bedankte sich für die Likes und bat, jeden zu schreiben, was er denn mit der Energie, aus dem Holz die Flöte geschnitzt wurde, verbindet.

 

Der Holunder hat für mich selbst eine sehr starke Energie, fordernd und dennoch liebevoll zugleich, sehr bestimmend und tiefgründig. Ich selbst liebe die Beeren und den Geruch der Blüten. Der Holunder ist der Baum der großen Göttin, die die Seelen der Toten hütet. Ihre Energie unwahrscheinlich stark und dennoch umsorgend und liebevoll. Einen Holunderstrauch beschneidet man nicht einfach, ihn fragt man vorher. So handhabe ich es auch, wenn ich um die Blüten und die Beeren bitte.

 

Ich versuchte mein Glück, obwohl ich so gut wie nie bei irgendwelchen Gewinnspielen mitmache. Weil ich mir denke, es gibt immer jemanden der es vielleicht mehr verdient hat als ich. Hier fühlte ich mich aber gerufen. Nun, ich versprach sie auf Reisen mitzunehmen, sie ein Teil meiner Arbeit werden zu lassen. Ich vergaß es aber auch wieder, mit dem Gedanken „ich gewinne eh nicht“, obwohl irgendwie es mich nicht losließ und ich mir dachte „oder doch“

 

Dann einige Tage später, der Tag der Verlosung, ich habe es an dem Tag komplett vergessen, schaute 10Min später erst auf FB um bei dem Beitrag zu lesen „Herzlichen Glückwunsch, Nadia Neumann“. Mein Gedanke war „Oh herzlichen Glückwunsch der Gewinnerin“ bis ich realisierte, dass ich Nadia Neumann bin. Das Los hat entschieden…oder sollte ich eher sagen, die Göttin der Holle… Ich hatte echt Pippi in den Augen und war sichtlich berührt, dass ich meinen Dank gar nicht richtig in Worte fassen konnte..

 

Der Weg zu mir, ließ mich mal wieder Geduld lernen. Obwohl ein Postweg von Ihrem Geburtsort bis zu mir wirklich nur 24 Std dauert, maximal 48 Std, ließ sie einige Tage auf sich warten und nahm sich die Zeit, in Hamburg auf dem Verteilerort ein Päuschen zu gönnen. Auf die Frage, wo sie bleibt „Geduld meine Liebe, es geht nicht immer nach deinem Kopf“ Ich dachte schon „Oha“…

 

Nun, einige Tage später trudelte sie ein. Ich packte sie aus, spürte ein Tränchen im Auge und packte sie wieder ein. So mächtig war ihre Energie, so berührt und so freudig, dennoch achtsam wollte ich sein. Wo ich doch gerade keine Zeit habe, sie zu bereisen, zu fragen was sie sich wünscht und wie sie heißt. Wollte nicht achtlos sein und sie dann irgendwo hinlegen, ohne sie liebevoll willkommen zu heißen.

 

Ein einem ruhigen Tag, der sich in meinem Herzen stimmig anfühlte, reiste ich mit ihr und ließ mich vollkommen drauf ein. Geführt würde ich in ein Kornfeld, ich spürte, wie der Wind durchhauchte. Man bat mich, mich hinzusetzen und zu warten. Ich spürte eine Art Windhose, wo sich daraus eine Gestalt formte. Eine Frau, mit weiblichen Rundungen, gehüllt in ein blaues sanftes Kleid und langen blonden Haaren, geflochten zu einem Zopf. Ich war überwältigt von ihrer Energie, sie begrüßte mich als Hüterin, war dankbar, dass ich ihre Tochter in den Händen hielt und übermittelte mir eine private Botschaft, die schon sehr direkt und eindringlich war. Es ging unter anderem um das „Ja“ zu mir. Außerdem verriet sie mir den Namen ihrer Tochter „Sasa“ soll sie heißen und mich führen und auf Reisen begleiten.

 

Nun liegt meine „Sasa“ liebevoll umhüllt, bei den anderen Geschenken…die auf verschiedene Art und Weise zu mir fanden.

 

Was das witzige ist, ich hatte es vergessen, dass ich mir dieses Geschenk noch in die Realität umsetzen darf. Erst die Tage las ich in meinem Buch, wo alle Reisen notiert sind, dass ich auf dieser Reise eine Flöte als Geschenk erhalten habe.

 

Danke an Patricia von www.flötenwesen.de, als Geburtenhelfer und für das überbringen meiner wundervollen „Sasa“ 🙏

Wenn die eigene Welt eine andere ist...

Als Kind war ich sehr einsam, sehr mit mir beschäftigt .Außenstehenden vermittelte ich wohl das Gefühl, zurückgezogen zu sein. Ich erinnere mich noch gut, ich spielte alleine und redete immer mit jemanden, obwohl keiner zu sehen war. Oft kam der Satz „ob da alles richtig ist bei ihr“.

 

Ich glaubte an Wesen, die in der realen Welt nicht mit den Augen zu sehen waren. Für meine Familie muss ich natürlich eine ganz schöne Herausforderung gewesen sein. Ich flüchtete mich in eine Welt, die anders aussah und oft viel bunter war.

 

Dann hat die Schulzeit begonnen und ich sehe heute noch die kleine Nadia, in der letzten Bank sitzen, die freudestrahlend erzählte, dass sie an Meerjungfrauen glaubt und dafür schallendes Gelächter erntete. Meinen Katzen gaben mir den Halt, ich sprach zu ihnen, wenn ich Probleme hatte, heulte ich ihr Fell voll, wenn ich mal wieder unglücklich war und hörte ihnen zu.

 

Aufgrund meines „Anderssein“ riet man meinen Eltern einen Kinderpsychologen dazu zu ziehen. Er bat mich, meine Familie zu malen und bekam ein Bild von mir, mit lauter Tieren. Ich malte meine Geschwister und meine Eltern in Gestalten der Tiere, so wie ihre Charaktere damals waren. Er rietmeiner Mutter zu einer Verhaltenstherapie, was sie aus beruflichem Stress (Gott sei Dank) nie wahrnehmen konnte.

In der Schulzeit war ich grundsätzlich die, mit wenigen Freunden, wenn…waren sie genauso verrückt wie ich.

Ob uns vereinte, dass wir gemeinsam von einer anderen Welt träumten oder eben Tiere unwahrscheinlich liebten.

Mit 14/15 war das Anderssein aber nicht gewollt, die Kameraden änderten sich aufgrund eines Umzugs 600km weiter in den Süden und zurückblieb ein einsames Mädchen, die ihr Anderssein hasste. Sich innerlich fragte, ob sie denn aus dieser Welt sei.

 

Ein innerer Kampf fand statt, ich lehnte nach außen das Anderssein ab, was blieb…war die Kommunikation mit meinen Tieren, mit denen ich hinter verschlossen Türen sprach oder ich ihr Fell voll heulte, wenn mal wieder was schiefgelaufen ist.

 

Meinen Weg bestritt ich mit erhobenen Hauptes und innerlichen Wunden, ich stellte mich dem Kampf in der realen Welt, kämpfte und kämpfte und kämpfte…. Mit der Zeit lernte ich damit umzugehen, machte erfolgreich meine Berufsabschlüsse und war stets bemüht ein normales Mädchen zu sein, was mir auch immer gut gelungen ist. Ich entwickelte mich zu einer Frau, die im Angestelltenverhältnis eine angesehene Leistung erbrachte. Zum Leidwesen meiner damaligen Vorgesetzten, war ich aber nie wirklich glücklich, weil ich immer spürte das mir etwas fehlte. So wechselte ich immer regelmäßig meine Arbeitgeber. Mit 24 lernte ich meinen Mann kennen, 2 Jahre später kam unser erster Hundebub dazu…plötzlich brachte er mich Menschen näher, die ebenso anders waren. Entwickelte Krankheiten, die uns umdenken ließen. Ich besuchte zig Kurse und der Verstand geriet ordentlich ins Wanken. Dinge, die nicht zu sehen sind, aber zu fühlen und dennoch bekannt.

 

Als ich vor 1 ½ Jahren die schamanische Ausbildung begonnen habe, sollten wir eine Reise zu unserer größten Schwäche machen, um darauf aufmerksam zu werden, was unsere größte Stärke ist. Raus kam, dass meine größte Schwäche ist „eigenartig zu sein“. Angekommen bin ich in meiner Kinderzeit ich hörte mich reden, mit den Worten „ich warte auf meine Zeit“. So merkte ich, dass meine Schwäche, eigentlich schon immer meine größte Stärke ist und ich schon immer verbunden war mit der „Anderswelt“.

 

Der Beginn meiner schamanischen Ausbildung, gab mir den Mut meinen Job an den Nagel zu hängen und das zu leben, was schon immer meine Stärke war. Natürlich nicht ohne den Rückhalt meines Mannes, die Liebe und die Stärke meiner Tiere, die Hilfe meiner lieben Freundin, den Zuspruch meiner Lehrerin,  und natürlich meinen Spirits.

 

Nach außen, bin ich eine ganz normale Frau, mit normaler Kleidung und einem normalen Leben. Durchaus in Kommunikation mit anderen Menschen sehr offen und redegewandt. Bin bodenständig, habe meine Macken und rede gerne auch mal dummes Zeug. Ich weiß, dass das Leben nicht nur aus Feenstaub besteht, versuche nicht alles, was schief läuft spirituell zu betrachten. Werde von meinen Freunden geschätzt, dass ich die Realität vor meinen Augen nicht verloren habe und authentisch bin.

 

Doch ich mache kein Geheimnis mehr daraus, dass ich mit Tieren rede und eben in eine andere Welt reise, um Konflikte zu lösen oder um verlorene Anteile zu suchen. Eben auch mal lichte Wesen um Hilfe und Rat bitte.

 

Wenn ich jeden Morgen an der Grundschule vorbei gehe und die Kinder durch die Fenster dort sitzen sehe, dann huscht mir ein Lächeln über das Gesicht…ich sehe dort die kleine Nadia, mit einem breiten Grinsen, die weiß, dass ihre Zeit kommen wird.

Wenn man nicht der Norm entspricht

Wie oft vergleichen wir? Wie oft höre ich den Satz, ich bin so anders, als meine Geschwister oder meine Familie es von mir erwarten.

 

Dann treten Selbstzweifel auf, Ängste und das Gefühl nicht richtig zu sein. Wie oft habe ich früher selbst verglichen und bin verglichen worden. Mein erster Hundebub war so anders, als der zweite Hundebub, obwohl er aus der gleichen Aufzucht stammte.

Als mein Hundemädchen 14 Wochen alt war, konnte sie andere Dinge, was andere Hunde nicht konnten. Was sie nicht konnte, sie konnte nicht an der Leine laufen. Sie setzte sich hin und verweigerte das Mitgehen. Ich bekam Tipps von Verhaltenstherapien, den Hund unter den Arm packen und wegtragen, stehen bleiben und warten (da würde ich heute noch sitzen) doch, was ich vergessen habe, sie zu fragen, warum sie das macht.

 

Ich habe mich beirren lassen, vom außen, aus Angst einen Hund zu haben, der nicht der Normentspricht. Das ich als Tierkommunikatorin und Hundemama versage, wo ich doch immer anderen so gut helfen kann. Seltsamerweise war das irgendwann gar kein Thema mehr, als die Ursache behoben wurde.

 

Nur, weil meine Geschwister 4 Fremdsprachen können, das Abi haben und den Ehrgeiz hatten sich in der Berufswelt durchzukämpfen, bereits Familie haben und Kinder aber ich nach dem normalen Realschulabschluss genug hatte, 4 Berufsabschlüsse und so ganz und gar das Gegenteil bin, bin ich doch nicht schlechter oder besser. Ich bin ich und das ist auch gut so. Hätte ich jetzt 4 Fremdsprachen gelernt, obwohl es mir so gar nicht getaugt hätte, hätte ich mich in eine Richtung schieben lassen, wo ich gar nicht hingewollt hätte.

 

Ja, ein wenig ähnelt man sich, wenn man die gleichen Gene in sich trägt. Aber jeder Seele hat seinen ihren eigenen Charakter. Jedes Tier und jeder Mensch, keiner ist gleich, auch wenn wir aus der gleichen Familie stammen.

Entspricht etwas nicht der Norm, dann ist es in unseren Augen nicht normal. Nur, weil ich es als normal empfinde, muss der andere noch lange nicht so ticken. Sicherlich ist man als Eltern besorgt, wenn die Kinder nicht so wirklich erfolgreich in der Berufswelt sind. Man fragt sich, was man falschgemacht hat. Statt einfach mal zu denken, dass jeder Individuell ist und mit einem wenig Einfühlungsvermögen, Rückhalt und Liebe, jeder seinen Weg macht.

 

Ich hatte gestern eine Unterhaltung mit einer Mutter, die beim Elternabend war. Sie sagte: „es stresste mich nicht, als die Lehrerin mir erzählte, dass mein Kind in der 1 Klasse, den Hacken hinter dem einen Buchstaben nicht richtig hochziehen kann, während die anderen Eltern der Meinung waren, dass so etwas durchaus zu verlangen wäre. Ich bin der Meinung, einfach mal machen lassen, das wird schon und alles ohne Stress“.

 

Das Kind begreift es einfach nicht, warum da der Haken hochgezogen werden muss und man versucht jetzt schon einen Rohdiamanten sich so zu schleifen, wie man ihn gerne in der Gesellschaft hätte. Dieses Kind wird irgendwann seine eigene Handschrift haben, seinen eigenen individuellen Weg gehen. Vielleicht wird es kreativ tätig werden, da wird nie einer mehr nach diesem ollen Häkchen fragen.

 

Nicht falsch verstehen, ich weiß, dass das Leben kein Ponyhof ist. Das spätere Leben viel Geld kostet, die Miete und der Unterhaltbezahlt werden darf. Man sich als Eltern sorgen macht, was wird aus meinem Kind, wenn ich mal nicht mehr bin. Wir dürfen in unserem Leben Prüfungen ablegen, werden zur Verantwortung gezogen und müssen Stellung beziehen.

 

Leistung wird auf allen Ebenen verlangt. Auch von unseren Tieren, wird etwas erwartet, damit sie Gesellschaftstauglich sind. Aber so schnell schieben wir ein Wesen in eine Richtung, urteilen, diskriminieren und projizieren die eigenen Ängste darauf, ohne zu wissen, welch wundervollen Kristall wir da in den Händen halten. Formen damit genau das Gegenteil, von dem, was wir uns für sie wünschen.

 

Wenn wir umdenken, liebevoll verstehen lernen, dann wird jeder zu seinem eigenen Licht finden und uns so viel mehr aus seinem inneren zeigen, was wir nie für möglich gehalten hätten.

Der Glaube

Als Kind weiß ich noch, dass wir oft unterwegs waren. Mein Papa war sehr reiselustig, die Freizeit neben dem Berufsleben eh immer sehr knapp. Somit wurden die Feiertage genutzt, um die „Landsleute“ in ganz Deutschland zu besuchen. Da wurden dann oft zig Kilometer (was für mich als Kind unendlich schien) mit dem vollgepackten Auto gefahren. Ich war glaub ich 4 Jahre oder so, wir an Ostern mal wieder unterwegs.

 

Natürlich hatte ich Angst, ob der Osterhase mich denn auch findet, denn er wusste ja nicht, dass ich gerade jetzt nicht Zuhause bin. Mir ging es so gar nicht um Geschenke, denn die gab es früher nicht. Es gab Kekse, natürlich frisch vom Osterhasen gebacken und angemalt 😉 Schokoeier und bunte hart gekochte Eier.

 

Mir ging es nur darum, dass wir alle was gemeinsam gemacht haben, dass gemeinsame Suchen, das Miteinander und die Freude daran, dass jemand etwas für mich macht. Nun, an diesem Ostern war alles anders. Allein die Sorge, ob der Osterhase weiß, dass ich nicht Zuhause bin. So hinterließ ich ihm einen Brief, in der Hoffnung, er vergisst mich nicht. Im Auto erzählte ich schon immer von dem Osterhasen, meine älteren Geschwister habe ich bestimmt damit genervt, aber sie versicherten mir, dass er mich auch dort finden wird.

Dort angekommen, hielt ich natürlich mit meiner Freude nicht inne und erzählte dem damals 10-jährigen Junge, dass ich dem Osterhasen einen Briefhinterließ. Er meinte, ich solle mal mitkommen, er würde mir was verraten. So flüsterte er mir ins Ohr, dass es den Osterhasen gar nicht gibt und ich blöd wäre, noch daran zu glauben. Für meinen Teil zerstörte er etwas…den Glauben an etwas, was es scheinbar gar nicht gibt. Die kindliche Vorfreude, die ich damals in mir empfunden habe, dass da jemand extra für mich backt und an Ostern etwas für mich versteckt.

 

Als 4-jährige war ich traurig und enttäuscht. Seltsam ist, dass ich immer an Ostern an die Geschichte denke. Nicht weil ich enttäuscht bin, ob der Osterhase wirklich lebt, doch wie oft zerstören wir anderen den Glauben an etwas.

 

Als Kind war der Glaube an bestimmte Wesen für mich etwas, wo ich mich hinträumen durfte. Da gibt es „versteckte“ Wesen, die daran beteiligt sind, die Welt ein wenig heller und freundlicher zumachen.

 

Durch meinen schamanischen Weg sehe ich in den anderen Welten vieles, sicherlich ist mir der Osterhase dort noch nicht begegnet😉, aber der Glaube an die Wesen, die mit dem menschlichen Augen in der realen Welt nicht sichtbar sind. Durch meine Arbeit, meine Tiere und mein Leben, habe ich den Glauben wiedergefunden, an Dinge zu glauben, die man nicht greifen kann…

 

Vor Jahren habe ich den Film „Die Hüter des Lichts“ angeschaut, ein Zeichentrickfilm. Das erinnert mich immer wieder daran…

 

Frohe Osterfeiertage und wenn der Osterhase bei Euch vorbei kommt, dürft ihr ihn gerne weiterschicken zu mir <3

 

 

Nadia

 

„Verliere nie den Glauben an etwas, möge es für die Anderen noch so unwahrscheinlich sein“

 

*Daiva*

Das Gute im Menschen

Früher ging ich offen auf jeden zu, bot im Gespräch meine Hilfe, an und war bereit „Opfer“ zu bringen.

Selbst wenn man mal was hörte, was sich nicht so stimmig angefühlt hat, überhörte ich es und war mir sicher, dass ich mich getäuscht habe.

 

Ich dachte, ich muss mit Rat und Tat zur Seite stehen um anderen zu helfen. Heute weiß ich, ich tue das, was ich bereit bin zu geben. Ich dachte immer, ich müsste jedem und allem helfen, selbst wenn man mich nicht um Hilfe bat. Dann gab es Zeiten, da stand ich plötzlich alleine da und merkte, dass niemand weit und breit zu finden ist, der vielleicht auch mal eine Schulter für mich zum Anlehnen hat.

 

Mittlerweile möchte ich sagen…ich lerne noch. Aufgrund meiner Wahrnehmung spüre ich oft schnell, wer nur auf sein Wohl bedacht ist oder wer es wirklich ehrlich meint. Da gibt es die, die sich um Kopf und Kragen reden und einem fast in den Hintern kriechen, da werde ich leise, ziehe mich zurück und weiß plötzlich nicht, was ich davon halten soll. Ist es nur meine Angst, die sagt „Vorsicht“ oder ist es in der Tat ein Blender, der nur auf die Vorteile bedacht ist. Verpasse ich hier meine Chance auf einen guten Freund, nur weil ich zu schnell geurteilt habe?

 

Auf die Jahre bin ich so vielen Menschen begegnet, ich möchte sogar sagen, ich habe das Talent, mit wirklich allen und den unterschiedlichsten Charakteren klar zu kommen. Bin unwahrscheinlich vielfältig, ohne mich verstellen zu müssen. Empathie ist meine Stärke und ich kann mich gut einfühlen, dennoch habe ich auch gelernt, das ich das nicht immer muss.

Auch dies völlig wertfrei betrachtet, nur weil ich mit diesem Menschen nicht kann, ist er nicht schlechter oder besser als jemand anderes. Irgendwo da draußen finden sich auch die richtigen zusammen. Ich glaube auch an das Gute im Menschen, nur was für den anderen gut und richtig ist, muss doch eben nicht immer mit meiner Einstellung zusammenpassen.

 

Früher war ich der Geber, Schenker und der, der ständig alle eingeladen hat. Was es mir brachte, war nur Stress und das Gefühl ausgenommen zu werden. Seit geraumer Zeit weiß ich, ich habe die Erlaubnis zu selektieren und zuschauen, wer mir guttut und wer nicht.

 

So ist es auch mit meinen Klienten, ich habe oft im Vorfeld ein Gefühl im Bauch, bereits bei der ersten Kontaktaufnahme. Dann versuche ich das auszublenden, weil man ja meine Hilfe dringend benötigt. Im Nachhinein spüre ich, war mein Arbeit umsonst.

 

Bei einigen Klienten hat sich ein „freundschaftliches“ und offenes Verhältnis entwickelt, da gebe ich auch mal mehr von mir, weil ich dies von Herzen gerne mache und sie meine Arbeit zu schätzen wissen.

 

Sicherlich sind wir alle EINS…doch ich muss nicht allesgutheißen und akzeptieren, ich darf sehr wohl für mich entscheiden, wem ich meine Energie zuteil kommen lasse und wem nicht. Solange ich niemanden etwas Böses will, achtsam und respektvoll mich zurückziehe, darf doch alles so sein, wie es mir guttut..

 

„Das Gute im Menschen…

 

Grundsätzlich ist es nicht schlecht daran zu glauben, dennoch muss man nicht voreilig alles von sich geben.

Nehme dir die Zeit zu durchleuchten…ziehe dich zurück und wäge ab, was du jetzt bereit bist von dir zu geben, oder was nicht“

 

*Momo*

Was bin ich bereit zu geben?

Waren wir bereits nicht alle schon mal in der ein oder anderen Situation, in der wir uns machtlos ausgeliefert gefühlt haben? Den Wunsch hatten, wie ein Kind von der Mutter über die Stirn gestreichelt zu bekommen und den Satz zu hören "alles wird gut"?

Auch, wenn unsere Mütter vielleicht nicht wussten, ob alles gut wird, so war alleine der Satz beruhigend und es nahm die Angst, sollte nicht alles gut werden, so sind wir nicht alleine.

 

Wer wünscht sich das nicht, in den Schlaf gewiegt zu werden, morgens aufzuwachen und es ist in der Tat alles gut. Die Sorgen und Ängste von gestern, bleiben im gestern, weil heute ein neuer Tag ist...

 

Ich denke, jeder kann dem mitfühlen und hat sich bereits in solchen Situationen wiedergefunden.

 

Wenn man im Leben steht, kommen Situationen, die einem vorkommen als würde man auf einer Klippe stehen und lediglich der Sprung ins kalte Wasser ist die einzige Option...,weil von der anderen Seite jemand uns an die Klippe drängt

Arbeite ich mit Tieren, die schwer traumatisiert sind, dann reichen die Worte "alles ist gut" nicht aus aber, sie nehmen mein Angebot an, ich reiche ihnen die Hand und geh mit ihnen ein Stück des Weges. Heile alte Verletzungen, mache ganz und heile, was zerbrochen wurde. Manchmal bleiben kleine Narben zurück, die aber lediglich daran erinnern,  was war...der Schmerz dahinter ist jedoch weg.

 

Nun als Mensch, sucht man sich Hilfe, nimmt das Angebot an und der ein oder andere hofft, den Weg getragen zu werden. Huckepack genommen zu werden und über die Ziellinie hinaus getragen zu werden. In den Armen in den Schlaf gewiegt zu werden, während man dann selig schlummert, löst ein anderer das Problem. Tja, sicherlich ist meine Arbeit magisch, vieles nicht greifbar und nicht immer zu erklären. Doch einen Zauberstab besitze ich nicht. 

 

Auch merke ich, dass das Tragen mancher verletzten Seele, mich schwer und müde macht, mich ausbremst.

 

Was bin ich bereit zu geben und zu tun, was kann ich machen?

 

Sitzt man in einem Loch, fühlt sich als Opfer, dann halte ich die Hand hin. Ich helfe dabei, wie man einen Weg findet, aus dem Loch raus zu kommen. Löse alte Fesseln, die einem in diesem Loch festhalten. Ich rüste ggf. aus, mit einer warmen Decke, mit Proviant, begleite ein Stück des Weges und helfe bei Bedarf vielleicht noch den ein oder anderen Stein aus dem Weg zu räumen. Doch eines mache ich nicht...ich sage nicht, welchen Weg man einschlagen soll...ich erwähne vielleicht lediglich noch, was einem bei diesem oder anderen Weg erwarten könnte, wenn man mich danach fragt.

 

Ich manipuliere nicht, die Verantwortung darf ein jeder selbst tragen. Ich fühle mit und helfe wieder heile zu werden.

 

Als ich den Weg eingeschlagen habe, hatte ich Menschen, die wussten was gut für mich ist, Sagten mir, welche Abzweigung an der Kreuzung zu nehmen ist. Sicherlich bin ich dadurch gewachsen aber ich lief und lief und lief...ans Ziel kam ich dadurch nicht. So hätte ich mich als Opfer sehen können um einen Schuldigen dafür zu benennen. Doch ich war vollkommen im Besitz all meiner Sinne, lediglich ein wenig verzweifelt. Ich habe Ängste durchlitten, viele Tränen geweint, an mir gezweifelt... Oft hing ich auch einfach nur an einem Seil über dem Abhang und nichts passierte in diesem Moment, weil ich nicht breit war etwas zu geben. So ist es durchaus erlaubt, eine Weile in diesem Loch zu verweilen oder eben einfach an dem Seil zu baumeln. Da ich mir aber Veränderung gewünscht habe, war ein handeln notwendig. So habe ich mir meinen Weg selbst ausgewählt. Ich zog Menschen in mein Leben, die mir Angebote machten, das eine nahm ich an, das andere schlug ich aus. Ich ging den Weg und am nächsten Tag schien nicht die Sonne. Es gab Rückschläge, die oft schmerzlich waren, mich auf den Boden gezwungen haben. Erst als ich anfing mich nicht als Opfer zu fühlen, zeigten sich Wege in den unterschiedlichsten Möglichkeiten.

 

Ich kann nicht erwarten, dass sich mein Leben ändert, wenn ich nicht bereits bin, dass loszulassen was mich festhält...und hier rede ich nicht von Schicksalsschlägen, sondern vom ganz normalen Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.

 

"wenn Du Dir Veränderung wünschst, dann sei bereit auch etwas dafür zu geben. Oftmals ist es auch nur notwendig eine andere Sichtweise oder einen anderen Blickwinkel dafür zu wählen"

 

Gelebte Liebe

Seit ich denken kann, bin ich mit Tieren aufgewachsen. Katzen begleiteten mich mein Leben lang. 

Als ich 3 Jahre war, zog ein total verlauster und verflohter Kater ein. Meine Mutter meinte damals, er kommt weg, wir hätten ja schließlich noch 4 Katzen. Ich war total entsetzt, weil ich diesen Kater nicht hergeben wollte und bekam die Auflage "erst, wenn Du das stottern aufhörst, wird er bleiben"

 

Der Kater half mir von heute auf Morgen nicht mehr zu stottern, so sehnlichst war mein Wunsch ihn zu behalten. Jedes Tier was danach einzog, schleppte ich an. Irgendwie waren sie auf einmal in unserem Garten und gingen nicht mehr weg...weil es irgendwer heimlich gefüttert hat ;)

 

Tiere waren und sind mein Leben. Im Kindesalter haben sie mir geholfen, meine Ängste in den Griff zu bekommen, trösteten und heilten meine Seele. Im Teenie alter halfen sie so über manchen Liebeskummer hinweg. Es gab schöne Momente und eben die, wenn es ihnen nicht gut ging. 

 

Ich redete mit ihnen...obwohl ich ihre Sprache nicht konnte...verstand ich sie.

Seit ich mit meinem Mann zusammen bin, gab es unsere Hundekinder. Eine tiefe Verbundenheit spürte ich zu ihnen. Seelen, die mich gefühlt über viele Leben hinweg begleiteten.

 

Irgendwie, war ich schon immer anders, was Tierliebe betraf. Ich definiere diese Liebe anders, als so mancher...ohne Urteil und wertfrei betrachtet. Wenn ein Tier in mein Leben kam, dann teilte es nicht nur sein Leben mit mir, sondern ich mit ihm. Die Verantwortung für das Wohlergehen lag mir immer am Herzen. Nicht nur, dass sie Essen bekommen, einen warmen Schlafplatz haben und genügend Auslauf. Sondern, das sie als Teil der Familie für mich integriert sind. So sage ich bewusst, meine "Hundekinder". Dem ein oder anderen huscht dabei ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich sage "dieses Wochenende kann ich nicht, weil es meinem Hund zurzeit nicht so gut geht" oder " mein Hund darf entscheiden, welchen Weg er heute gehen mag". Mein Mann und ich planen mit unseren Tieren. Es wird keinen Tag geben, wo wir unerwartet vor einem Termin stehen und unsere Tiere nicht von uns betreut sind. Urlaub, wird nur gemeinsam gemacht und eben alles was mit dem Auto befahrbar ist. Wer mich besuchen kommt, wird kein steriles Haus finden mit schicken Designermöbeln, sondern eine Couch mit kuscheligen Decken belagert. Auf dem glatten Boden rutschfeste Hundedecken, damit der Ältere von Arthrose geplagte Hundebub nicht ausrutscht. Spielsachen auf dem Boden verteilt, die das Hundeherz nicht höher schlagen lassen. Verschiedene Liegeplätze, so wie es jeder gerne hat.

 

Und ja, ich teile MEIN Bett mit ihnen und liebe ihre Hundenasen in meinem Gesicht!

 

Die Liebe zu den Tieren, hat mich demütig werden lassen, bewusster, achtsamer und friedvoller. Beim Anblick eines Tieres, spüre ich wie mein Herz aufgeht. Die Empathie zu den Tieren meiner Klienten ist ebenfalls da. Ich fühle mit, tröste und versuche mein Bestes zu geben. Auch wenn der Weg vielleicht steinig ist und anders ausgehen mag als erhofft. So laufen mir bei meiner Arbeit auch Tränen über das Gesicht.

 

Wenn eins meiner Tiere krank ist, dann fühle ich ihren Schmerz. Loszulassen ist unendlich schwer, aus Angst sie eben gehen zu lassen. Auch wenn es ihr Weg und ihre eigene Entscheidung ist.

 

Ich sage meinen Hundekindern jeden Tag wie sehr ich sie liebe, atme den Geruch von ihrem Fell ein, knutsche sie ab, bedanke mich für jeden Tag und sage ihnen, dass ich mich auf Morgen freue. Keiner sagt mir was morgen ist, oft vergeht die Zeit zu schnell...mein Herz wird ganz weich, wenn ich meinen ergrauten Hundebuben sehe, doch laufen mir vor Freude die Tränen über das Gesicht, wenn er mit dem 8 Mon. jungem Hundemädchen spielt.

 

Mir fällt es schwer, Menschen zu begegnen, die beim Anblick eines Tieres nicht lächeln können und ich frage mich, welche tiefe Verletzungen wohl dahinterstecken mögen. Es macht mir Mühe, es wertfrei von außen zu betrachten. Doch weiß ich, dass meine gelebte Liebe, eben nicht die ihre ist. Sie vielleicht Angst vor der magischen Berührung eines Tieres in ihrem Herzen haben, weil es versteckte Wunden zum Vorschein bringen könnte.

 

Die Arbeit mit den Tieren, lässt mich oft still und leise werden, weil ich hier merke, wozu Menschen fähig sind, da sie selbst, diese tiefe Liebe nie empfinden durften und zu viel Schmerz in ihnen selbst feststeckt.

 

Heute weiß ich, meine Tiere, aus diesen und anderen Leben, haben mich auf diesen Weg gebracht. Wenn ich den schamanischen Weg gehe, dann gehe ich den Weg in einer Einheit mit Mutter Erde und all ihren Wesen...ich gehe den Weg, meines Herzens.

 

Wenn ich sage, ich liebe Tiere, dann meine ich...ich fühle sie in meinem Herzen und komme mir dabei vor wie ein kleines Kind mit leuchtenden Augen...

 

"wenn Du mich in Dein Herz lässt, mit Allem was dazu gehört, dann werde ich Dir nicht nur zeigen was es heißt bedingungslos zu lieben...ich werde Dir helfen Deinen tiefen Schmerz zu heilen"

 

*Esteban

Grenzen

Wann überschreite ich Grenzen?

 

Wenn ich meine Emotionen, meine Ansichten und ungeheilten Themen auf andere übertrage und der Meinung bin, dass meine Ansicht die einzig Wahre ist.

 

Haben wir das alle nicht schon mal erlebt? Ich bekomme ein Hundebaby und der nette Nachbar von nebenan überfällt einem gleich mit Tipps, wie man am besten einen Welpen zu erziehen hat. Ich sitze gemütlich mit Freunden beim Abendessen und lehne das Glas Rotwein ab und werde belächelt, weil ich nicht mal ein Glas Rotwein mittrinken mag. Man erzählt, dass es zu Weihnachten einen Gänsebraten gibt und bekommt gleich erzählt wie unachtsam das Leben mancher Tiere ist und wird quasi mit einem Massenmörder gleichgestellt.

Ich glaube, die Liste ist noch unendlich weiter zu führen. Wir alle haben es in diesem einen oder anderen Moment erlebt und oft bleibt einem wirklich die Sprache weg oder man fühlt sich persönlich angegriffen, weil man es allein auf sich bezieht. Ich nehme mich da nicht aus. Früher ging ich den Teil der Rechtfertigung an und heute versuche ich mir oft auf die Zunge zu beißen. Mein Feuer in Fach zu halten und auch manchmal lecke ich meine Wunden hinter der verschlossenen Tür, wo ich Mühe habe zu schauen, welche ungeheilten Themen gerade da bei mir hochkommen.

 

Als Kind hatten wir oft keine andere Wahl und „mussten“ mit dem Strom mitschwimmen, weil die Gesellschaft das so wollte. Auch waren unsere Eltern oft damit überfordert einen „kleinen Revolutionär“ bei sich zu haben. Es musste der Teller aufgegessen werden, obwohl man keinen Hunger hat. Die jahrelangen Ansichten und Erziehungsmaßnahmen wurden durchgesetzt, ob sich das stimmig und richtig anfühlt, darüber wurde nicht nachgedacht.

 

Wenn man erwachsen ist, lebt man oft das weiter. Entwickelt seine eigene Ansicht und zieht sich die Menschen in sein Leben, die in „meinem Strom“ mitschwimmen und sich „manipulieren“ lassen. Denn es gibt ja nichts Schlimmeres, als ständig jemand zu haben, der einem beim Wettern nicht die Hand hält und ja sagt. Oft merkt man aber gar nicht, dass das System aus dem Gleichgewicht gerät.

Ich nehme mir heute das Recht raus, für mich und meine Tiere zu entscheiden, was sich gut anfühlt. Sicherlich unter Rücksicht, dass keiner zu Schaden kommt. Wenn ich das Gefühl habe, nicht mehr zu Tisch gerufen werden zu müssen, um den Teller leer zu essen, dann mache ich das auch nicht.

 

Wenn sich etwas schlecht anfühlt, egal wo auch immer ich das spüre, dann gebe ich mir den Raum für die Entscheidung und sage eben auch klar „NEIN“ zu etwas.

 

Das Schöne ist, dass ich Menschen in mein Leben ziehe, die nicht unbedingt meine Ansicht teilen, aber die Grenze bewahren und diese nicht ungefragt überschreiten. Wenn ich mich heute mit einer Freundin unterhalte, dann frage ich, ob sie wissen möchte, was ich an ihrer Stelle machen würde.


Früher habe ich auch ungefragt Tipps und Ratschläge gegeben und klar Grenzen überschritten.

Wenn ich mich erwische, mich maßlos über etwas aufzuregen, was nicht meine Baustelle ist, dann merke ich, dass noch einiges festhängt. Auch ich, darf hin und wieder noch erleben, dass man versucht mir seine Ansichten unterzujubeln. Worauf ich aber merke, dass eben das Kind in mir, nicht das klare NEIN gesagt hat, um der Konfrontation aus dem Weg zu gehen, man es leid ist, sich ständig durchzusetzen. Ein altes "erlentes" Muster.

 

Mit Menschen die versuchen, ihre Ansichten auf mich zu übertragen, gehe ich eine Weile mit, versuche klar etwas "Speed" aus der Sache zu nehmen. Merke ich, dass mein Gegenüber gefangen ist in seiner eigenen Struktur, ziehe ich alleine weiter und heile meine inneren Verletzungen um gestärkt meinen Weg weiter zu gehen.

 

Wenn ich mit unterschiedlichen Menschen zusammensitze und jedem seine Ansicht lassen kann, offen darüber diskutieren kann, ohne mich persönlich angegriffen zu fühlen oder nicht in die unterste Schublade greife und den Hammer raushole, damit mein Gegenüber wehrlos ist, erst dann wird der Raum frei und ich bin bei mir angekommen.

 

Meine Ansichten die ich lebe, muss nicht die Ansicht der anderen sein. Solange ich Achtsam und mit Respekt durchs Leben gehe.

Gemeinsames (er) Leben

Im Moment habe ich viele Tiere in Behandlung, die in ihren traumatischen Erlebnissenn festhängen. Oftmals zeigen sie gesundheitliche Symptome, die aber nicht erklärbar sind. Ich arbeite energetisch und frage dann natürlich oft nach dem Hintergrund der Ursache, da ein Kratzen an der Oberfläche mir persönlich nicht genügt. Interessanterweise führen mich die Tiere durch ihre Symptome zu dem Besitzer zurück. Eine Erfahrung, ein Trauma, ein Schock oder etwas Erlebtes steckt dort noch fest und wird durch das Tier an die Oberfläche geholt. Da wir Menschen bei unseren eigenen Themen ja oft sehr resistent sein können, ist ein wegschauen bei unseren Tieren nicht mehr möglich.

 

Unsere Tiere sind da echt oft gnadenlos und sehr hartnäckig, so mag es uns zumindest erscheinen. Dabei handeln sie in der Tat bedingungslos aus Liebe zu uns, haben kein Ego und eine wertfreie Betrachtung. Aus eigener Erfahrung hat es sich für mich immer so angefühlt, als gebe es keine andere Möglichkeit und ein wegschauen ist nicht mehr möglich. Manchmal hat man auch gar keine Lust "in die Pötte" zu kommen und möchte eben gar nicht tiefer schauen. Da wir aber hier auf Erden nicht ohne Plan sind, haben wir eben auf Seelenebene mit unseren Tieren eine Abmachung geschlossen. Das heißt, jedes Erlebnis, jeder Vorfall und jede Erkenntnis ist dazu da um zu wachsen.

 

Wenn ich meine Tiere dazu befrage, erhalte ich dies als Antwort:

 

"Weißt du, wir erscheinen oft gnadenlos in deinen Augen. Oft bist du gestresst und überfordert, wenn wir mit einem neuen Thema ums Eck kommen. Du mal wieder gefragt bist, eine Entscheidung zu treffen. Ob es Krankheiten sind oder Verhaltensauffälligkeiten, jedes Thema soll dir zeigen, wo du gerade stehst und wo ein hinschauen notwendig wäre. Wir kommen nicht grundlos zu dir. Sei es der Grund, dir einen anderen Weg zu offenbaren, die Blickrichtung auf etwas Unbekanntes zu lenken oder aber um die eigenen Traumata und Verletzungen aufzuarbeiten. Selten kommen wir zu dir um Urlaub zu machen. Ein Leben mit uns, ist eine Lernerfahrung in vielen Bereichen. Ein Anschauen der Emotionen, ein Fühlen und Erleben. Sicherlich haben wir unseren eigenen Plan, unsere eigene Erfahrung in diesem Leben zu machen, doch unsere Aufgaben hängen eben mit deinen zusammen. Wir reiben uns aneinander und ergänzen uns, wachsen gemeinsam oder bleiben gemeinsam stehen. Sicherlich hast du dein eigenes Tempo, wir manipulieren nicht und sind dann auch bereit andere Wege zu gehen, wenn du diesen Weg nicht gemeinsam mit uns gehen willst. Aber wenn wir erkennen, dass nur ein Fünkchen dazu notwendig ist was dich gerade vom Vorwärtsgehen abhält, dann können wir sehr hartnäckig sein. Wir bringen dir Menschen näher, die du ohne uns gar nicht kennengelernt hättest, führen dich sinnbildlich in tiefe Gewässer, in du dich alleine gar nicht gewagt hättest. Manchmal wird auch ein Feuerwerk der Emotionen entfacht und sicherlich auch eben schmerzhaft. Doch an allem Erlebtem, bist du gewachsen. Wir durften dich ein Stück begleiten und sollte das gemeinsame Projekt verschoben sein, so haben wir eine Verabredung im nächsten Leben. Nichts geschieht ohne Grund, wir tun das nicht um dir eins auszuwischen, sondern aus bedingungsloser Liebe. Deine eigene Entscheidung ist es wie du diesem Weg gehst und was du bereit bist zu geben."

 

Der Tod

Im Schamanischen ein Spirit, sogar ein weißer Ratgeber der Gestalt annimmt. Der auch gerne um Rat gefragt wird und durchaus wertvolle Tipps geben kann.

 

Er taucht auf, wenn Altes gehen darf…egal in welchen Bereichen. Aber ebenso taucht er auf, wenn Gefahr droht und er darauf wartet die Seele begleiten zu dürfen.

 

Zu Beginn meiner schamanischen Ausbildung gab es die Reise zum eigenen Tod. Das heißt, wenn sich nichts verändert, alles so bleibt wie es ist…wie schaut es dann aus, wenn ich die Ebenen wechsele.

 

Es ist nichts in Stein gemeißelt und auch wie krass mein Abgang ausschaut, so ist es neutral anzusehen und veränderbar.

Diese Reise wollte ich nicht alleine machen, bat meine Lehrerin um Begleitung. Wieso? Weil ich durchaus in meinem Leben mehrfach auf ihn getroffen bin. Ob selbst als Fahranfänger bei einem schweren Autounfall, den ich komplett unverletzt erlebt habe; ob in der Familie durch den Tod meines Vaters und eben durch den Tod meiner Tiere. Bisher sah ich den Tod als Feind an. Er nimmt, statt zu geben und das ungefragt, ohne zu verhandeln und ohne Widerworte, von jetzt auf nu. Was er hinterlässt? Leere, Schmerzen…ein Platz der aufgefüllt werden darf, ob mit Liebe oder mit etwas anderem. Was eben wieder Leben erweckt.

 

Als ich in der Tat auf ihn traf musste ich schmunzeln, da lag er in dem Bett der 90-Jährigen Nadia. Eine Gestalt die so gar nicht den Tod symbolisierte. Durchaus eine nette Erscheinung und recht cool im Auftreten. Seine Gestalt schaut bei jedem anders aus, so ist meine Gestalt nicht die gleiche wie bei meiner Lehrerin oder meiner Kollegen. Ich denke er erscheint so, wie es jeder verkraftet. Und bei mir wusste er, dass ich ihn so wohl durchaus anerkennen kann. Er führte mich ins Totenreich, aber nur ein Stück…das andere blieb mir verschlossen. Dort war es unwahrscheinlich fröhlich und in liebevoller Energie. Die Seelen tanzten und lachten. Ich setzte mich an ein Lagerfeuer mit ihm und er beantwortete mir meine Fragen. Ebenso galt es noch eine Abmachung zu schließen. Wann darf er auftauchen? In der Arbeit mit Klienten; etwa bei mir selbst, wenn ich in Todesgefahr bin; oder bei meinen Lieben?

 

Ich wollte jetzt nicht drüber nachdenken und bat ihn darum mir Zeit zu lassen. Er sagte mir das durchaus noch keine Eile ist und ich mir alles in Ruhe überlegen kann. Das war bis jetzt 5 Monate her. Ehrlich gesagt wusste ich auch nicht was ich wirklich wollte. Was ist, wenn er plötzlich durch das Feld spaziert? Wie verklickere ich das einem Klienten, bin ich mutig genug? Ebenso wie nehme ich das auf, wenn es bei mir oder meinen Lieben ist? Was mir jetzt klar war, es ist verhandelbar…vielleicht nicht immer, wenn die Seele diese Erfahrung machen soll, an dieser Krankheit zu sterben und es diese Lernerfahrung ist…nein, dann lässt er sich auf keinen Deal ein.

Ich merke durch die Ausbildung ihn durchaus anders anzusehen…er ist kein Feind, auch wenn die Schmerzen und die Trauer die wir fühlen durchaus menschlich sind. Obwohl ich immer noch im Zwiespalt bin, dafür bin ich aber eben Mensch.

 

Nun ich begegnete ihm seitdem noch 2-mal. Das 1-mal bei einer Aufstellung. Da schnürte es mir gleich die Luft ab, weil ich dachte „stopp…Du nimmst mir keinen mit“ So easy wie er sprach, machte er mir erstmal klar, dass es hier um etwas ganz anderes geht. Eine Ansicht von etwas, wie sie zu sein scheint hier gehen zu lassen. Ich war beruhigt und dachte mir „gar nicht so übel, er kann echt gute Ratschläge geben“.

 

Das 2-mal ist erst ein paar Tage her. Meinem Hundekind ging es nicht gut, es war in ärztlicher Betreuung und obwohl die Ärztin sagte es ist alles gut (dazu möchte ich erwähnen, dass ich die Tierärztin förmlich darum gebeten habe, nochmal genauer zu schauen und intensiver zu untersuchen), sah ich ihn auf der Reise…Moment…ich spürte ihn, er versteckte sich hinter dem Baum, denn die Abmachung war ja noch nicht klar geregelt. Doch ich wollte ihn nicht sehen, obwohl ich seine Energie spürte und eine verdammte Angst bekam.

 

Ich bat meine Lehrerin zu schauen, sie reiste für mich und es kam „ich konnte nichts tun“. Da sie wirklich alles sieht und bisher immer Verlass war auf das, was sie für mich tat. War mir klar, sie sieht ihn, darf es mir nur nicht sagen. Weil es mein Plan war, ich wurde zum (Ver) Handeln aufgerufen, ich war hier gefragt. Sie sagte nur als ich voller Panik meinte „Du hast den Tod gesehen“ „hör auf so panisch zu reagieren, Deine Kleine braucht Dich jetzt“. Meine Spirits wussten, hier muss keiner einschreiten, ich werde handeln und auf mich ist Verlass.

 

Ich entschied mich Montagmorgen mit meinem apathischen und völlig fieberten Hundekind 60km entfernt in die Hundeklinik zu fahren, so packten mein Mann und ich unser krankes Hundekind ein und unseren Hundebuben und fuhren los. In der Klinik angekommen spürte ich ein Unwohlsein, ein nicht ernst genommen. Wieder jemand der nicht auf mich hört und das alles als nicht kritisch einstuft. Nach einem Telefonat mit einer unwahrscheinlich lieben Person, einen wertvollen Tipp zweier Ärzte bekommen. Die nicht lange gezögert haben und sich meinem 17 Wochen altem Hundekind angenommen haben. Es war kritisch, eine Vergiftung durch Spuren von Rattengift, ohne handeln und abwarten wäre es tödlich gewesen.

 

Heute der Anruf der Tierärztin, die erleichtert meine Worte aufnahm, dass mein Hundekind sich besser fühlt. Zwar noch müde, aber wieder Appetit hat und eben wesentlich aktiver als die letzten Tage ist. Dann die Antwort „sie ist erleichtert, denn sie war sich nicht sicher, ob sie es schafft"

 

Ich habe erstmal geheult, aus Erleichterung aber auch aus Schmerz…der Gedanke sie mit 17 Wochen zu verlieren…undenkbar. Ich beobachte sie seit gestern, wie sie atmet, wie sie schläft, wenn sie ihr essen mit Appetit isst und wenn sie wieder Interesse an ihren so heiß geliebten Spielsachen zeigt.

 

Dankbar Menschen gefunden zu haben, die mich ernst genommen haben. Dankbar Menschen an meiner Seite zu haben, die mich und mein Hundekind in dieser Zeit energetisch und gedanklich unterstützt haben und es auch jetzt noch tun.

Meine Lernerfahrung daraus? Dass niemand mehr das Recht hat, sich über meine Autorität und Wahrnehmung zu stellen. Sollte ich das Gefühl haben, dass es zu wenig ist wie nötig, werde ich dafür einstehen und es ggf. eindringlich fordern.

Heute auf der Reise in der "nichtalltäglichen" Welt war ER auch da, er lächelte…winkte mir zu und sagte „gut gemacht“ und verschwand

Mein erster Gedanke „Danke, das ich verhandeln durfte und wir 2 haben wohl noch eine Absprache zu klären“

Dann überreichten mir meine Spirits mein Hundekind und legten es in meine Arme…

 

In mir ist gestern etwas gestorben. Die Ansicht, dass ein anderer wissen kann, was gut für mich ist. Auch, wenn das fachliche Wissen dahintersteckt. Ebenso ist etwas in mir neu geboren. Eine neue Kraft, nämlich für das einzustehen wie ich fühle und denke es zu benötigen. Egal wieviel Aufwand dafür nötig ist, ich gebe erst still, wenn ich mich sicher fühle.

 

Die Lernerfahrung war nicht die, das mein Hundekind die Ebenen wechselt, sondern ich lernen darf auf meine Wahrnehmung zu vertrauen, wenn sie auch noch so unsinnig meinem Gegenüber zu erscheinen mag

In jedem Tier, was uns begleitet, steckt Magie…

Erinnern wir uns nicht selbst an die Situation, als wir Kind waren. Wie groß der Wunsch doch war, ein Tier an seiner Seite zu wissen? Selbstverständlich sollte eine Anschaffung gut hinterfragt sein und alle Familienmitglieder auch dahinterstehen. Denn nur dem Wunsch des Kindes nachzukommen, um das Kind glücklich zu machen, dass ist nicht der Sinn. Die Verantwortung und die Pflichten sollten schon gut durchdacht sein.

 

Doch, wenn dem dann nichts mehr im Wege steht und ein Tier am Familienleben teilhaben darf, spüre ich immer wieder, dass ein Tier so unwahrscheinlich bereichernd ist.

 

Unsere Tiere sind nicht umsonst an unserer Seite. Sie können bei Kindern so heilend und tröstend sein... oft sind sie der engste Vertraute. Sicherlich für einige Menschen, die nicht wissen, dass ein Tier wirklich alles versteht und selbst unsere Gedanken lesen kann, nicht ganz verständlich.

 

Die Tiere, die zu uns kommen, haben eine Aufgabe zu erledigen. Genauso, wie wir Menschen. Wir haben alle unseren Plan, unsere Aufgaben zu erledigen und eben unsere Themen, mit denen wir hier auf die Erde gekommen sind. Deshalb gibt es keinen Zufall, warum genau dieses Tier mit diesen charakterlichen Zügen, Krankheiten und Verhaltensaufälligkeiten zu uns gekommen ist.

 

Aus meiner Erfahrung mit meinen eigenen Tieren und aus den vielen Tiergesprächen, die ich bereits mit den unterschiedlichsten Tieren führen durfte, kann ich dies nur bestätigen.

Die Katzen damals in meiner Kindheit waren unwahrscheinlich tröstend in den weniger schönen Situationen. Auch weiß ich, dass jedes einzelne Tier, was mich in meiner Kindheit begleitet hat, mein Licht zum Leuchten gebracht hat. Der Wunsch mit den Tieren zu reden, sie zu verstehen und eine ganz besondere…ja gar magische Verbindung einzugehen, dafür waren sie bereits verantwortlich.

 

Als ich auszog, ließ ich ungern „meine“ Katzen zurück, obwohl sie bei meiner Mutter gut aufgehoben waren.

Der Wunsch, dann ein eigenes Tier bei sich zu haben, der war sehr groß. Nach 2 Jahren, beschlossen mein Mann und ich, einen Hund zu uns zu holen.

 

Wir wussten nicht, dass kein Tag mehr wie der andere sein wird. Er, unser Baxter, krempelte unser Leben von „jetzt“ auf „nu“ um. All seine Krankheiten, die er schon von klein auf hatte, brachten mich auf diesen Weg. Zeigten mir, dass es mehr gibt als nur, dass was ich sehen kann. Wir entwickelten uns weiter, wussten das auch andere Wege möglich waren, wurden neugierig auf mehr.

 

Tiere haben eine unwahrscheinliche Anbindung zur geistigen Welt, können sehr Weise sein und tun alles dafür, dass sein menschlicher Begleiter seinen Aufgaben nachgeht. Seltsamerweise zeigte unser Hundebub immer so eine Art, dass wir ihn „uralte Morla“ nannten (ist aus der unendlichen Geschichte). Als er mit 9 Jahren die Ebenen wechselte, tat es unwahrscheinlich weh, auch wenn das Bewusstsein dahinter war…das seine Aufgaben erledigt waren, so fehlte er doch sehr...

 

Baxter war dafür da unser Bewusstsein zu ändern. Von Anfang an wurde ich das Gefühl nicht los, er würde nicht alt werden. Esteban unser 2’ter Hundebub, so ganz anders…man spürt viel mehr Leichtigkeit bei ihm und auch seine Krankheiten und Verhaltensweisen, brachten mich der Tierkommunikation und der Energiearbeit immer näher. Unsere Hunde führten meinen Mann und mich der Natur sehr nahe, man spürte die Verbindung zur Natur, das Bewusstsein dafür wurde viel intensiver. Man nahm viel mehr wahr, ist dankbarer für das was man erleben darf. Nutzt seine freie Zeit viel intensiver. Auch die Themen über die ich schreiben darf, mein Schatz an Erfahrungen…ohne sie…wäre das Blatt relativ leer. Oder es würde das drauf stehen, was es überall zu lesen gibt.

 

Wundern wir uns nicht oft, warum der Nachbarshund mit seinen 15 Jahren, schwerster HD und Futter vom Discounter immer noch bei ihm weilt. Während man selbst nur das Beste für sein Tier aussucht und sich wundert, warum es dann doch so früh geht? Das soll nicht heißen, dass der Nachbar von nebenan weniger zu lernen hat. Nur er hat eben andere Dinge hier zu erfahren, und so ist es auch mit unseren Tieren und mit uns. Der Nachbar wäre vielleicht mit so einem „anspruchsvollen“ Hund überfordert, wäre noch gar nicht bereit für diesen Weg. Jeder von uns hat seinen eigenen Begleiter, seine eigene Geschichte.

 

In meinen Tiergesprächen erlebe ich sehr oft, dass Tiere Verhaltensaufälligkeiten an den Tag legen, aus den Gründen, weil sie ihren Besitzer auf etwas aufmerksam machen wollen. Und außerdem, durch jede Erfahrung, erweitern wir unser Bewusstsein. Menschen die vorher nie mit Tierkommunikation oder energetischer Arbeit etwas anfangen konnten, gehen plötzlich diesen Weg. Weil sie anders keinen Ausweg mehr wissen... werden so auf neue Pfade gebracht, ändern ihre Sichtweise und dürfen dadurch selbst an Erfahrungen dazu gewinnen.

 

Ein Tier ist nicht nur ein Tier…es ist Ratgeber, Mentor, Beschützer, Freund, Heiler, engster Vertrauter und das Beste was man sich nur vorstellen kann. Tiere haben etwas Magisches…und das zu erleben, kann so wundervoll sein. Ich bin meinen Tieren unendlich dankbar, dass sie ihr Leben mit uns teilen und uns ihre Liebe schenken!

 

Eine Verbindung die einmal zwischen 2 Herzen geknüpft wird, bleibt für immer bestehen…

Heilen von alten Verletzungen

"Geh Du vor", sagte die Seele zum Körper, "auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich."
"Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben", sagte der Körper zur Seele.

* Ulrich Schaffer

 

Hat es nicht schon jeder von uns erlebt, dass plötzlich Emotionen hoch kamen, urplötzlich…mit denen man nichts anzufangen weiß?


Auch bei unseren Tieren, was ich sehr oft erlebe, dass ein Tier plötzlich krankhafte Erscheinungen hat, obwohl es immer gesund war und nichts Auffälliges passiert ist.


Man erlebt als Kind oder im Laufe des Lebens eine Situation, die sehr schmerzhaft gewesen ist, um sich selbst zu schützen und nicht daran zu Grunde zugehen macht man zu…zeigt sich nach außen stark. Zeigt, dass einem nichts und niemand etwas anhaben kann, verändert sich emotional, um sich besser gegen erneute „Angriffe“ zu schützen und denkt, man ist auf einem guten Weg.
Dann kommen plötzlich gesundheitliche Probleme. Man wundert sich, da man sich doch immer so gut ernährt hat, immer Sport gemacht hat und auf sich „geachtet“ hat. 

 

Selten schiebt man es auf den seelischen Hintergrund, weil man so „Zu“ gemacht hat und die Rufe seiner Seele nicht mehr hört, weshalb der Körper nun reagiert.

 

Ich konnte das ganz gut an mir selbst beobachten und um ehrlich zu sein, wer will schon immer irgendwelche Themen aus der Vergangenheit klären…ist doch schon lange erledigt.


Sicherlich funktioniert das ein Weilchen, bis einem aber die körperlichen Probleme so einschränken, dass es kein Wegschauen mehr gibt.


Selbst mein Hund ist dann ein wunderbarer Spiegel. Sein Blutbild war immer bestens, sicherlich hier und da im Alter ein paar körperliche Einschränkungen…doch plötzlich zeigt sich ein Wert im Blutbild der unerklärlich ist. Dank der Tierkommunikation und energetischen Arbeiten, erhält man die Antwort. Er spricht von Emotionen, die ihn einholen, mit denen er nichts anzufangen weiß, aber ihn dennoch an eine Situation oder an einen tierischen Kumpel erinnern. Er hat in diesem Fall lieber zu gemacht, aus Angst abgelehnt zu werden, wenn er es ausspricht. So wusste sich die Seele nicht anders zu helfen und die Emotionen haben sich in einem Organ festgesetzt.


Wie oft hört man Sätze „dann lass doch einfach los“


Hier und da auch möglich, aber wenn Verletzungen so tief sitzen, die Ängste und Emotionen in den Zellen abgespeichert sind, dann ist ein einfaches Loslassen nicht immer möglich.


Der erste Schritt ist sicherlich das Erkennen. Wenn man erkannt hat, wird es einem bewusst, wovor man jahrelang Angst hatte. Aber wenn ich Jahrelang vor etwas Angst hatte, schau ich dort am seltensten hin, denn der alte Schmerz könnte erneut hochkommen.


Ich merke es ist die Zeit des Aufräumens, die Zeit um alte Dinge zu klären. Selbst bei mir und meinem Hund, kommen Themen hoch, die schon lange Geschichte sind.


In meiner Praxis kommen vermehrt Menschen zu mir, wo ihre Tiere starke Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Wer bereit ist meine Hilfe anzunehmen, darf sich bewusst sein, dass ich das Thema nicht für ihn löse. Ich helfe nur dabei, die Sichtweise zu ändern. Löse alte Blockaden und Emotionen aus den Zellen. Es ist so wundervoll für mich, wenn der menschliche Begleiter dann auch bereit ist hinzuschauen und diesen Weg gemeinsam mit seinem Tier geht.


Unsere Tiere wandeln schneller um, ich glaube es liegt daran, dass der Verstand sich dort nicht so oft einmischt. Wir Menschen hinterfragen doch oft viel zu viel, statt einfach mal wirken zu lassen.


Wer bereit ist den nächsten Schritt zu gehen, wer bereit ist zu vertrauen…wird Hilfe erfahren und Hilfe annehmen können. Plötzlich kommen Menschen in unser Leben, die uns von neuen Methoden berichten, Hinweise geben und uns auf vieles aufmerksam machen.
Selbst spürte ich, dass dann plötzlich die Erkenntnis kommt…Der oder Diejenige konnte zu dem Zeitpunkt gar nicht anders reagieren, hat es nie in dem Bewusstsein gemacht um zu verletzen, sondern weil sie es selbst nicht anders wussten.


Wenn man Hilfe annimmt, dann darf man sich aber auch bewusst sein, dass der Therapeut nur den „Anstupser“ gibt, den Impuls um selbst zu erkennen...Heilung geschieht bei jedem von uns selbst.

 

Jeder Mensch und jedes Tier hat seine Aufgaben auf dieser Ebene zu bewältigen, je nachdem wie bewegt die Vorgeschichte war, umso mehr kommt halt auch hoch und ebenso intensiv ist der Klärungsbedarf.


Von Herzen
Nadia

Hilfe zur Selbsthilfe

Aus aktuellem Anlass möchte ich Euch einfach mal ein paar Informationen zu meiner Arbeit mitteilen, weil ich nun schon mehrfach die Erfahrung machen durfte.


Ich arbeite in dem Bereich der Tierkommunikation und Energiearbeit. Unter der Tierkommunikation könnt Ihr Euch ja sicherlich etwas vorstellen, meine Energiearbeit umfasst folgende Themen. Zum einen mache ich energetisches Harmonisieren. Es werden von mir Disharmonien auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene aufgespürt, gelöst und harmonisiert. Dank meiner feinen Wahrnehmung, werde ich zu Blockaden oder Themen tiefer hingeführt, damit ich diese auflösen kann. Dann der nächste Teil des energetischen Arbeitens ist der Bereich, der Heilung…oder eher so gesagt meine Hilfe zur Selbsthilfe. Ich spüre mich in jeden Klienten, egal ob Mensch oder Tier, so rein und teste aus was benötigt wird. Auch hier fühle ich mich individuell rein und lasse gerne verschiedene Heilmethoden ineinanderfließen.

Nun, was mich zu dem Post veranlasst hat, ist folgender Grund. Ich gebe kein Heilversprechen, auch kann und möchte ich niemandem garantieren das nach einer Behandlung bei mir alle Probleme aufgelöst sind. Es geht einfach nur Schritt für Schritt, aber oft reicht ein Impuls aus, dass man das Gefühl erhält „ich habe alles in mir, ich bin der Schöpfer in meinem Leben“ und dadurch darf Selbstheilung geschehen.


Sicherlich leben wir „Coaches“ davon das wir gebucht werden, auch benötigen wir „Coaches“ ebenso unsere Impulse von anderen Kollegen, hierbei geht es aber darum nicht in die Abhängigkeit zu geraten. Viele Menschen können gar nicht mehr ohne fremde Hilfe und das darf meiner Meinung nicht das Ziel sein. Ich selbst habe einiges auf meinem Weg erlebt, oft wird auch gerne mit der Angst oder Unsicherheit gearbeitet, dabei ist es tatsächlich so einfach…. wir haben alles in uns selbst, wenn wir nur anfangen auf uns zu vertrauen und uns nicht vom Außen abhängig machen oder verleiten lassen.


Das Wichtigste ist es anzufangen sich selbst zu lieben, nicht im Außen nach Antworten zu suchen, sondern bei sich selbst. Egal was wer draußen sagt, solange ich meinen eigenen Wert schätze, fernab von alten Mustern, bin ich der Meister in meinem Leben. Erst dann kann Heilung geschehen und das Umfeld verändert sich automatisch mit, weil ich ausnahmslos bei mir bleibe.


Man darf sich Hilfe suchen, lässt sich ein Stück des Weges begleiten, lässt sich neue Impulse geben und geht dann seinen Weg alleine weiter. Das war mir ein Anliegen, weil auch ich immer dachte die Hilfe im außen zu finden…statt diese in mir selbst zu suchen und auf meine Intuition zu vertrauen.


Auch ein altes Denken ist, dass „negative“ Energien uns abhalten. Diese gibt es nicht… das negative Denken ist nur in unserem Kopf. Nichts außer wir selbst, halten uns von unserem Weg ab und machen uns unsere Einschränkungen selbst.


Von Herzen
Nadia